Je smarter die Technik, desto wichtiger die Begegnung: Rückblick aufs 3. DIU FachForum Kommunikation

17. September 2026

KI schreibt Texte, automatisiert Aufgaben und wird immer stärker Teil unseres Arbeitsalltags. Aber was passiert mit unserer Kommunikation, wenn Technologie immer mehr kann? Und was bleibt dabei ganz bewusst menschlich?

Diese Fragen standen am 10. September im Fokus unseres 3. DIU FachForums Kommunikation unter dem Titel „High Tech, High Touch – Kommunikation zwischen Algorithmus & Begegnung“.

Mandy Auerswald von Vodafone Business eröffnete die „High-Tech“-Perspektive mit Einblicken in aktuelle technologische Entwicklungen und Anwendungsfelder von KI. Ein Satz aus dem FachForum brachte dabei vieles auf den Punkt:

„Die Technologie soll dem Menschen dienen und nicht umgekehrt.“

Denn KI kann Prozesse beschleunigen, Routineaufgaben übernehmen und viele neue Möglichkeiten schaffen. Sie nimmt uns aber nicht die Entscheidung ab, wo ihr Einsatz überhaupt sinnvoll ist.

Wie konkret diese Frage im Berufsalltag bereits geworden ist, zeigte Dominic Harnisch in seinem Workshop „Werde ich durch KI ersetzt?“. Seine Beispiele machten deutlich: KI verändert Aufgaben und Berufsbilder. Nicht alles, was automatisiert werden kann, ist deshalb automatisch besser ohne Menschen.

Kommunikation ist und bleibt menschlich

Mit Mathias Bleier-Rox und Zullym Wirth gestalteten auch zwei DIU-Alumni das FachForum mit.

Mathias Bleier-Rox rückte die Bedeutung von Feedback ins Blickfeld. Gerade wenn Zusammenarbeit immer digitaler wird und Kommunikation zunehmend durch KI unterstützt werden kann, bleibt der direkte Austausch entscheidend: Was kommt beim Gegenüber tatsächlich an?

Zullym Wirth nahm die Kommunikation zwischen verschiedenen Generationen in den Blick. Unterschiedliche Erfahrungen, Erwartungen und Gewohnheiten führen schnell dazu, dass Menschen aneinander vorbeireden. Umso wichtiger ist es, Unterschiede zunächst zu verstehen, statt sie vorschnell zu bewerten.

Perfekt ist nicht automatisch menschlich

Auch die kleinen ungeplanten Momente des Nachmittags passten deshalb erstaunlich gut zum Thema: Technik, die kurz nicht mitspielte, eine Präsentation mit eigenem Willen oder der eine oder andere Versprecher.

In Zeiten, in denen KI vieles innerhalb von Sekunden auf Hochglanz polieren kann, erinnern solche Momente daran: Kommunikation funktioniert nicht, weil alles perfekt ist. Sie funktioniert, wenn Menschen zuhören, reagieren, Vertrauen aufbauen und auch Ecken und Kanten zeigen dürfen.

Genau darin lag für uns die Verbindung zwischen High Tech und High Touch.

Wir bedanken uns herzlich bei Mandy Auerswald, Mathias Bleier-Rox, Zullym Wirth und Dominic Harnisch sowie bei allen Gästen für die Impulse, Gespräche und Begegnungen an unserem Campus!

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