Jens-Uwe Füldner M.A. 2018 in Medizinrecht | DIU Alumni Bericht

18. August 2025

Vom Betriebswirt zum Medizinrecht-Experten: Wie die DIU-Gemeinschaft den Horizont im Gesundheitswesen weitete. Lesen Sie im Interview, warum Jens-Uwe Füldner die Heterogenität einer Gruppe als extrem fruchtbare Bereicherung des eigenen Wissens empfiehlt und wie das tragfähige berufliche Netzwerk der DIU ihm half, seine praktischen Erfahrungen im Krankenhausmanagement zu erweitern.

 

Jens-Uwe Füldner ist ein deutscher Experte für Medizincontrolling und Klinikmanagement mit über 20 Jahren Berufserfahrung im Gesundheitswesen. Derzeit ist er im Interims-Klinikmanagement im Krankenhausverbund der Barmherzigen Brüdern Regensburg tätig, wo er für die Steuerung und Optimierung medizinischer Prozesse verantwortlich ist.

Seine fachlichen Schwerpunkte liegen im Vergütungsrecht, Medizinrecht sowie im operativen und strategischen Medizincontrolling. Zuvor hatte er leitende Funktionen inne, u. a. als Leiter Controlling bei der Kreiskrankenhaus Greiz GmbH, als Regionalleiter Medizincontrolling bei der Rhön Klinikum AG, als Leiter Medizinmanagement bei den SRH Kliniken sowie als Regional-Medizincontroller bei den KMG Kliniken SE.

Jens-Uwe Füldner ist zudem Vorsitzender des Regionalverbands Mitteldeutschland der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling e. V. (DGfM). In dieser Funktion engagiert er sich für den fachlichen Austausch und die Weiterentwicklung der Branche. Sein Ziel ist es, durch fundierte Analysen und praxisnahe Steuerungskonzepte die Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen nachhaltig zu verbessern.

Statement:

"Für mich war das Studium an der DIU nicht nur das Erlangen eines akademischen Grades, sondern vielmehr prägend für meine weitere berufliche Laufbahn. Das lag dabei nicht nur am vermittelten wissenschaftlichen Inhalt, sondern vielmehr am prägenden Einfluss der DIU-Gemeinschaft bei der Lösung komplexer Fragestellungen im Gesundheitswesen."

DIU Alumni Jens-Uwe Füldner im Interview:

Was haben Sie an der DIU studiert und wann haben Sie Ihren Abschluss gemacht? Was hat Sie damals zu diesem Studium motiviert?

Antwort: Medizinrecht (Master), Abschluss 2008, Die Hauptmotivation für dieses Studium bestand zum damaligen Zeitpunkt u.a. in der Möglichkeit, als Nichtjurist einen juristischen Masterabschluss zu erreichen und in das noch junge Feld des Medizinrechts in allen Facetten Einblick zu erhalten.

Welche (drei) Wünsche oder Erwartungen hatten Sie an Ihr Studium – und was hat Sie rückblickend vielleicht sogar positiv überrascht?

Antwort: Ich bin zu Beginn des Studiums relativ unbedarft als Nichtjurist gestartet, war aber getragen vom festen Willen, einen Bereich für mich zugänglich zu machen, der in meiner praktischen Erfahrung im Krankenhausmanagement absolut unterrepräsentiert war (und z.T. noch heute ist). Positiv überrascht hat mich die Professionalität des DIU-Teams, die ausgeprägte Hilfsbereitschaft aller Lehrenden und das gebotene Know-how.

Gibt es eine Erfahrung oder ein Thema aus Ihrem Studium, das Sie bis heute prägt? Etwas, das Sie immer wieder anwenden oder das Ihren beruflichen Weg besonders beeinflusst hat?

Antwort: Für mich als Gesundheitsökonom und somit Betriebswirt war vor allem die juristisch-wissenschaftliche Arbeit bis heute prägend. Insbesondere die analytische Herangehensweise an komplexe Fragestellungen mit medico-legaler Perspektive beeinflusst meine Arbeit bis stark.

Inwiefern spielen die Kontakte aus Ihrer Studienzeit heute noch eine Rolle – beruflich oder persönlich? Gibt es eine Begegnung oder ein Netzwerk, das für Sie besonders wertvoll war?

Antwort: "Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ (Wilhelm von Humboldt) Besser kann man die DIU nicht beschreiben. Aus meinem Studium sind sowohl sehr enge persönliche Beziehungen als auch ein tragfähiges berufliches Netzwerk entstanden.

Welche Fähigkeiten, Haltungen oder Kompetenzen – sogenannte „Future Skills“ – würden Sie heutigen Studierenden mit auf den Weg geben? Was hat sich für Sie in der Praxis als besonders hilfreich erwiesen?

Antwort: Heterogenität einer Gruppe ist kein Hindernis, sondern eine extrem fruchtbare Bereicherung des eigenen Wissens. Lasst es zu, dass sich Euer Horizont weitet...