Management Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (M.Sc.)
Arbeitsschutz 4.0
Trends wie Digitalisierung, Globalisierung, demografischer Wandel und eine zunehmende Flexibilisierung stellen die Arbeitswelt vor große Herausforderungen. Das klassische Beschäftigungsverhältnis scheint sich immer mehr aufzulösen. Neue Arbeitsformen, technologische Entwicklungen der Industrie 4.0 sowie die zunehmende Vernetzung bestimmen die Arbeitswelt. Diese weitreichenden Veränderungen bergen Chancen und Risiken für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und stellen das soziale Sicherungssystem auf die Probe.
TeilnehmerInnen des Masterstudiengangs "Management Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" erwerben spezialisiertes Wissen auf dem Gebiet der Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Sie verfügen insbesondere über umfassende Kenntnisse über den Zusammenhang zwischen technischen und sozialen Arbeitsbedingungen, Unfall- und Gesundheitsrisiken und deren wirtschaftlichen Auswirkungen. Sie kennen den Stand der Technik, der Organisations- und Führungslehre und der nationalen und internationalen rechtlichen Standards. Sie besitzen Kenntnisse zu Forschungsmethoden, zu den Methoden der Personalführung und zur Organisationsentwicklung.
Die Absolventinnen und Absolventen sind in der Lage, komplexe und dynamische Arbeits- und Lernkontexte zu analysieren, zu gestalten und dabei Führungsverantwortung zu übernehmen. Sie tragen unter den Bedingungen neuer strategischer Ansätze Verantwortung für den Ausbau fachlicher Expertise, die Weiterentwicklung beruflicher Praxis sowie die Bewertung der strategischen Leistung ihrer Teams. Darüber hinaus können sie innovative Präventionsstrategien entwickeln, die den Arbeitsschutz als wichtigen Erfolgsfaktor im Unternehmen verankern. Mit ihren Kompetenzen in der Leitung großer, auch internationaler Teams fördern sie Motivation, Zusammenarbeit und die Erreichung der Unternehmens- und Organisationsziele.
Zielgruppe
Der Studiengang richtet sich schwerpunktmäßig an den Führungsnachwuchs
- der Verwaltung im Arbeits- und Gesundheitsschutz, die ihre Kompetenzen erweitern wollen.
- der gesetzlichen Unfallversicherung
- der Wirtschaft.
Die Vorteile
Modulübersicht
Modul 1 Organisation und Recht der Prävention (6 ECTS)
- Arbeitswissenschaftliche Grundlagen
- Rechtliche Grundlagen und weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen
- Systematische Sicherheit
- Nationale und internationale Rechtsgrundlagen zur Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
- Normenbezogene Tätigkeiten der International Labour Organisation (ILO) im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
- Normenbezogene Tätigkeiten der United Nations (UN) mit Bezug zur Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und Selbstverpflichtungen von Unternehmen
- Führung und Verantwortung für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
- Verkehrssicherheit
- Staatlicher Arbeitsschutz
Modul 2 Gesundheit und Vorsorge (5 ECTS)
- Grundlagen der medizinischen Versorgung im Betrieb
- Grundlagen der Arbeitsphysiologie und der arbeitsbedingten Erkrankungen
- Gesundheitsmanagement im Betrieb
Modul 3 Psychologie der Arbeit und Gesundheit (5 ECTS)
- Arbeitspsychologie
- Organisationspsychologie
- Wirtschaftspsychologie
- Gesundheitspsychologie
- Psychologische Aspekte und Maßnahmen/Interventionen
- Psychopathologische Fragen
Modul 4 Arbeitsgestaltung und -organisation (6 ECTS)
- Arbeitsorganisation
- Arbeitswirtschaft
- Arbeitsumgebungsgestaltung
- Projektmanagement
Modul 5 Führungsstrategien und Managementsysteme (6 ECTS)
- Personal- und Organisationsentwicklung
- Mitarbeiterführung
- Change Management
- Betriebliches Gesundheitsmanagement
- Innovationsmanagement
Modul 6 Ergonomie und Produktsicherheit (6 ECTS)
- anthropometrisch-ergonomische Gestaltung
- Physische Belastungen
- Betrachtung wesentlicher physischer Einzelbelastungen
- Ergonomiebewertungen – Einflussfaktoren u. Prozessbezug und digitale Ergonomiewerkzeuge
Modul 7 Wirtschaftlichkeit und Evaluation (5 ECTS)
- Grundlagen der Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz kennen
- Befähigt werden, ein Verständnis zu Rahmenbedingungen in Projekten und Linienaufgaben von Unternehmen zu erwerben
- Wirksamkeit von Maßnahmen im Arbeitsschutz mit Evaluationsmethoden ermitteln können
Modul 8 Forschung, Bildung und Kommunikation, Fachenglisch (6 ECTS)
- Spezielle Forschungsmethoden für Projekte im Themenbereich Sicherheit und Gesundheit kennenlernen
- Forschungsergebnisse interpretieren, bewerten und für die eigene Arbeit nutzen können
- Erwachsenenbildung und Bildungsplanung im Sinne der Personalentwicklung beurteilen und organisieren können
- Qualifizierungsziele im Arbeitsschutzprojekte kennen und planen können
- Englischen Fachwortschatz und interkulturelle Kompetenz erwerben
- Lese- und Hörstrategien unter Einbeziehung von authentischen, fachbezogenen Texten entwickeln und verfestigen
- Notwendige grammatische Strukturen vertiefen
Masterarbeit (15 ECTS)
- Thesis
- Kolloqium
Übersicht bisheriger Masterarbeiten
Scientific Director
Prof. Dr. Martin Schmauder
TU Dresden
Dozierende (Auszug)
- Björn Ahrendt, BGHW
- Dipl.-Ing. Dirk Benken – BG Bau
- Dipl.‐Ing. Leonhard Blümcke, BG Nahrungsmittel und Gastgewerbe, GB Prävention Sicherheit
- Prof. Dr. Katharina Bühn, Berufsakademie Sachsen / Staatliche Studienakademie Bautzen
- Dr. Kersten Bux, BAuA
- Dr. Marlen Cosmar, IAG der DGUV Dresden
- Prof. Dr. Oliver Crönertz, HTWK Leipzig
- Niels Dähne, HTW Dresden
- Dr.-Ing. Volker Didier, Sicherheitsingenieur, Dresden
- Uwe Dünkel – selbstständiger Sicherheitsingenieur / Safety Engineer
- Prof. Dr. Monika Eigenstetter – Hochschule Niederrhein
- Dr. Dietmar Elsler – European Agency for Safety and Health at Work
- Dr. Peter Fabritius, ametes GmbH - Gesellschaft für Arbeitsmedizin und technische Sicherheit
- Dr.-Ing. Thomas Finsterbusch, MTM-Institut Zeuthen
- Dipl.-Ing. Thorsten Foltis, Deutsche Lufthansa AG
- Dipl.-Psych. Dirk Frömmer – selbstständiger Dipl.-Psychologe
- Dr. Julia Grass – TU Chemnitz
- Franziska Grellert, IAG der DGUV Dresden
- Dipl.-Ing. Daniel Gröllich – TU Dresden
- Prof. Dr. Volker Harth, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Facharzt für Arbeitsmedizin
- Dr. Jörg Hedtman, BG Verkehr
- Dr. Xaver Heinicke, TU Dresden
- Dr. Sven-Eric Heinz, Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)
- Dr. Vicky Hermet-Schleicher, Inhaberin Dr. Hermet & Partner
- Dipl.-Ing. Ökon. Simone Hübsch, REFA Sachsen e.V.
- Prof. Dr. Frank Jacobi, Psychologische Hochschule Berlin
- Prof. Dr. Frauke Jahn, IAG der DGUV Dresden
- Hanka Jarisch – BGW
- Prof. Dr. Nina Kahnwald, DGUV Hochschule
- Dr. Christiane Kamusella, TU Dresden
- Dr. med. Peter Kegel, Institut für Lehrergesundheit am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin
- Dipl.-Ing. Marlies Kittelmann, BAuA
- Dr. Maria Klotz, IAG der DGUV Dresden
- Prof. Dr. Thomas Köhler, TU Dresden
- Dr. Thomas Kohstall, IAG der DGUV Dresden
- Michael Kretschmer – Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz
- Prof. Dr. Joachim Kugler, TU Dresden
- Dr. Torsten Kunz, Unfallkasse (UK) Hessen
- Thoma Meiren, Fraunhofer IAO
- Prof. Dr. Torsten Merkel, Westsächsische Hochschule Zwickau
- Dr. Marlen Rahnfeld – IAG
- Prof. Dr. Razinskas - TU Dresden
- Prof. Dr. habil. Oliver Riedel, Fachhochschule Dortmund
- Steffen Röddecke, Verein Deutscher Gewerbeaufsichtsbeamter e.V. (VDGAB)
- Dipl.-Ing. Falk Rosenlöcher - DEKRA Automobil GmbH
- Prof. Dr. Peter Rudolph, Hochschule Magdeburg-Stendal
- Dipl.-Psych. Rinat Saifoulline, HTW Dresden
- Dr. Jens Schade, TU Dresden
- Prof. Dr. Martin Schmauder, TU Dresden
- Prof. Dr. Thorsten Schmidt, TU Dresden
- RA Stephan Schreiber, Rischbieter Meyer, Schreiber Rechtsanwälte
- Jan Seeger, Semperoper Dresden
- Prof. Dr. Andreas Seidler, TU Dresden
- Dr. Sarah Siefen - Geschäftsleitung BGM neo
- Dr. Michael Thierbach, Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN)
- Dr. Daniela Tieves-Sander, IG Metall
- Bernd Treichel - International Social Security Association
- Prof. Dr. Leon Urbas, TU Dresden
- Prof. Dr. Claudia Voelcker-Rehage, WWU Münster
- Prof. Dr. Rüdiger von der Weth, HTW Dresden
- Prof. Dr. Peter Wald, HTWK Leipzig
- Dr. Jürgen Wiegand, IAG der DGUV Dresden
- Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jörg Wylegalla, Unternehmensberater
- Felix Zelt, BGHW
Zulassungsvoraussetzungen
- berufsqualifizierender Fachhochschul- oder Hochschulabschluss im Rahmen eines in der Regel vierjährigen Studiums in der Bundesrepublik Deutschland (gleichwertig zu 240 Leistungspunkten), vorzugsweise auf dem Gebiet der Natur- und Ingenieurwissenschaften
- mindestens einjährige Berufspraxis mit Bezug zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
- für Bewerber:innen mit einem Bachelorabschluss im Umfang von 210 ECTS ist eine Zulassung ebenfalls möglich; fehlende Leistungspunkte können durch Brückenkurse erworben werden (zusätzliche Gebühren bitte bei Study Advisory studyadvisory@di-uni.de erfragen)
- eine im Arbeitsschutz anerkannte Qualifizierung, z. B. SIFA- oder AP-Ausbildung
- verbindlich ist das Formular zur Zulassung; dort sind die konkreten Anforderungen aufgeführt
Kompakt
Abschluss:
Master of Science (M.Sc.)
Studienort:
Dresden (DGUV Akademie und DIU) sowie online
Studienstart:
01. Oktober 2026
Studiendauer:
4 Semester
Studientage:
Präsenzphasen (1x Monat von Mittwoch bis Samstag)
ECTS-Punkte:
60 -90 Punkte* (siehe Zulassungsvoraussetzungen)
Studienart:
berufsbegleitend
Studiengebühr:
729 € pro Monat (exkl. 500 € Abschlussarbeitsgebühr & eventueller Zusatzmodule)
Kooperationspartner

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Weitere Informationen unter Whats App Studienberatung.
Flexibles Lernen
Die Lernveranstaltungen finden zum größten Teil in Präsenz und teilweise auch Online statt. Lernmaterialien werden den Studierenden zur Verfügung gestellt, um auch asynchrones selbstorganisiertes Lernen zu ermöglichen.
Lernfreie Phasen in der Sommer- und Weihnachtszeit.
Fundiertes Expertenwissen
Im Dozierendenteam des Studiengangs sind sowohl hochkarätige Wissenschaftler:innen als auch erfahrene Praktiker:innen vertreten. So werden fundierte Informationen aus der Wissenschaft und Forschung mit hohem Praxisbezug gelehrt. Zudem stehen viele Dozierende auch über das Studium hinaus für einen Austausch zur Verfügung.
Umfangreicher Austausch
Das Studium in kleinen Gruppen mit Teilnehmenden aus unterschiedlichen Bereichen des Arbeitsschutzes ermöglicht den Aufbau von diversen Lerngruppen und karriereförderlichen Netzwerken in lockerer Atmosphäre.
Profitieren Sie davon!







