6 Fragen an Prof. Frindte

1. Was würden Sie studieren, wenn Sie heute noch einmal wählen könnten?
Psychologie und im Nebenfach Philosophie.
2. Was wäre Thema Ihrer wissenschaftlichen Arbeit?
Vom Mythos zum Logos und das Prinzip Hoffnung.
3. Unser nächstes Ziel ist der Mars. Was sollte Ihrer Meinung nach noch geklärt werden, bis wir uns dahin auf den Weg machen können?
Die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich müsste aufgehoben, soziale Gerechtigkeit verwirklicht und der menschengemachte Klimawandel gestoppt werden. Mit anderen Worten: Wir haben auf unserer kleinen Erde noch genug zu tun.
4. Auf welche App können Sie in ihrem Alltag nicht verzichten?
Es gibt ca. 1,8 Millionen Apps weltweit. Haben die die Welt friedlicher gemacht?
5. Was würden Sie gerne erfinden? / Was hätten Sie gerne erfunden?
Wenn ich mich recht erinnere, träumte Ludwig Wittgenstein, der große Philosoph, von einem Schreibgerät, mit dem man seine Gedanken gleich aufs Papier oder in seinen Computer übertragen könnte. Das wäre schön und würde es mir erleichtern, nach meinen Worten zu suchen.
6. Welche Superheldenfähigkeit hätten Sie gern und warum?
Solche Fähigkeiten brauche ich nicht, außer eben besagtes Schreibgerät. Es gibt ja im modernen Transhumanismus, namentlich bei den Google-Vordenkerinnen und –Vordenker die Utopie von der grenzenlosen Selbstoptimierung. Das ist gut und schön, heute noch nicht ganz machbar, reicht aber auch nicht für eine bessere Gesellschaft, in der alle Gesellschaftsmitglieder nach ihren Fähigkeiten produzieren, nach ihren Bedürfnissen konsumieren und sich auf eine allgemeine Solidarität verlassen können, um Ernst Bloch zu zitieren (Bloch, 1961).