Medizinrecht (LL.M.)

Meistern Sie die Herausforderungen von zwei Fachbereichen

Kurzprofil des Studienganges

Der weiterbildende Medizinrechtsmaster an der Dresden International University ist interdisziplinär im besten Sinne des Wortes: Ärzte, Betriebswirte, Juristen, Versicherungskaufleute und Public Health-Manager diskutieren und lernen gemeinsam auf Augenhöhe.

Der Studiengang Medizinrecht, LL.M. ist ein weiterbildender Studiengang, mit dem der akademische Grad eines „Master of Laws“ erworben werden kann. Das vorrangige Ausbildungsziel des Masterstudiengangs ist es, Absolventen von juristischen und medizinischen bzw. aus gesundheitsökonomischen Studiengängen mit einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss medizinrechtliche Kompetenzen zu vermitteln, die Voraussetzung für die Lösung von Problemen an der Schnittstelle der beiden Disziplinen Medizin und Recht sind. Die Teilnehmer beherrschen abschließend zentrale Arbeitsfelder der Medizin in rechtlicher Hinsicht.

Prof. Dr. Dr. Erik Hahn zum Richter am Sächsischen Landessozialgericht ernannt

Prof. Dr. Dr. Erik Hahn wurde am 18.11.2022 vom Vizepräsidenten des Sächsischen Landessozialgerichts, VPräsLSG Dr. Kasten, zum Richter am Landessozialgericht (LSG) im Nebenamt ernannt. Das Sächsische LSG ist das höchste Gericht der sächsischen Sozialgerichtsbarkeit und fungiert als Berufungs- und Beschwerdeinstanz der Sozialgerichte in Dresden, Leipzig und Chemnitz. Seine Zuständigkeit erstreckt sich auf öffentlich-rechtliche Streitigkeiten auf dem Gebiet des Sozialrechts i.S.v. § 51 SGG. Der Dienstantritt erfolgte zum 1.12.2022.

Die Tätigkeit von Professorinnen und Professoren der Rechtswissenschaft an Obergerichten hat eine lange Tradition und dient heute vor allem dem fachlichen Austausch von Wissenschaft und Praxis. Neben seiner Tätigkeit an der Hochschule Zittau/ Görlitz hat er derzeit auch eine von der EU geförderte Visiting Professur für europäisches Gesundheits- und Sozialrecht an der Riga Stradins University (Lettland) inne.

 

Zielgruppe

  • Juristinnen und Juristen mit Interesse am Fachgebiet Medizinrecht
  • Ärztinnen und Ärzte mit Interesse an medizinrechtlichen Fragestellungen, auch Zahnärztinnen und Zahnärzte
  • Apothekerinnen und Apotheker mit Interesse an medizinrechtlichen Fragestellungen
  • Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Medizincontrolling, Public Health, Health Care Management, u.ä. mit Interesse an einer medizinrechtlichen Weiterqualifizierung

Die Vorteile

Die Lernveranstaltungen finden zum überwiegenden Teil Online oder Hybrid statt. Lernmaterialien werden den Studierenden zur Verfügung gestellt, um auch asynchrones selbstorganisiertes Lernen zu ermöglichen.

Lernfreie Phasen in der Sommer- und Weihnachtszeit.  

Im Dozierendenteam des Studiengangs sind sowohl hochkarätige Wissenschaftler:innen als auch erfahrene Praktiker:innen vertreten. So werden fundierte Informationen aus der Wissenschaft mit Fragestellungen aus der Praxis verknüpfen.

 

Am Studiengang nehmen Teilnehmende mit juristischem Hintergrund und aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens teil. Profitieren Sie von diversen Lerngruppen und dem Blick über den Tellerrand. Wir bieten interdisziplinären Austausch in lockerer Atmosphäre. 

 

Modulübersicht

Modul 1 Kompassmodul (3 ECTS)

Um allen Teilnehmern, insbesondere denjenigen, die keinen rechtswissenschaftlichen Studienabschluss haben, den Einstieg und die Orientierung im Studiengang zu erleichtern, wird zweimal jährlich im April und im September das „Kompassmodul“ angeboten. Es macht die Teilnehmer mit den Grundbegriffen des (Medizin-) Rechts, den Systemfragen, Rechtsquellen und Arbeitsweisen für Juristen vertraut.

Modul 2 Berufsrechtsmodul (5 ECTS)

Es beginnt die vertiefte medizinrechtliche Arbeit. Das Modul beinhaltet das allgemeine öffentliche Gesetzes- und spezielle Satzungsrecht, das auf dem ärztlichen Berufsrecht beruht, als Modell für das Berufsrecht aller Heilberufe. Diskutiert werden unter anderem die Regeln, die den ärztlichen Beruf formen.

Modul 3 Vertragsrechtsmodul (5 ECTS)

Die Teilnehmer lernen, wie die Parteien des Arzt-Patientenverhältnisses auf der für Ärzte verbindlichen berufsrechtlichen Basis ihre vertragliche Beziehung begründen und inhaltlich gestalten. Im Mittelpunkt dieses Moduls stehen die Behandlungsverträge der Patienten mit niedergelassenen Ärzten einerseits und Krankenhäusern andererseits.

Modul 4 Haftungsrechtsmodul (7 ECTS)

Modul 4 bietet neben einer allgemeinen Einführung in das Arzthaftungsrecht und seine prozessualen Besonderheiten Lehrveranstaltungen zu den beiden Hauptsäulen der Arzthaftung: dem Behandlungsfehler und der Aufklärungspflichtverletzung. Im Mittelpunkt stehen die rechtliche Bedeutung von Indikation, Standard und Patientenautonomie und die Angriffe, denen sie ausgesetzt sein können. Gründliche Arbeit hier befähigt Sie dazu, sich von den Veranstaltungen dieses Moduls aus das gesamte Medizinrecht methodisch zu erschließen.

Modul 5 Strafrechtsmodul (6 ECTS)

Das Strafrecht ist dasjenige Rechtsgebiet, das die allgemeinen Anschauungen über Recht und Unrecht am stärksten prägt. Die Studierenden erwerben Kenntnisse über strafrechtliche Dogmatik, Körperverletzungs- und Tötungsdelikte, Betrugs- und Korruptionsdelikte, sowie zahlreiche weitere für Ärzte relevante Straftatbestände des StGB und die Grundlagen der Strafverfolgung.

Modul 6 GKV-Modul (5 ECTS)

Modul 6 macht das Geflecht zwischen Patienten, gesetzlicher Krankenversicherung, kassenärztlicher Vereinigung und Arzt verständlich. Hier werden die systemimmanenten Besonderheiten des deutschen Gesundheitswesens, insbesondere die Einzelheiten des Kollektivvertragssystems, thematisiert. Sozialversicherungsrechtliche Behandlungsgrundsätze und ihre Folgen werden besprochen.

Modul 7 Praxis- und Krankenhaus-Modul (6 ECTS)

Modul 7, das mit dem System der gKV (Modul 6) verknüpft ist, rückt die Tätigkeit des niedergelassenen Arztes (die ambulante Versorgung) in den Mittelpunkt. Der zweite Themenblock des Moduls widmet sich der stationären Versorgung, dem Krankenhausrecht, insbesondere der Krankenhausplanung, sowie der Krankenhausfinanzierung. Hinzu kommen das Arbeitsrecht und Fragen, die sich auf die Wirtschaftlichkeit des Arztbetriebes auswirken.

Modul 8 Forschungs-, Technik- und Innovationsrechtsmodul (4 ECTS)

Grundfragen des Medizinrechts, Forderungen der allgemeinen und der medizinischen Ethik und fundamentale Gerechtigkeitsfragen werden relevant in Bereichen der modernen Medizin, die über die Fragestellungen der Module 1 bis 7 weit hinausgreifen. Zahlreiche Regelwerke ziehen aus Gründen des Patientenschutzes Grenzen. Wir bestimmen diese rechtlichen Grenzen mit Ihnen in den jeweils aus verschiedenen Rechtsgebieten gespeisten Themenblöcken.

Modul 9 Rechtsfragen in Fürsorgekontexten, medizinisch-juristische Grenzfragen (4 ECTS)

In Modul 9 schließlich erarbeiten wir Wissen und Strategien für ärztliche Entscheidungen in Grenzsituationen bzw. für besonders schutzbedürftige Patienten anhand der folgenden Themen: Einführung in das Fürsorgerecht (Betreuungs- und Unterbringungsrecht), Rechtsrahmen der Notfall- und Intensivmedizin, Sterbehilfe, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Infektionsschutzrecht und Impfrecht.

Masterarbeit (15 ECTS)

Zulassungsvoraussetzungen

  • Erster Hochschul- oder Fachhochschulabschluss (240 ECTS) sowie mind. 1 Jahr Berufserfahrung
  • Bewerber mit weniger als 240 ECTS können fehlende Leistungspunkte über Zusatzmodule erwerben. Wir beraten Sie gern.

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. Bernd-Rüdiger Kern

Wissenschaftlicher Leiter Juristische Fakultät - Professur für Bürgerliches Recht, Rechtsgeschichte und Arztrecht, Universität Leipzig

Prof. Dr. Adrian Schmidt-Recla

Lektor für die Lehrgebiete Deutsche Rechtsgeschichte und Bürgerliches Recht, Friedrich Schiller-Universität Jena

Prof. Dr. iur. Dr. rer. medic. Erik Hahn

Hochschule Zittau/Görlitz, Professur für Medizinrecht

DOZIERENDE

RAin Constanze Barufke-Haupt
Fachanwältin Medizinrecht, D+B Rechtsanwälte, Berlin

Nurettin Fenercioglu, LL.M.
Referatsleiter im Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.

Dr. Alexander Gruner
Justiziar der Sächsischen Landesärztekammer 

Prof. Dr. iur. Dr. rer. medic. Erik Hahn
Hochschule Zittau/Görlitz, Fakultät Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen, Professur für für Zivilrecht, Medizinrecht, Wirtschafts- und Immobilienrecht

Priv.-Doz. Dr. med. Sven Hartwig
Abteilungsleiter Forensische Toxikologie, Oberarzt am Institut für Rechtsmedizin, Charité Universitätsmedizin Berlin

RA Dr. iur. Ronny Hildebrandt
Fachanwalt für Medizinrecht, BUSSE & MIESSEN Rechtsanwälte 

RAin Claudia Holzner, LL.M.
Fachanwältin für Medizinrecht, Kanzlei Holzner, Hamburg

RA Dr. med. Christian Jäkel
Fachanwalt für Medizinrecht, Kanzlei Dr. Jäkel, Lübben (Spreewald)

Prof. Dr. iur. Alexandra Jorzig
Rechtsanwältin, Fachanwältin für Medizinrecht, Mediatorin im Gesundheitswesen, Jorzig Rechtsanwälte 

Prof. Dr. jur. Michael Kaspar
Hochschule Zittau/ Görlitz, Fakultät Management und Kulturwissenschaften, Professur für Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht und Allgemeines Zivilrecht

Prof. Dr. Bernd-Rüdiger Kern
Professur für Bürgerliches Recht, Rechtsgeschichte und Arztrecht, Universität Leipzig

Prof. Dr. Matthias Krüger
Ludwig-Maximilians-Universität München, Professur für Strafrecht und Strafprozessrecht

RA/StB Dr. Bernd Kugelberg
Schneider + Partner GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Dresden  

RA Dr. iur. Jan Moeck
Fachanwalt für Medizinrecht, D+B Rechtsanwälte, Berlin

Ass. iur. Friedrich R. München
Justitiar und stellv. Geschäftsführer, Krankenhausgesellschaft Sachsen  

Prof. Dr. Volker Penter
Leiter Health Care der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin

RA Dr. rer. medic. Mike Peters, MHMM
Fachanwalt für Medizinrecht, Justitiar der AG Notarzt Berlin e.V.  

Dr. med. Wiebke Pühler
Leitung Dezernat 6 Wissenschaft, Forschung und Ethik  Bundesärztekammer

Prof. Dr. Martin Rehborn
Sozietät Dr. Rehborn, Dortmund  

Prof. Dr. med. Doreen Richardt, LL.M.
Oberärztin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

RA Jan Rolla
Rechtsanwalt, Battke Grünberg Rechtsanwälte   

Prof. Dr. jur. Adrian Schmidt-Recla
Lektor für die Lehrgebiete Deutsche Rechtsgeschichte und Bürgerliches Recht, Friedrich Schiller-Universität Jena

RA Jürgen Schröder
Dezernent, Leiter der Rechtsabteilung Kassenärztliche Bundesvereinigung

Joachim Schütz
Geschäftsführer und Justiziar des Deutschen Hausärzteverband e.V.

Dr. Holger Sebastian, MBA, LL.M.
Chefarzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Elblandklinikum Meißen - Medizinisch wissenschaftliche Leitung im Masterstudiengang

RA Dr. Daniel Sturm, MBA
Rechtsanwalt, STEINMEIER Rechtsanwälte, Dresden

RA Dr. jur. Sebastian Vogel
Fachanwalt für Strafrecht, Healthcare Compliance Officer, FS-PP Berlin 

Dr. iur. Thomas Willaschek
Fachanwalt für Medizinrecht, D+B Rechtsanwälte, Berlin

Dr. iur. Maximilian Warntjen
Fachanwalt für Medizinrecht, D+B Rechtsanwälte, Berlin

Prof. Dr. Herbert Willems
Vorsitzender Richter am Oberverwaltungsgericht a.D., Luther Rechtsanwaltsgesellschaft, Essen

Dieser Studiengang ist akkreditiert

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Kooperationspartner

Kompakt

Abschluss:
Master of Laws (LL.M.)
Studienort: 
Dresden
Studienstart:
16.03.2023 
Studiendauer:
4 Semester
 
Studientage:
Lehrveranstaltungen 14-tägig online/hybrid im Wechsel mit Präsenz
ECTS-Punkte:
60 ECTS
Studienart: 
berufsbegleitend
Studiengebühr:
3.000,00 Euro pro Semester (monatliche Ratenzahlung möglich)
Finanzierungsmöglichkeiten

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