Dentalhygiene (B.Sc.)

Interprofessionelle Therapiekonzepte in der Zahnmedizin

Liebe Studierende,

wir freuen uns sehr, Ihnen voraussichtlich ab Oktober 2021 einen neuen Studiengang anbieten zu können - Dentalhygiene.
Dieser Studiengang befindet sich aktuell noch in der Akkreditierungsphase.

Kurzprofil des Studienganges

Das globale Ziel des Bachelorstudiengangs ist es, die Studierenden – interprofessionell ausgebildet auf solidem medizinischen Fundament – mit dem notwendigen biologischen Grundlagenwissen, den praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten und der kommunikativen Kompetenz auszustatten, um komplexe Aufgaben der zahnmedizinischen Befunderhebung, Prävention, Therapie und Nachsorge im Rahmen delegierbarer Leistungen in der Betreuung von Gesunden und Patienten mit Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten zu übernehmen. Dies schließt die Befähigung ein, über Aufbau und Leitung von Präventionsbereichen den Zahnarzt im Rahmen des Zahnheilkundegesetzes zu entlasten und ihn zu unterstützen, den veränderten Praxisanforderungen aufgrund des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels gerecht zu werden.

Hierzu erlangen sie grundlegende Kenntnisse der mittlerweile zweifelsfrei belegten Komplexität parodontaler und Kariesfolgeerkrankungen (Fehlernährung, Stress, Tabakkonsum und andere den Status der allgemeinen Gesundheit schädigende Parameter) und die zu deren ursächlichen Kontrolle notwendige komplexe behandlerische Kompetenz im Bereich der Dentalhygiene. Schließlich erfolgt eine Befähigung, nicht nur über die traditionellen Basiskompetenzen im Bereich der professionellen Reinigung von Zähnen und Implantaten zu verfügen, sondern auch mitzuhelfen, ein integratives interprofessionelles Therapie- und Präventionskonzept, welches die enge und aktiver Kollaboration des zahnärztlichen Teams mit Internisten, Immunologen, Ernährungswissenschaftlern, Psychologen und anderen medizinischen Experten beinhaltet, umzusetzen.

Bachelor Studium Dentalhygiene Dresden DIU

Damit wird der hohe Anspruch der Lehrveranstaltungen an die weitere Entwicklung von Kompetenzen und der Befähigung, erworbene theoretische und wissenschaftliche Kenntnisse in die praktische Arbeit einfließen zu lassen, sichergestellt. Dabei geht es einerseits um die Vertiefung von Fachkenntnissen und die Fähigkeit u. a. mittels aktueller Qualitätsmaßstäbe die eigene Arbeit zu reflektieren. Andererseits sind die Studierenden in der Lage, wissenschaftliche Arbeiten hinsichtlich deren Bedeutung für Diagnostik und Therapiepraxis zu analysieren und zu beurteilen und dem Zahnarzt Nachsorgestrategien zu unterbreiten oder frühzeitig Misserfolge in der Compliance zu erkennen.

Darüber hinaus werden kommunikative Fähigkeiten zur persönlichen Selbstreflexion und situationsangemessenen Gesprächsführung, Aufklärung, Beratung und Konfliktlösung ausgebaut, die eigene Persönlichkeitsentwicklung gefördert und zur bürgerschaftlichen Teilhabe befähigt.

Der Studiengang schließt mit dem akademischen Grad „Bachelor of Science“ ab.

Gern informieren wir Sie, sobald alle Unterlagen und Informationen bereit stehen. Schreiben Sie hierfür gern eine kurze formlose E-Mail an:dentalhygiene@di-uni.de.

Herzliche Grüße
Ihr DIU-Akkreditierungsteam

Alleinstellungsmerkmale

Alleinstellungsmerkmale des Studienganges sind die hohe Durchlässigkeit im Zugang (Abitur bis fortgebildete Dentalhygieniker) und seine starke Vernetzung. Hierüber wird eine völlig neue Qualität sowohl der interdisziplinären als auch der interprofessionellen Lehre erzielt, was sich nicht zuletzt am hohen Anteil von Hochschullehrern im Lehrkörper spiegelt.

Kenntnisse und Kompetenzen

Im Studiengang werden u. a. folgende Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt:

  • Akquise aktuellen Fachwissens zu Grundlagen, Klinik und Diagnostik, Therapie, Monitoring und Dokumentation sowie Studien und Statistik im Bereich der Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten,
  • ausgeprägte Kompetenzen zum Transfer von theoretischem Wissen in die Praxis, zur interdisziplinären, vernetzten Zusammenarbeit mit anderen relevanten Berufsgruppen des Gesundheits- und Sozialsystems sowie intra- und interdisziplinäre und sektoren- übergreifende Versorgungssteuerung und Schnittstellenmanagement,
  • Kompetenzen im Bereich Arzt-Patient-Kommunikation, Coaching und Rehabilitation von Patienten/ Patientinnen,
  • wissenschaftlich fundiertes, hermeneutisches Fallverstehen und ein methodisch reflektiertes, differenziertes, fachlich auf höchstem Niveau fundiertes und priorisiertes professionelles Handeln unter Aufsicht,
  • Recherche, Analyse und Bewertung aktueller wissenschaftlicher Forschungserkenntnisse zu Diagnostik, Therapie und Monitoring oraler Erkrankungen und Einschätzung der externen Evidenz für die Translation in die Praxis,
  • Formulieren von relevanten Problemstellungen oraler Prävention und Nachsorge unter Reflexion möglicher gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Auswirkungen, und
  • Entwickeln von wissenschaftlich begründeten konzeptionellen und strategischen Lösungsansätzen, die forschungserkenntnisbezogen am Patienten Anwendung finden und in Teams, vor einem Fachpublikum oder vor Laien präsentiert und begründet werden.

Studienbereiche

  • Naturwissenschaft und Medizin
  • Orale Biologie und Pathologie 
  • Public Health, Kommunikation und Fehlermanagement
  • Pädagogischer, fremdsprachliches und Computer-Basiswissen 
  • Zahnheilkundliche Grundlagen der Dentalhygiene
  • Parodontale Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge
  • Basiswissen der Therapie, Nachsorge und Prävention periimplantärer Erkrankungen
  • Dentalhygienische Propädeutik 
  • Dentalhygienische Klinik 1
  • Dentalhygienische Klinik 2
  • Wissenschaftliches Projekt/Bachelorarbeit

Dozentenliste

Prof. Dr. Georg Breier, Uniklinikum Dresden

Prof. Dr. Martin Eigenthaler, Universität Würzburg

Prof. Dr. Jürgen Gräßler, Uniklinikum Dresden

Prof. Dr. Christian Hannig, Uniklinikum Dresden

Prof. Dr. Dr. Thomas Hoffmann, Uniklinikum Dresden

Prof. Dr. Christian Albrecht May, Uniklinikum Dresden

Prof. Dr. Barbara Noack, Uniklinikum Dresden

Prof. Dr. Oliver Scherf-Clavel, Universität Würzburg

Prof. Dr. Ulrich Schlagenhauf, Universität Würzburg

Prof. Dr. Gerald Steiner, Uniklinikum Dresden

PD Dr. Yvonne Jockel-Schneider, M.Sc., Universität Würzburg

PD Dr. Sabine Löffler, MME, Universität Leipzig

PD Dr. Katrin Lorenz, M.Sc., Uniklinikum Dresden

PD Dr. Michael Rädel, Uniklinikum Dresden

Dr. Jörg Heidig

Dr. Dr. Roland Mai, Praxis Großenhain

Dr. René Sanderink, Praxis Rastatt

Dr. Ulrich Sommer, Uniklinikum Dresden

John Micozzi, TUDIAS Dresden

Dipl.- DH Dorothee Neuhoff, Greven

Dipl.-Kffr. Sandra Richter, Dresden International University