Gesetzliche Krankenversicherung, ärztliche Abrechnung & Versorgungsstrukturen
Rechtliche Beziehungen zwischen Patient:innen, Ärzt:innen, Kassenärztlicher Vereinigung und gesetzlicher Krankenversicherung
Dieses Kursmodul vermittelt ein fundiertes Verständnis des komplexen Zusammenspiels zwischen Patient:innen, Ärzt:innen, gesetzlicher Krankenversicherung und Kassenärztlicher Vereinigung im deutschen Gesundheitssystem. Im Mittelpunkt stehen die systemimmanenten Besonderheiten des Gesundheitswesens, insbesondere die Strukturen und Funktionsweisen des Kollektivvertragssystems.
Teilnehmende lernen die sozialversicherungsrechtlichen Behandlungsgrundsätze und deren Auswirkungen kennen, insbesondere im Verhältnis zum medizinischen Standard. Darüber hinaus behandelt der Kurs die Honorierung ärztlicher Leistungen im ambulanten und stationären Bereich sowie die rechtlichen Anforderungen an Abrechnung und Wirtschaftlichkeit. Ergänzend werden prozessuale Besonderheiten des sozialgerichtlichen Verfahrens vermittelt.
Der Kurs ist einzeln buchbar und richtet sich an Mediziner:innen, Jurist:innen sowie Fach- und Führungskräfte im Gesundheitswesen, die ihre Kenntnisse im Bereich gesetzliche Krankenversicherung und ärztliche Abrechnung gezielt vertiefen möchten.
Inhalte:
- Überblick System der GKV, inklusive Pflegeversicherung
- Zulassungsrecht, inkl. vertragsrechtliche Besonderheiten
- Honorierung ambulanter und stationärer Leistungen
- Kollektiv- & Selektivvertragsrecht
- Krankenhausentgeltabrechnung
- Besonderheiten im Sozialgerichtsverfahren
- Abrechnungsprüfung und Wirtschaftlichkeitsprüfung
Qualifikationen:
Nach Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage
- das System der gesetzlichen Krankenversicherung und die Prinzipien der Leistungserbringung zu verstehen
- die verschiedenen Zulassungsformen der vertragsärztlichen Versorgung einzuordnen
- die Honorierung ärztlicher Leistungen korrekt einzuordnen
- sozialversicherungsrechtliche Behandlungsgrundsätze in Bezug auf den medizinischen Standard zu berücksichtigen
- verschiedene Versorgungsformen (MVZ, integrierte Versorgung, hausarztzentrierte Versorgung, ambulante spezialfachärztliche Versorgung) zu kennen
- Grundlagen der Abrechnungs- und Wirtschaftlichkeitsprüfung zu beherrschen
- die Grundsätze des sozialgerichtlichen Verfahrens anzuwenden.
Lehr- und Lernformen:
Der Kurs verbindet digitale, synchron und asynchron gestaltete Lehrformate mit interaktiven Blockseminaren, in denen Diskussionen, Präsentationen und Teamarbeit im Mittelpunkt stehen.
Weiteres:
Voraussetzung:
- geeigneter beruflicher oder fachlicher Hintergrund
- grundsätzlich kann ein Kurs ohne Zulassungsvoraussetzungen für den Masterstudiengang absolviert werden
Mit der Anfrage auf Kursteilnahme bitten wir Sie, uns Ihren Bildungsweg sowie Ihren beruflichen Hintergrund einmal zu schildern. Abhängig davon laden wir Sie zu einem Beratungsgesprächstermin ein oder Sie erhalten bei direktem Zustieg einen Modulvertrag von uns zugesendet.
Rahmenbedingungen:
- ECTS: 6 (nach bestandener Prüfung)
- Gesamtarbeitsaufwand: ca. 180 Stunden
- Prüfungsleistung: Klausur
Teilnehmende können ein Zertifikat über die Kursteilnahme erhalten; für die Vergabe der 6 ECTS ist jedoch die erfolgreiche Ablegung der 150-minütigen Prüfungsleistung erforderlich.
Dauer:
- 1 Semester
- Modul wird in der Regel einmal jährlich angeboten
Kompakt
Abschluss:
Teilnehmerzertifikat /
ECTS-Zertifikat nach
erfolgreicher PrüfungZeitraum:
27.04.26 - 06.07.26
Dauer: 1 Semester
Prüfung:
31.07.26
(Klausur, Präsenz)ECTS-Punkte:
6
Kursort:
Präsenz + Online
Kursart:
berufsbegleitend
Kursgebühr:
2.290 Euro
(umsatzsteuerbefreit)
Modulverantwortlicher:
Dipl.-Jur. Frank Raisch
General Counsel der MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG, Rechtsanwalt