Dr. med. Hernán G. Inojosa C. M.Sc. 2025 Multiple Sklerose Management | DIU Alumni Bericht

04. Dezember 2025

Von der Wissensqualität bis zur regulatorischen Hürde – lesen Sie im Interview, wie künstliche Intelligenz die Entscheidungsfindung unterstützen kann.

Dr. med. Hernán G. Inojosa C. studierte Medizin an der Universidad Central de Venezuela und arbeitete zunächst als Arzt in Caracas.
2018 kam er nach Dresden, wo er am Multiple Sclerosis Center des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus forscht und seit 2020 als Assistenzarzt in der Neurologie tätig ist. Parallel absolvierte er ein Masterstudium in Multiple Sklerose Management (M.Sc.) an der Dresden International University. Sein Schwerpunkt liegt auf innovativen Ansätzen zur Diagnose und Therapie von Multipler Sklerose.


DIU Alumni Dr. med. Hernán G. Inojosa C. im Interview:

Wenn Sie auf Ihre Studienzeit an der DIU zurückblicken: Welcher Moment, welche Person, welches Lehrthema oder welche Veranstaltung fällt Ihnen spontan als erstes ein und hat Sie besonders geprägt?

Besonders geprägt haben mich die zahlreichen Präsenzwochenenden: vom ECTRIMS-Kongress in Mailand über das Hands-On-Pathologie-Wochenende in Göttingen bis hin zu den Einblicken in die Reha-Klinik Bad Wildbad. Diese Mischung aus Praxisnähe und Austausch war für mich ein echtes Highlight.

Gibt es ein Thema, eine Methode oder eine besondere Erkenntnis aus dem Studium, die Ihren beruflichen Blickwinkel bis heute nachhaltig verändert hat bzw. die Sie bis heute anwenden?

Besonders nachhaltig war für mich die systematisierte Erfassung der symptomatischen Therapiemöglichkeiten. Diese nutze ich bis heute regelmäßig in meiner klinischen Arbeit.

Wenn eine gute Freundin oder ein Kollege überlegt, ob sich das Studium an der DIU lohnt: Was würden Sie ihr/ihm aus Ihrer ganz persönlichen Erfahrung als den größten und wertvollsten „Gewinn“ aus dem Studium/der Studienzeit nennen?

Am wertvollsten war für mich der menschliche Kontakt: Kolleginnen und Kollegen aus ganz unterschiedlichen Kontexten kennenzulernen, sich auszutauschen und gemeinsam zu lernen. Ebenso bereichernd war die Vielfalt der Dozenten aus verschiedenen Zentren in Europa.

Worum geht es in Ihrer Masterarbeit: „Optimierung von KI-basierten Sprachmodellen für die Multiple Sklerose von der Entscheidungsfindung bis zu regulatorischen Aspekten“?

In meiner Masterarbeit habe ich untersucht, wie große Sprachmodelle für komplexe klinische Entscheidungen in der Multiple Sklerose optimiert werden können, von der Wissensqualität bis zu regulatorischen Anforderungen. Ein zentrales Ergebnis war, dass regulatorische Anforderungen (von Transparenz bis Risikoabwägung) entscheidend dafür sein können, ob KI-Modelle in der Lehre und im klinischen Alltag sicher einsetzbar sind. Meine Arbeit hat Hinweise dafür gezeigt, dass spezialisierte Modelle diese Anforderungen besser erfüllen können als allgemeine Systeme.

Copyright M. Kretschmar