Vorbeugender Brandschutz (M. Eng.)

Erfolgreiche Berufspraktiker

Der Master-Studiengang Vorbeugender Brandschutz soll die Ausbildungslücke im Brandschutz zwischen dem Studium der Architektur, des Bauingenieurwesens sowie anderen Ingenieurdisziplinen und den hohen fachlichen und persönlichen Anforderungen an sachkundige Ingenieure für Brandschutz entsprechend den gesetzlichen und berufsständischen Anforderungen schließen. Er wendet sich in erster Linie an Ingenieure aus dem breiten Spektrum der am Bau Beteiligten und soll notwendiges Vertiefungswissen im Brandschutz vermitteln. Ziel ist es darüber hinaus, Studierende durch wissenschaftliche Vertiefung und Ergänzung ihrer berufspraktischen Erfahrungen zu fachspezifischer Kompetenz und unternehmerischer Befähigung zu führen.

Die dafür erforderlichen fachlichen, methodischen und persönlichen Kompetenzen erarbeiten sich die Studierenden unter wissenschaftlicher Anleitung und Begleitung auf Basis von Planungsübungen, Beispielprojekten, Trainings und Demonstrationen in Labors und Forschungseinrichtungen sowie in Kommunikationsworkshops. Im Studium werden auf besondere Art und Weise Präsenz- und Selbststudienphasen, diskussionsoffene Seminare und Übungen, Exkursionen sowie Aktivitäten außerhalb des Studiums kombiniert, um einen intensiven fachlichen und persönlichen Kontakt zu den Dozenten bzw. untereinander zu befördern.

Um die Position als Führungskraft zu festigen bzw. auszubauen, ist auch eine Entwicklung der eigenen Persönlichkeit notwendig. Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit wird im Master-Studiengang Vorbeugender Brandschutz durch Fachwissen angeregt, insbesondere im Bereich Sachverständigenwesen (z. B. Arten, Beauftragungen, Rollen, Handlungen / Aspekte von Haftung und Versicherung) und Brandschutzkonzepte (Arten, Inhalte, Differenzierung, Phasen, Beteiligte). So genannte Menschenkenntnis bei der Führung von Mitarbeitern basiert jedoch nicht nur auf Fachkompetenz, sondern auch auf der kommunikativen Kompetenz (Konfliktmanagement), der personalen Kompetenz (Fähigkeit zur Selbstreflexion) oder aber der methodischen Kompetenz (z. B. Lösungsorientierung). Alle diese genannten Kompetenzen werden auch im Hinblick auf die persönliche Entwicklung, vor allem im Sinne einer Führungspersönlichkeit, vermittelt.

In der Praxis bewährt

Der berufsbegleitende Aufbaustudiengang wird seit 2003 bei EIPOS in Dresden durchgeführt: bis 2012 in Kooperation mit der Hochschule Zittau/Görlitz, seit 2013 in Kooperation mit der Dresden International University (DIU), der Weiterbildungsuniversität der TU Dresden.

Mehr als 215 Absolventen dieses Studienganges wenden das erworbene Wissen in der Selbständigkeit oder in einer angestellten Berufstätigkeit in Industrie, Wirtschaft oder Verwaltung an. Einige sind heute als staatlich anerkannte Sachverständige bzw. Prüfingenieure für Brandschutz tätig.

Überblick zu den Studieninhalten

  1.  Brandrisiko, Brandschäden, Brandsicherheit
  2.  Baukonstruktiver Brandschutz
  3.  Anlagentechnischer Brandschutz
  4.  Abwehrender und organisatorischer Brandschutz
  5.  Gefahrenschwerpunkte und Brandschutzkonzepte
  6.  Gebäudetechnischer Brandschutz
  7.  Brandschutzingenieurwesen
  8.  Planung, Ausschreibung und Ausführung von Brandschutzmaßnahmen
  9.  Versicherung, Haftung und Sachverständigenwesen
  10.  Projektarbeit (schriftlich), Projektarbeit (mündlich)
  11.  Masterarbeit (schriftlich und Kolloqium)

Modulverantwortliche

Jedes Modul wird durch einen Modulverantwortlichen fachlich geleitet und unterstützt. Die Modulverantwortlichen beraten gemeinsam mit den Studiengangsverantwortlichen den inhaltlichen Ablauf, verantworten die Auswahl und Abstimmung der eingesetzten Dozenten, wählen die Prüfungsthemen und zeichnen für die Richtigkeit der Prüfungsergebnisse.

  • Modul 1: Brandrisiko, Brandschäden, Brandsicherheit, Dr.-Ing. Ullrich Max
  • Modul 2: Baukonstruktiver Brandschutz, Prof. Dipl.-Ing. Thomas Worbs
  • Modul 3: Anlagentechnischer Brandschutz, Prof. Dr.-Ing. Ulf Schremmer
  • Modul 4: Abwehrender und organisatorischer Brandschutz, Prof. Dr.-Ing. Ulf Schremmer
  • Modul 5: Gefahrenschwerpunkte und Brandschutzkonzepte, Prof. Dr.-Ing. Frank Riesner
  • Modul 6: Gebäudetechnischer Brandschutz, Prof. Dr.-Ing. Jörn Krimmling
  • Modul 7: Brandschutzingenieurwesen, Prof. Dr.-Ing. Jens Bolsius
  • Modul 8: Planung, Ausschreibung und Ausführung von Brandschutzmaßnahmen, Dr.-Ing. Kerstin Görhs
  • Modul 9: Versicherung, Haftung und Sachverständigenwesen, RA Prof. Dr. jur. Dipl.-Ing. Tilmann Hillesheim
  • Modul 10: Projektarbeit (schriftlich), Projektarbeit (mündlich), Dipl.-Ing. Erhard Arnhold, Prüfungskommission
  • Modul 11: Masterarbeit (schriftlich und Kolloqium), Prof. Dr.-Ing. Jens Bolsius

Kooperationspartner EIPOS

Der Studiengang wird in Kooperation mit der Europäisches Institut für postgraduale Bildung GmbH (EIPOS) durchgeführt

Das gemeinnützige EIPOS Europäisches Institut für postgraduale Bildung GmbH ging 2012 mit seinem Kerngeschäft aus dem im Jahr 1990 gegründeten Europäischen Institut für postgraduale Bildung an der TU Dresden e. V. hervor. Seit 2014 ist es, wie die DIU auch, eine 100%ige Tochter der TU Dresden Aktiengesellschaft (TUDAG) mit Standort im WTC Dresden, d.h. in unmittelbarer Nachbarschaft zur DIU. DIU und EIPOS nutzen dieselben Seminarräume und greifen auf die IT-Infrastruktur zurück, die die TUDAG am Standort im WTC bereitstellt.

Seit 30 Jahren bietet EIPOS wissenschaftlich fundierte Weiterbildung an und hat sich dabei auf Angebote für Ingenieure, Architekten und vergleichbar qualifizierte Fach- und Führungskräfte im Bereich der Bau- und Immobilienwirtschaft spezialisiert. Seit 1995 hat EIPOS ein ausgewogenes Portfolio für die Immobilienbranche entwickelt, mit dem es zweifelsfrei zu den führenden Anbietern in dieser Sparte zählt. Dazu gehören die Weiterbildung zum Sachverständigen für Immobilienbewertung, die Immobilien-Projektentwicklung, das Bau- und Immobilien-Projektmanagement, aber auch das Technische Objektmanagement. Die besondere Stärke von EIPOS ist darin zu sehen, dass die fachliche Expertise für die Programmentwicklung im eigenen Haus vorhanden ist und z. B. durch die Mitarbeit in Verbänden oder Arbeitskreisen permanent fortentwickelt wird. EIPOS kann dauerhaft auf ein ausgezeichnetes Dozenten- und Expertennetzwerk für diesen fachlichen Bereich zugreifen, welches gemeinsam mit EIPOS den besonderen Weiterbildungsbedarf der Immobilienbranche ermittelt und laufend in die Weiterbildungsangebote einarbeitet.

2013 hat EIPOS sein Qualitätsmanagementsystem nach der internationalen Norm DIN EN ISO 9001 zertifizieren lassen und unterzieht sich seitdem jährlichen Überprüfungen. 2019 fand die Rezertifizierung statt.

Träger der beiden gemeinsam durchgeführten Studiengänge ist die DIU, bei der insbesondere auch die wissenschaftliche und administrative Gesamtverantwortung liegt. Auch die Erstellung der Studiendokumente (Prüfungsordnung, Studienordnung, Modulbeschreibungen) erfolgt durch die DIU. Auf Basis dieser Studiendokumente wird der Studiengang angeboten und durchgeführt.

Die Studierenden sind ausschließlich im DIU Master-Studiengang Vorbeugender Brandschutz eingeschrieben und erwerben Leistungen nur in diesem Studiengang, welcher in Kooperation mit EIPOS in direkter organisatorischer und räumlicher Nachbarschaft angeboten wird. Insofern findet kein Einbezug nichthochschulischer Lernorte und Studienanteile statt. Sie sind in die akademische Selbstverwaltung der DIU sowie die Nutzung der DIU-Ressourcen eingebunden und verfügen über die gleichen Rechte wie alle anderen Studierenden der DIU. EIPOS ist wie die DIU ein 100%iges Unternehmen der TU Dresden Aktiengesellschaft (TUDAG) und somit vollständig in das wissenschaftliche Umfeld der TU Dresden eingebettet. Insofern ist die Kooperation keinem der vier Grundtypen (Typ A-D) studiengangbezogener Kooperationen gem. Wissenschaftsrat direkt zuordenbar. (vgl. Bestandsaufnahme und Empfehlungen zu studiengangbezogenen Kooperationen: Franchise-, Validierungs- und Anrechnungsmodelle, Drs. 5952-17, Akkreditierungsrat, 20.01.2017).