Ethik in der medizinischen Versorgung (M.A.)

Fach- und Entscheidungskompetenz in der Leitung, Organisation und der Schulung von Einrichtungen und Organisationen

Der wertvolle berufsbegleitende Masterstudiengang der Dresden International University (DIU) richtet sich an Ärzt:innen und Funktionsträger:innen im Gesundheitswesen. Im Studiengang integriert sind die theoretischen Lerninhalte für das K3-Trainer-Zertifikat der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM), welches auch solitär belegt werden kann.

Die Teilnehmenden vertiefen gemeinsam mit den Dozierenden philosophische, theologische, angewandt-ethische, pflegeethische und medizinethische Perspektiven. Sie widmen sich sowohl klinisch-ethischen Fragestellungen von Lebensanfang bis Lebensende einschließlich des rechtlichen Rahmens als auch der Organisationsethik mit der dazugehörenden Qualitätssicherung. Darüber hinaus sind Management und Personalführung mit einem Fokus auf die Ethik in der Versorgung Gegenstand des Studiengangs.

Als Schwerpunkte wurden Aspekte der Diversität und der digitalen Transformation im Gesundheitswesen aufgenommen, um den Blick auf die Anforderungen, die durch eine multikulturelle, global vernetzte, digitalisierte Gesellschaft entstanden sind, zu schärfen. Außerdem wird das Spannungsfeld von individueller klinisch-ethischer Perspektive auf der einen Seite und der Perspektive einer Public Health Ethics auf der anderen Seite Thema des Studienganges. 

Die Theorievermittlung wird dabei immer von einer Transferperspektive begleitet sein. Auch die Prüfungsformate werden entsprechend angewandt ausgerichtet sein.

Absolvent:innen des Studienganges können in Stabsstellen eingesetzt werden oder in der Konzeption und Führung einer Organisation wirken und hier für die ethische Ausrichtung, die Personalentwicklung und das entsprechende Qualitätsmanagement verantwortlich sein. Sie verfügen über einen umfänglichen Blick auf die zentralen Fragestellungen zur Ethik in der medizinischen Versorgung und Pflege und sind ausgebildet, um als Führungskraft Entwicklungsarbeit in Unternehmen und Organisationen zu leisten. Sie erarbeiten sich auch die Lerninhalte (Theorie) für das K3-Trainer:innen-Zertifikat der AEM als Voraussetzung, um Fortbildungen (K1, K2) anbieten zu können. 

Unser Studiengang richtet sich an:

  • Personen aus der medizinischen Versorgungspraxis (Ärzt:innen, Pflege, Therapieberufe) und solche die dazu beitragen (Seelsorge, Sozialarbeit, Management, Verwaltung).

Die Vorteile

Modulübersicht

Modul 1 - Grundlagen der Ethik im Gesundheitswesen (12 ECTS)

 Modulverantwortlich: Prof. Dr. Florian Steger

  • Grundlagen der Philosophie  

  • Grundlagen der Theologie  

  • Grundlagen der Medizinethik  

  • Angewandte Ethik  

  • Grundlagen der Ethik in den Pflege- und Therapieberufen  

  • Kolloquium zum Praxistransfer

Die Studierenden bekommen die philosophischen, ethischen und theologischen Grundlagen der Ethik im Gesundheitswesen vermittelt. Sie lernen die zentralen Ansätze kennen, reflektieren vor diesem Hintergrund ihre eigene Erfahrung in der Medizin, können die moralische Dimension des eigenen ärztlichen, pflegerischen, therapeutischen etc. Handelns erkennen und selbstständig einen bestimmten theoretischen Ansatz in der Praxis anwenden. 

Modul 2 - Informationsvermittlung u. Konfliktmanagement (6 ECTS)

Modulverantwortlich: Prof. Dr. Jörg Wendorff  
 

Informationsvermittlung             

  •     Erwachsenenbildung                
  •     Schulung und Lehre in Theorie und Praxis

Kommunikation   

  •     Gesprächsführung und Konfliktmanagement in Theorie und Praxis
  •     Fallsimulationen  
  •     Kritische Konfliktsituationen

Im Modul Informationsvermittlung und Konfliktmanagement lernen die Studierenden strukturiert Informationen zu präsentieren und zu vermitteln, sie erwerben Wissen über den sinnvollen Medieneinsatz und erarbeiten sich ein Portfolio an Lehr-Lernmethoden, und wenden das erlerne Wissen dadurch an, dass sie eine kurze Lehreinheit planen und mit professionellem Feedback durchführen. Darüber hinaus lernen die Studierenden Kommunikationsmodelle kennen, die sie auf Kommunikationsaufgaben im beruflichen Kontext übertragen können. Sie lernen wesentliche Ursachen für Konflikte kennen und lernen Strategien, an unterschiedlichen Stellen des Konfliktprozesses positiv zu intervenieren.

Modul 3 - Management, Personalführung, Organisationsethik (5 ECTS)

Modulverantwortlich: Dr. Bettina Hailer / Prof. Dr. Florian Steger

  • Management und Personalführung

  • Organisationsethik

Im Modul Management, Personalführung und Organisationsethik lernen die Studierenden theoretische Inhalte zu Management und Personalführung kennen und wenden diese dann in einer komplexen Führungssimulation aus der Krankenhausführungspraxis an. Die Studierenden bringen darüber hinaus selbst eigene ethische Konfliktsituationen bei Führung und Management ein, die in einer kollegialen Fallberatung analysiert und diskutiert werden. Darüber hinaus werden die Studierenden in die Grundlagen der Organisationsethik eingeführt und erarbeiten sich im Praxistransfer konkrete organisationsethische Herausforderungen, in dem sie gemeinsam ethische Handlungsleitlinien formulieren, Satzungen und Geschäftsordnungen ausarbeiten und Konzepte für die Kommunikation, Qualitätssicherung und Evaluation entwickeln. 

Modul 4 - Ethik und Recht in der Praxis (5 ECTS)

Modulverantwortlich: Dr. Sebastian T. Vogel / Prof. Dr. Florian Steger

Einführung in die medizinrechtlich relevanten Gebiete 

  • Strafrecht

  • Zivilrecht 

  • Sozialrecht 

  • Verwaltungsrecht 

Im Modul Ethik und Recht in der Praxis lernen die Studierenden das Recht als Wegweiser bei der konkreten Entscheidungsfindung in der medizinischen Versorgungspraxis kennen. Die Studierenden schärfen ihr Problembewusstsein und entwickeln Lösungskompetenzen für konkrete Entscheidungen in der medizinischen Versorgungspraxis. Es wird ein juristisches Urteilsvermögen in medizinrechtlich bestimmten Kontexten in der Praxis ausgebildet. 

 

 

Modul 5 - Klinische Ethik: Ethikberatung in der medizinischen Versorgung – spezielle Anwendungsfelder (7 ECTS)

Modulverantwortlich: Prof. Dr. Georg Marckmann / Prof. Dr. Florian Steger

Klinische Ethik: Modelle ethischer Fallberatung  

  • Ethische Fragen am Lebensanfang (präkonzeptionell bis nach der Geburt)  
  • Ethische Fragen am Lebensende
  • Pflegeethische Fragestellungen in der stationären Langzeitpflege und der hospizlichen Versorgung
  • Besondere ethische Herausforderungen in der Psychiatrie
  • Ethik im Gesundheitswesen
  • Public Health Ethik

Die Studierenden lernen im Modul Klinische Ethik: Ethikberatung in der medizinischen Versorgung – spezielle Anwendungsfelder klinisch-ethische Fragestellungen in der medizinischen Versorgung kennen. Sie lernen wissenschaftliche Methoden und spezifische wissenschaftliche Inhalte zu Fragen der Ethikberatung allgemein und dann angewandt auf spezielle Anwendungsfelder. Auch die mit der medizinischen Versorgung unmittelbar zusammenhängende Fragen der Public Health werden thematisiert. Sie lernen die zentralen Argumentationslinien der ethischen Debatten kennen und können diese auf die speziellen Felder in der medizinischen Versorgung anwenden.

Modul 6 - Digitalisierung im Gesundheitswesen (5 ECTS)

Modulverantwortlich: Dr. Georg Orzechowski / Prof. Dr. Florian Steger

  • Zentrale Fragen der Digitalisierung, Telemedizin, Künstlichen Intelligenz im Gesundheitswesen
  • Ethische Fragen der Anwendung von digitalen Systemen in medizinischer und pflegerischer Versorgung

Vertiefen werden die Studierenden ihre Kompetenzen im Modul Digitalisierung im Gesundheitswesen. Die Studierenden werden hier auf die großen Herausforderungen vorbereitet, sie sich in der medizinischen Versorgung durch diese Transformation des Gesundheitswesens ergeben. Sie lernen den regulatorischen Rahmen der Digitalisierung im Gesundheitswesen kennen, werden für die ethische Herausforderungen dieser digitalen Transformation sensibilisiert und entwickeln Fähigkeiten der ethischen Analyse dieser dynamischen Entwicklung.  

Modul 7 - Global Health und Diversität im Gesundheitswesen (5 ECTS)

Modulverantwortlich: Dr. Tobias Skuban-Eiseler / Prof. Dr. Florian Steger 

  • Global Health, Globalisierung und Gesundheitswesen
  • Diversität im Gesundheitswesen

Das Modul Global Health und Diversität im Gesundheitswesen eröffnet den Studierenden auch die Möglichkeit der Vertiefung ihrer Kompetenzen. Dabei soll den Studierenden ein Bewusstsein für die globalen Dimensionen der Gesundheitsversorgung sowie für verschiedene Dimensionen der Diversität im Gesundheitswesen vermittelt werden. Sie lernen die globalen Gesundheitsherausforderungen und die der Diversität im Gesundheitswesen zu beschreiben und die ethischen Herausforderungen zu erkennen sowie zu analysieren.  

Modul 8 - Masterarbeit mit Kolloquium (15 ECTS)

Modulverantwortung: Prof. Dr. Florian Steger

Im letzten Semester des Studiengangs wird die Masterarbeit angefertigt. Mit Abschluss weisen die Studierenden nach, dass sie  in der Lage sind, innerhalb einer vorgegebenen Frist eine Fragestellung aus der Ethik in der medizinischen Versorgung selbständig und unter Anwendung der guten wissenschaftlich Praxis zu bearbeiten sowie sprachlich korrekt darzustellen, zu präsentieren und verteidigen zu können. 

Scientific Director

Prof. Dr. Steger sitzt an einem Tisch in der Bibliothek und schaut in die Kamera.

Univ.-Prof. Dr. Florian Steger

Seit 2016 Professor und Institutsleiter für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Universität Ulm. Zuvor hatte er eine vergleichbare Position an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Außerdem ist Prof. Dr. Florian Steger Vorsitzender der Ethikkommission der Universität Ulm und Mitglied des Senats. Darüber hinaus hat er internationale Gastprofessuren wahrgenommen und ist Mitglied mehrerer renommierter Akademien.

Zulassungsvoraussetzungen

  • Folgende Qualifikationen sind für den Masterstudiengang nötig:
  • - ein abgeschlossenes, im Herkunftsland anerkanntes Hochschulstudium (gleichwertig zu 240 ECTS)
  • - Zertifikat K1 der Akademie für Ethik in der Medizin und
  • - mind. einjährige einschlägige Berufserfahrung

Zulassungsvoraussetzungen

Folgende Qualifikationen sind für den Masterstudiengang nötig:

  • ein abgeschlossenes, im Herkunftsland anerkanntes Hochschulstudium (gleichwertig zu 240 ECTS)
  • Zertifikat K1 der Akademie für Ethik in der Medizin und
  • mind. einjährige einschlägige Berufserfahrung

Die Auswahl der Bewerber erfolgt in der Regel als formale Einzelfallprüfung anhand der Zugangsvoraussetzung gem. §3 Abs. 2 der Prüfungsordnung. Im Bedarfsfall kann zusätzlich ein Zulassungsgespräch durch die Wissenschaftliche Leitung des Masterstudiengangs durchgeführt werden.

Bei fehlender Hochschulzugangsberechtigung kann eine Hochschulzugangsprüfung in Erwägung gezogen werden.

Allgemeine Zulassungsvoraussetzungen zum Studium an der DIU

Bewerbung

Einzusendende Unterlagen sind:

  • Motivationsschreiben (max. 1 DINA4)
  • Lebenslauf
  • Hochschulzugangszeugnis
  • Nachweis über ein vorangegangenes Studium
  • Zertifikat:

Verwenden Sie gerne unser Bewerbungsformular.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung und sind bei Fragen gerne für Sie erreichbar.

Kompakt

Abschluss

Master of Science (M.Sc.)

Studienort 

Online, Dresden

Studienstart

Auf Anfrage: 
studyadvisory@di-uni.de

Studiendauer

4 Semester 

 

ECTS-Punkte

60 ECTS

Studienart

berufsbegleitend 

Studiengebühr

648 € pro Monat 

INFORMATIONEN ANFRAFEN

Dieser Studiengang ist akkreditiert

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Ihre Ansprechpartnerin

DIU WhatsApp Beratung:

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Weitere Informationen unter Whats App Studienberatung.

Die Lernveranstaltungen finden zum größten Teil online statt. Lernmaterialien werden den Studierenden zur Verfügung gestellt, um auch asynchrones selbstorganisiertes Lernen zu ermöglichen.

Lernfreie Phasen in der Sommer- und Weihnachtszeit.  

Im Dozierendenteam des Studiengangs sind sowohl hochkarätige Wissenschaftler:innen als auch erfahrene Praktiker:innen vertreten. So werden fundierte Informationen aus der Wissenschaft und Forschung vermittelt.

 

Der Interdisziplinärer Studiengang mit Teilnehmenden und Dozierenden unterschiedlicher Fachrichtungen ermöglichen den Blick über den Tellerrand und Austausch in kleinen Gruppen.