Studienstart von neuem Masterstudiengang "Ethik in der medizinischen Versorgung"

23. Mai 2022

Der Masterstudiengang "Ethik in der medizinischen Versorgung" startet im November 2022.

Die ersten Hürden des Akkreditierungsverfahrens wurden mit Bravour gemeistert. Mit der staatlichen Anerkennung durch die die Stiftung Akkreditierungsrat* im September ist zu rechnen.

Der berufsbegleitende Masterstudiengang richtet sich an Ärztinnen und Ärzte und alle anderen, die sich in der medizinischen Versorgung engagieren und dabei den Menschen im Mittelpunkt ihres Wirkens sehen.
Er wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Florian Steger entwickelt, mit dem die DIU ein umfangreiches Bildungsangebot zur Ethik im Gesundheitswesen geschaffen und etabliert hat. Prof. Steger unterstreicht die Fokussierung auf die Versorgung von kranken und pflegebedürftigen Menschen: „ Ich sehe bei meiner täglichen Arbeit in der Ethik, wie wichtig es ist, in der medizinischen Versorgung den Menschen mit all seinen Bedürfnissen und Wünschen fest im Blick zu haben. Wir alle haben in den letzten beiden Jahren weltweit erfahren, wie stark wir in unseren strukturellen, organisatorischen, personellen und vor allem individuellen Handlungskompetenz gefordert sind. Es hat sich deutlich erwiesen, dass die Ethik täglicher Wegbegleiter unseres Handelns sein soll.“

 

Inhalte und Schwerpunkte
Die Teilnehmenden vertiefen gemeinsam mit den Dozierenden philosophische, theologische, angewandt-ethische, pflegeethische und medizinethische Perspektiven. Sie widmen sich sowohl klinisch-ethischen Fragestellungen von Lebensanfang bis Lebensende - einschließlich des rechtlichen Rahmens - als auch der Organisationsethik mit der dazugehörenden Qualitätssicherung. Darüber hinaus sind Management, Personalführung sowie Lehrkompetenzen mit dem Fokus auf die Ethik in der medizinischen Versorgung Gegenstand.

Aspekte der Diversität und der digitalen Transformation im Gesundheitswesen wurden umfangreich aufgenommen, um den Blick auf die Anforderungen, die durch eine multikulturelle, global vernetzte digitalisierte Gesellschaft entstanden sind, zu schärfen. Und auch das wichtige Spannungsfeld von individueller klinisch-ethischer Perspektive auf der einen Seite und der Perspektive einer Public Health Ethics auf der anderen Seite wird intensiv betrachtet. Die Vermittlung der Theorie wird von einer Transferperspektive begleitet, die sich in den Prüfungsformaten spiegelt.

 

Berufliche Kompetenzen
Absolvierende des Studienganges können in Stabsstellen eingesetzt werden oder in der Konzeption und Führung einer Organisation wirken und hier für die ethische Ausrichtung, Personalentwicklung und das entsprechende Qualitätsmanagement verantwortlich sein. Sie verfügen über einen umfänglichen Blick auf die zentralen Fragestellungen zur Ethik in der medizinischen Versorgung und sind ausgebildet, um als Führungskraft Entwicklungsarbeit in Unternehmen und Organisationen zu leisten. Sie erarbeiten sich auch die Theorie für das K3-Trainer:innen-Zertifikat, die – ergänzt um die geforderten praktischen Inhalte – zur Anerkennung bei der AEM eingereicht werden kann.

 

Informationsabend am 14. Juni und Bewerbungsfrist
Bewerbungen werden ab sofort unter ethikmed@di-uni.de angenommen. Die Zulassung kann direkt nach der staatlichen Anerkennung (voraussichtlich im September) erfolgen. In vier Semestern werden 60 ECTS Punkte erlangt und eine Masterthesis angefertigt. Der Studienverlauf sieht insgesamt 3-4 Präsenzwochen vor, die weiteren Veranstaltungen finden zu ca. 2/3 online, meist freitags nachmittags und samstags statt.

 

 

 

*Die Stiftung Akkreditierungsrat ist eine gemeinsame Einrichtung der Länder für die Qualitätssicherung in Studium und Lehre an deutschen Hochschulen