Als Bereichsdezernentin Medizin gestaltet Prof. Dr. Jessica Barlinn heute die Geschicke der Medizinischen Fakultät an der TU Dresden entscheidend mit. Zuvor sammelte die promovierte Medizinerin fast 18 Jahre lang tiefgreifende klinische und strategische Erfahrung am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus – zunächst als Oberärztin in der Neurologie, später als Medizinische Referentin des Vorstands. Um ihre ärztliche Expertise mit exzellenter Methodik zu verzahnen, absolvierte sie den Masterstudiengang Clinical Research (M.Sc.) an der DIU. Dieses Wissen bildete nicht nur das Fundament für ihre Habilitation und heutige Führungsrolle, sondern prägt auch ihr starkes fachliches Engagement: Als Expertin in der telemedizinischen Schlaganfallversorgung sowie durch ihre langjährige Arbeit in der Ethikkommission der TU Dresden schlägt sie erfolgreich die Brücke zwischen Patientenversorgung, Forschung und modernem Wissenschaftsmanagement.
DIU Alumna Prof. Dr. med. Jessica Barlinn im Interview:
1. Wenn Sie auf Ihre Studienzeit an der DIU zurückblicken: Welcher Moment, welche Person, welches Lehrthema oder welche Veranstaltung fällt Ihnen spontan als erstes ein und hat Sie besonders geprägt?
Ich war bereits in einer sehr frühen Phase des Programms nämlich in der ersten Kohorte dabei, was rückblickend sehr prägend war. Besonders begeistert hat mich der Statistikunterricht, weil dieser sehr praxisnah vermittelt wurde und dadurch unmittelbar anwendbar war. Darüber hinaus wurden auch Soft Skills wie das Gestalten und Halten wissenschaftlicher Präsentationen vermittelt, Kompetenzen, die mich bis heute begleiten.
Als ich mit dem Medizinstudium begonnen habe, standen wissenschaftliches Arbeiten und methodische Kompetenzen noch deutlich weniger im Fokus als heute. Gerade deshalb war das Studium an der DIU für mich eine wichtige Ergänzung und ein entscheidender Impulsgeber für meinen weiteren wissenschaftlichen Weg.
2. Vom Hörsaal in die Praxis: Wo sind Sie heute beruflich tätig und welche Methode oder Erkenntnis aus dem Studium hilft Ihnen bei Ihren aktuellen Aufgaben am meisten?
Heute bin ich Bereichsdezernentin an der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden und zugleich weiterhin wissenschaftlich tätig. Rückblickend hat mich das Studium in mehrfacher Hinsicht geprägt. Zum einen natürlich methodisch und wissenschaftlich, was eine wichtige Grundlage für meine spätere Habilitation und meine wissenschaftliche Arbeit war. Zum anderen profitiere ich heute insbesondere von den Management- und Organisationsaspekten des Studiengangs, die für meine derzeitige administrative Leitungsfunktion sehr wertvoll sind. Darüber hinaus hat mir das Studium vermittelt, wissenschaftliche Fragestellungen strukturiert zu analysieren und komplexe Themen verständlich aufzubereiten, das sind Fähigkeiten, die sowohl in Forschung als auch in der Führung essenziell sind.
3. Wenn eine gute Freundin oder ein Kollege überlegt, ob sich das Studium an der DIU lohnt: Was würden Sie ihr/ihm aus Ihrer ganz persönlichen Erfahrung als den größten und wertvollsten "Gewinn" aus dem Studium/der Studienzeit nennen?
Der größte Gewinn war für mich sicherlich die Verbindung aus wissenschaftlicher Methodik, praktischer Anwendbarkeit und persönlicher Weiterentwicklung. Das Studium hat mir Kompetenzen vermittelt, die weit über den klinischen Alltag hinausgehen. Besonders wertvoll war für mich, das Verständnis für evidenzbasiertes Arbeiten und wissenschaftliches Denken weiter zu entwickeln. Gleichzeitig habe ich auch persönlich davon profitiert, etwa im Bereich Präsentation, Kommunikation und strategisches Denken. Beides hat meinen weiteren beruflichen Weg entscheidend bereichert.
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