Neugier, Lebenslanges Lernen & Potenziale - DIU-Präsident Prof. Antonio Hurtado im Interview

25. Januar 2024

Seit dem 01. Dezember 2023 ist Prof. Antonio Hurtado der neue Präsident der Dresden International University. In unserem Interview spricht er über seine Visionen, lebenslanges Lernen und warum man stets neugierig bleiben sollte.

DIU-Präsident Prof. Antonio Hurtado stellt sich vor

Könnten Sie sich unseren Lesern kurz vorstellen und uns etwas über Ihren beruflichen Hintergrund erzählen?
Ich kam im 13. Lebensjahr aus Spanien nach Deutschland. Hauptschulabschluss, vier Jahre Abendschule und eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Technischen Zeichner waren die Basis für das Studium des Maschinenbaus. Nach zwei Praxisjahren als Entwicklungsingenieur wurde ich 1990 an der RWTH Aachen promoviert und habilitierte mich dort im Jahr 1996. Es folgten danach Tätigkeiten als Beteiligungsmanager und als Geschäftsführer eines Energiedienstleisters.

Seit 2007 bin ich Inhaber der Professur für Wasserstoff- und Kernenergietechnik an der TU Dresden. In der Zeit von April 2017 bis August 2020 war ich Prorektor für Universitätsentwicklung der Exzellenzuniversität TU Dresden. Eine wunderbare Zeit! Seit Dezember 2023 habe ich die Ehre, das Amt des Präsidenten an der Dresden International University (DIU) zu bekleiden.  

Was hat Sie dazu bewogen, die Position des Präsidenten an der Dresden International University zu übernehmen?
Die Gewissheit, dass „lebenslanges Lernen und Studieren“ für unsere Gesellschaft immer bedeutsamer wird. Die DIU als Weiterbildungshochschule verfügt über ein großes Maß an Erfahrung auf diesem Gebiet aus den letzten 20 Jahren und ist somit prädestiniert, zukunftsgerichtete Angebote für gesellschaftsrelevante Themenfelder sowie Altersstrukturen zu generieren.

Hierfür müssen alle angebotenen Studiengänge, Kurse und Seminare regelmäßig auf dem Prüfstand, und es sind neue Inhalte zu konzipieren, die neue Lehr- und Lernmethoden enthalten und Menschen zu begeistern wissen. Die DIU kann das!

Welche Vision und Ziele haben Sie für die Dresden International University in den kommenden Jahren?
Angesichts des existierenden Wettbewerbs bei privaten Hochschulen bringt die nachhaltige Positionierung einer staatlich anerkannten privaten Weiterbildungshochschule eine besondere Komplexität mit sich. Die DIU wird künftig selbstbewusst agieren und gleichzeitig von der synergetischen Nähe zur Exzellenzuniversität Dresden, von der außeruniversitären Forschungsallianz DRESDEN-concept sowie von zahlreichen Partneruniversitäten und -unternehmen in besonderem Maße profitieren.

Als Präsident der DIU möchte ich mit meiner Expertise im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Erfolg und so zur Exzellenz sowie zum nationalen und internationalen Glanz der DIU beitragen.

Gibt es besondere Chancen, die Sie für die Dresden International University erkannt haben und nutzen möchten?
Zahlreiche Chancen resultieren allein aus der Nähe zur TU Dresden. Gerade innerhalb der akademischen Leistungsdimensionen Lehre und Transfer sind Synergien vorhanden, die einen Mehrwert für beide Seiten darstellen können und die es konsequent umzusetzen gilt. Weitere Potenziale werden sich aus der Kooperation mit anderen Universitäten und Wirtschaftsunternehmen sowohl im nationalen als auch im internationalen Kontext ergeben.

Schließlich wird es darum gehen, bisherige Absolvierende der DIU als Botschafterinnen und Botschafter in unseren Strategien einzubeziehen. Ich sehe den Aufbau eines entsprechenden Alumni-Netzwerks als hervorragendes Instrument dafür.   

Welchen Rat würden Sie Studierenden mit auf den Weg geben?
Studierende sollten stets neugierig sein und neugierig bleiben. Sie sollten wissen, weshalb sie studieren und sich bewusst dessen sein, dass sie Verantwortung für gesellschaftsrelevante Entwicklungen tragen. An der DIU zu studieren bedeutet, bestens für sich daraus ergebenden Herausforderungen vorbereitet zu sein.

Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.