Medizinrecht (LL.M.)

Verknüpfung von zwei Fachbereichen

Kurzprofil des Studienganges

Der weiterbildende Medizinrechtsmaster an der Dresden International University ist interdisziplinär im besten Sinne des Wortes: Ärzte, Betriebswirte, Juristen, Versicherungskaufleute und Public Health-Manager diskutieren und lernen gemeinsam auf Augenhöhe.

Der Studiengang Medizinrecht, LL.M. ist ein weiterbildender Studiengang, mit dem der akademische Grad eines „Master of Laws“ erworben werden kann. Das vorrangige Ausbildungsziel des Masterstudiengangs ist es, Absolventen von juristischen und medizinischen bzw. aus gesundheitsökonomischen Studiengängen mit einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss medizinrechtliche Kompetenzen zu vermitteln, die Voraussetzung für die Lösung von Problemen an der Schnittstelle der beiden Disziplinen Medizin und Recht sind. Die Teilnehmer beherrschen abschließend zentrale Arbeitsfelder der Medizin in rechtlicher Hinsicht.

Prof. Dr. Kern ausgezeichnet

Prof. Dr. Bernd-Rüdiger Kern - Gründungsvater und wissenschaftlicher Leiter des Masterstudiengangs Medizinrecht - hat am 17.06.2022 die Hermann-Eberhard-Friedrich-Medaille der Sächsichen Landesärztekammer erhalten.

Pressemitteilung der SLÄK

Schriftenverzeichnis von Prof. Dr. Kern

 

Aktuelles aus dem Studiengang

Im Nachgang zur Veranstaltung "Corona Update im Medizinrecht" vom vergangenen Herbst hat Prof. Dr. Bernd-Ruediger Kern, wissenschaftlicher Leiter des Studiengangs Medizinrecht, einen Artikel mit seinem Vortrag zu dem Thema "Warum überraschen uns Seuchen? Historischer Abriss zu Pandemien" veröffentlicht (COVuR 2021, 139 ff.).

Der Artikel kann unter folgendem Link online abgerufen werden:

COVUR 2021, 139 - BECK-ONLINE

Zielgruppe

  • Juristinnen und Juristen mit Interesse am Fachgebiet Medizinrecht
  • Ärztinnen und Ärzte mit Interesse an medizinrechtlichen Fragestellungen, auch Zahnärztinnen und Zahnärzte
  • Apothekerinnen und Apotheker mit Interesse an medizinrechtlichen Fragestellungen
  • Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Medizincontrolling, Public Health, Health Care Management, u.ä. mit Interesse an einer medizinrechtlichen Weiterqualifizierung

Die Vorteile

Die Lernveranstaltungen finden zum überwiegenden Teil Online oder Hybrid statt. Lernmaterialien werden den Studierenden zur Verfügung gestellt, um auch asynchrones selbstorganisiertes Lernen zu ermöglichen.

Lernfreie Phasen in der Sommer- und Weihnachtszeit.  

Im Dozierendenteam des Studiengangs sind sowohl hochkarätige Wissenschaftler:innen als auch erfahrene Praktiker:innen vertreten. So werden fundierte Informationen aus der Wissenschaft mit Fragestellungen aus der Praxis verknüpfen.

 

Am Studiengang nehmen Teilnehmende mit juristischem Hintergrund und aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens teil. Profitieren Sie von diversen Lerngruppen und dem Blick über den Tellerrand. Wir bieten interdisziplinären Austausch in lockerer Atmosphäre. 

 

Modulübersicht

Modul 1 Kompassmodul (3 ECTS)

Um allen Teilnehmern, insbesondere denjenigen, die keinen rechtswissenschaftlichen Studienabschluss haben, den Einstieg und die Orientierung im Studiengang zu erleichtern, wird zweimal jährlich im April und im September das „Kompassmodul“ angeboten. Es macht die Teilnehmer mit den Grundbegriffen des (Medizin-) Rechts, den Systemfragen, Rechtsquellen und Arbeitsweisen für Juristen vertraut.

Modul 2 Berufsrechtsmodul (5 ECTS)

Es beginnt die vertiefte medizinrechtliche Arbeit. Das Modul beinhaltet das allgemeine öffentliche Gesetzes- und spezielle Satzungsrecht, das auf dem ärztlichen Berufsrecht beruht, als Modell für das Berufsrecht aller Heilberufe. Diskutiert werden unter anderem die Regeln, die den ärztlichen Beruf formen.

Modul 3 Vertragsrechtsmodul (5 ECTS)

Die Teilnehmer lernen, wie die Parteien des Arzt-Patientenverhältnisses auf der für Ärzte verbindlichen berufsrechtlichen Basis ihre vertragliche Beziehung begründen und inhaltlich gestalten. Im Mittelpunkt dieses Moduls stehen die Behandlungsverträge der Patienten mit niedergelassenen Ärzten einerseits und Krankenhäusern andererseits.

Modul 4 Haftungsrechtsmodul (7 ECTS)

Modul 4 bietet neben einer allgemeinen Einführung in das Arzthaftungsrecht und seine prozessualen Besonderheiten Lehrveranstaltungen zu den beiden Hauptsäulen der Arzthaftung: dem Behandlungsfehler und der Aufklärungspflichtverletzung. Im Mittelpunkt stehen die rechtliche Bedeutung von Indikation, Standard und Patientenautonomie und die Angriffe, denen sie ausgesetzt sein können. Gründliche Arbeit hier befähigt Sie dazu, sich von den Veranstaltungen dieses Moduls aus das gesamte Medizinrecht methodisch zu erschließen.

Modul 5 Strafrechtsmodul (6 ECTS)

Das Strafrecht ist dasjenige Rechtsgebiet, das die allgemeinen Anschauungen über Recht und Unrecht am stärksten prägt. Die Studierenden erwerben Kenntnisse über strafrechtliche Dogmatik, Körperverletzungs- und Tötungsdelikte, Betrugs- und Korruptionsdelikte, sowie zahlreiche weitere für Ärzte relevante Straftatbestände des StGB und die Grundlagen der Strafverfolgung.

Modul 6 GKV-Modul (5 ECTS)

Modul 6 macht das Geflecht zwischen Patienten, gesetzlicher Krankenversicherung, kassenärztlicher Vereinigung und Arzt verständlich. Hier werden die systemimmanenten Besonderheiten des deutschen Gesundheitswesens, insbesondere die Einzelheiten des Kollektivvertragssystems, thematisiert. Sozialversicherungsrechtliche Behandlungsgrundsätze und ihre Folgen werden besprochen.

Modul 7 Praxis- und Krankenhaus-Modul (6 ECTS)

Modul 7, das mit dem System der gKV (Modul 6) verknüpft ist, rückt die Tätigkeit des niedergelassenen Arztes (die ambulante Versorgung) in den Mittelpunkt. Der zweite Themenblock des Moduls widmet sich der stationären Versorgung, dem Krankenhausrecht, insbesondere der Krankenhausplanung, sowie der Krankenhausfinanzierung. Hinzu kommen das Arbeitsrecht und Fragen, die sich auf die Wirtschaftlichkeit des Arztbetriebes auswirken.

Modul 8 Forschungs-, Technik- und Innovationsrechtsmodul (4 ECTS)

Grundfragen des Medizinrechts, Forderungen der allgemeinen und der medizinischen Ethik und fundamentale Gerechtigkeitsfragen werden relevant in Bereichen der modernen Medizin, die über die Fragestellungen der Module 1 bis 7 weit hinausgreifen. Zahlreiche Regelwerke ziehen aus Gründen des Patientenschutzes Grenzen. Wir bestimmen diese rechtlichen Grenzen mit Ihnen in den jeweils aus verschiedenen Rechtsgebieten gespeisten Themenblöcken.

Modul 9 Rechtsfragen in Fürsorgekontexten, medizinisch-juristische Grenzfragen (4 ECTS)

In Modul 9 schließlich erarbeiten wir Wissen und Strategien für ärztliche Entscheidungen in Grenzsituationen bzw. für besonders schutzbedürftige Patienten anhand der folgenden Themen: Einführung in das Fürsorgerecht (Betreuungs- und Unterbringungsrecht), Rechtsrahmen der Notfall- und Intensivmedizin, Sterbehilfe, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Infektionsschutzrecht und Impfrecht.

Masterarbeit (15 ECTS)

Zulassungsvoraussetzungen

  • Erster Hochschul- oder Fachhochschulabschluss (240 ECTS) sowie mind. 1 Jahr Berufserfahrung
  • Bewerber mit weniger als 240 ECTS können fehlende Leistungspunkte über Zusatzmodule erwerben. Wir beraten Sie gern.

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. Bernd-Rüdiger Kern

Wissenschaftlicher Leiter Juristische Fakultät - Professur für Bürgerliches Recht, Rechtsgeschichte und Arztrecht, Universität Leipzig

Prof. Dr. Adrian Schmidt-Recla

Lektor für die Lehrgebiete Deutsche Rechtsgeschichte und Bürgerliches Recht, Friedrich Schiller-Universität Jena

Prof. Dr. iur. Dr. rer. medic. Erik Hahn

Hochschule Zittau/Görlitz, Professur für Medizinrecht

DOZIERENDE

Dr. Holger Sebastian
Chefarzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Elblandklinikum Meißen - Medizinisch wissenschaftliche Leitung im Masterstudiengang

RAin Constanze Barufke-Haupt
Fachanwältin Medizinrecht, D+B Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Berlin

Prof. Dr. med. Doreen Richardt
Oberärztin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

RA Dr. iur. Daniel Geiger
Geiger + Partner Rechtsanwälte PartG mbB  

Dr. Alexander Gruner
Justiziar der Sächsischen Landesärztekammer 

Dr. iur. Alexandra Jorzig
Rechtsanwältin, Fachanwältin für Medizinrecht, Mediatorin im Gesundheitswesen

Prof. Dr. iur. Dr. rer. medic. Erik Hahn
Hochschule Zittau/Görlitz, Fakultät Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen, Professur für für Zivilrecht, Medizinrecht, Wirtschafts- und Immobilienrecht

Dr. Stephan Helm
Geschäftsführer, Krankenhausgesellschaft Sachsen 

RA Dr. iur. Ronny Hildebrandt
Fachanwalt für Medizinrecht, BUSSE & MIESSEN Rechtsanwälte Partnerschaft mbB

RA Dr. med. Christian Jäkel
Fachanwalt für Medizinrecht, Kanzlei Dr. Jäkel, Lübben (Spreewald)  

RA/StB Dr. Bernd Kugelberg
Schneider + Partner GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Dresden  

RA Jan Rolla
Battke Grünberg Rechtsanwälte     

Ass. iur. Friedrich R. München
Justitiar und stellv. Geschäftsführer, Krankenhausgesellschaft Sachsen  

Prof. Dr. Volker Penter
Leiter Health Care der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin

Dr. rer. medic. Mike Peters, MHMM
Rechtsanwalt / Fachanwalt für Medizinrecht, Justitiar der AG Notarzt Berlin e.V.  

Dr. med. Wiebke Pühler
Referentin Dezernat VI der Bundesärztekammer  

Prof. Dr. Martin Rehborn
Sozietät Dr. Rehborn, Dortmund  

Prof. Dr. Matthias Krüger
Ludwig-Maximilians-Universität München, Professur für Strafrecht und Strafprozessrecht

Joachim Schütz
Geschäftsführer und Justiziar des Deutschen Hausärzteverband e.V.

Dr. iur. Thomas Willaschek
Fachanwalt für Medizinrecht, D+B Rechtsanwälte, Berlin

Dr. iur. Maximilian Warntjen
Fachanwalt für Medizinrecht, D+B Rechtsanwälte, Berlin

RA Jürgen Schröder
Dezernent, - Rechtsabteilung -Kassenärztliche Bundesvereinigung

Nurettin Fenercioglu, LL.M.
Leiter der Abteilung Leistung ambulant Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.

RA Dr. Daniel Sturm, MBA
STEINMEIER LLP   

Prof. Dr. Prof. Herbert Willems
Vorsitzender Richter am Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen  

Rechtsanwalt Herr Dr. iur. Jan Moeck
Fachanwalt für Medizinrecht

Priv.-Doz. Dr. Sven Hartwig
Abteilungsleiter Forensische Toxikologie, Oberarzt am Institut für Rechtsmedizin, Charité Universitätsmedizin Berlin

Dr. Ralph Bartmuß
Rechtsanwalt und Stuerberater

Prof. Dr. jur. Michael Kaspar
Hochschule Zittau/ Görlitz, Fakultät Management und Kulturwissenschaften, Professur für Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht und Allgemeines Zivilrecht

RAin Constanze Barufke
Fachanwältin Medizinrecht, D+B Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Berlin

Dr. Wiebke Pühler
Bundesärztekammer, Dezernat 6 Wissenschaft, Forschung und Ethik

Priv-Doz. Dr. med. Doreen Richardt
Oberärztin, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Kooperationspartner

Kompakt

Abschluss:
Master of Laws (LL.M.)
Studienort: 
Dresden
Studienstart:
16.09.2022
Studiendauer:
4 Semester
 
Studientage:
Lehrveranstaltungen 14-tägig online/hybrid im Wechsel mit Präsenz
ECTS-Punkte:
60 ECTS
Studienart: 
berufsbegleitend
Studiengebühr:
3.000,00 Euro pro Semester (monatliche Ratenzahlung möglich)
Finanzierungsmöglichkeiten

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Aktuelle Veranstaltungen

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