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Masterstudiengang

Fahrzeugsicherheit und Verkehrsunfallforschung, M.Sc.

Sichere, vernetzte und automatisierte Mobilität


Start des Programms: 12. April 2018
Studiendauer*: 6 Semester, berufsbegleitend
Studienort: Dresden
ECTS-Punkte*: 60 bis 120
Abschluss: Master of Science
Zertifikatskurse: Module/Kurse sind auch einzeln buchbar (Preise und Termine auf Anfrage)
Studiengebühren*: 2.640 - 4.400 EUR pro Semester (inkl. Prüfungsgebühren)
 * Je nach individueller Vorleistung (ECTS-Punkte)

Kontakt

Elke Schleif, M.A.

Tel.: +49 351 40470-141
Fax: +49 351 40470-110
E-mail: vufo@di-uni.de


 
Studiengangakkreditierung
 
TUD - VUFO GmbH

INTERDISZIPLINÄRE SPEZIALISIERUNG FÜR INGENIEURE

„Unser Studiengang ist wissenschaftlich anspruchsvoll und dient einem zutiefst humanistischen Ziel. Unfälle zu verhindern heißt: Leben retten und Leid vermeiden. Das kann nicht jede Ingenieurdisziplin.“
(PROF. DR.-ING. HABIL. HORST BRUNNER - WISSENSCHAFTLICHER LEITER DES STUDIENGANGES)

Mit dem vier- bis sechssemestrigen, berufsbegleitenden Masterstudiengang „Fahrzeugsicherheit und Verkehrsunfallforschung - Sichere, vernetzte und automatisierte Mobilität" - bietet die Dresden International University in Kooperation mit der Verkehrsunfallforschung an der TU Dresden GmbH (VUFO) eine deutschlandweit einzigartige postgraduale Spezialisierung für Ingenieure mit einem international anerkannten Hochschulabschluss an.

Die Studierenden erhalten eine fundierte und interdisziplinäre Ausbildung für die Weiterentwicklung der Fahrzeug- und Verkehrssicherheit.

Wissenschaftlich fundiert beinhaltet der Masterstudiengang neben der Vermittlung von tiefgreifendem theoretischem Wissen, eine einzigartige praxisbezogene Ausbildung für Ingenieure mit unterschiedlichen Vorkenntnissen durch die Anbindung der Verkehrsunfallforschung.

Durch das stetig wachsende Verkehrsaufkommen kommt der Fahrzeug- und Verkehrssicherheit eine immer größere Bedeutung zu. Bei einer steigenden Zahl von Unfällen ist die Zahl der Verkehrstoten bedingt durch die Verbesserung der Sicherheitsstandards zwar rückläufig, aber noch immer sterben auf Deutschlands Straßen durchschnittlich 11 Personen pro Tag an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Jeder einzelne Verkehrsunfall stellt dabei ein komplexes Zusammenwirken von menschlichen und technischen Einflussfaktoren und Umweltbedingungen dar.

Das Masterstudium bildet eine fundierte Grundlage für die Weiterentwicklung der Fahrzeug- und Verkehrssicherheit. Die Studierenden lernen neben technischen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Grundlagen ebenso anwendungstechnisches Spezialwissen. Dabei spielt die Fahrzeugsicherheit als ein Kernelement eines nachhaltigen Mobilitätskonzeptes neben Emissionen und Verbrauch eine wichtige Rolle.

Der Studiengang richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Forschung und Entwicklung aller Branchen der Fahrzeug- und Verkehrssicherheit:

  • Fahrzeughersteller und Zulieferindustrie
  • Prüforganisationen
  • Verkehrsingenieurwesen
  • Verkehrswegebau
  • Verkehrsplanung
  • Forschungseinrichtungen
  • Verkehrspsychologische Einrichtungen
  • Rettungswesen und Notfallmedizin
  • Versicherungswirtschaft
  • Verkehrsbehörden.

International anerkannter akademischer Abschluss

Nach erfolgreich bestandenen Prüfungen, einschließlich der Verteidigung der Masterthesis, erhalten die Teilnehmer des Studienganges den international anerkannten Abschluss "Master of Science".

Die Absolventen besitzen alle Voraussetzungen, um an einer Fortbildung bei einer technischen Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr mit anschließender amtlicher Anerkennung als Kraftfahrsachverständiger ohne Einschränkungen (aaS) teilzunehmen.

Die Module können auch einzeln belegt werden. Die Teilnehmer erhalten ein DIU-Zertifikat mit Ausweis der besuchten Kurse und bei erfolgreich absolvierter Modulprüfung zusätzlich mit Ausweis der erlangten ECTS-Punkte.

Der erste Teil des Masterstudiums besteht aus Präsenzveranstaltungen und Selbststudienphasen in 13 Modulen. Der zweite Teil des Masterstudiums besteht aus der Anfertigung und Verteidigung der Masterarbeit.

Die Präsenzblöcke finden i.d.R. ein- bis zweimal im Monat von Donnerstag bis Samstag am Standort Dresden in deutscher Sprache statt. Der Monat August ist komplett vorlesungsfrei.

„Dieses Themengebiet ist so vielschichtig und breit aufgestellt, dass der Studiengang gerade auch Spezialisten in Teildisziplinen Gelegenheit bietet, einen umfassenderen Blick auf alle Aspekte der Fahrzeugsicherheit zu erlangen. So kann die Diplom-Mathematikerin, die in der Crashsimulation arbeitet, ihre Fahrzeugtechnik-Kenntnisse erweitern, der Ingenieur in der Konzeptentwicklung für unfallvermeidende Systeme seine Kompetenz um Crashthemen ergänzen, der Stratege seine Tiefe im technischen Detailverständnis verbessern. Wir unterstützen und fördern das persönliche Engagement der Mitarbeiter in dem Glauben an eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“
(PROF. DIPL.-ING. KLAUS KOMPASS - VICE PRESIDENT VEHICLE SAFETY, BMW GROUP)

Module:

M1: Grundlagen der Mechanik

  • Statik und Festigkeitslehre
  • Kinematik und Kinetik

M2: Technische Grundlagen

  • Stoßmechanik
  • Finite Elemente
  • Mehrkörpersimulation

M3: Fahrzeugtechnik

  • Antriebstechnik und alternative Antriebe
  • Kfz Mechatronik
  • Kfz Konstruktion, Berechnung und Leichtbau

M4: Fahrzeugdynamik

  • Vertikaldynamik
  • Längsdynamik
  • Querdynamik
  • Zweiraddynamik
  • Antriebs- und Bremsverhalten von Nutzfahrzeugen
  • Fahrdynamisches Praktikum (DEKRA Test Oval)

M5: Fahrzeugsicherheit

  • Passive Sicherheit
  • Aktive Sicherheit, Fahrerassistenz, Vernetztes & automatisiertes Fahren
  • Ungeschützte Verkehrsteilnehmer

M6: Medizinische und psychologische Grundlagen

  • Anatomie und Biomechanik
  • Notfallmedizin
  • Rechtsmedizin
  • Verkehrspsychologie

M7: Verkehrstechnik

  • Verkehrssystemtechnik
  • Straßenplanung

M8: Rechtliche Grundlagen, Verbraucherschutz und Kraftfahrsachverständigenwesen

  • Vorschriften, Regulierungen, GTR
  • Verbraucherinformationen, NCAP
  • Produkthaftung
  • Datenschutz und Datensicherheit
  • Kraftfahrsachverständigenwesen 21

M9: Unfalluntersuchung

  • Verkehrsunfälle und Unfallstatistik
  • Unfallaufnahme und Spurenkunde
  • Unfallrekonstruktion

M10: Unfalldatenanalyse

  • Statistische Unfallanalysen
  • Unfallsimulation
  • Bewertung von Sicherheitssystemen

M11: Wissenschaftliches Arbeiten

  • Erstellen wissenschaftlicher Berichte
  • Vortrags- und Präsentationstechnik
  • Wissenschaftliches Projekt

M12: Praxissemester

  • Praxissemester

M13: Fachpraktikum (bei VUFO GmbH)

  • kurz (1 Woche)
  • lang (2 Wochen)

Masterarbeit (5 Monate Bearbeitungszeit)

Für die Durchführung der Lehrveranstaltungen stehen hoch qualifizierte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis bereit. Die Lehre wird von Professoren der Technischen Universität Dresden und anderen Hochschulen mit einschlägigen wissenschaftlichen Kompetenzen sowie Praktikern mit langjährigen Berufserfahrungen aus namhaften Unternehmen der Fahrzeug- und Zulieferindustrie, Verkehrsunfallforschung und Bundesanstalt für Straßenwesen durchgeführt. Die Abstimmung der Lehrinhalte zwischen den verschiedenen Modulen wird durch eine kontinuierliche Kooperation zwischen den Dozenten gesichert.

WISSENSCHAFTLICHE LEITUNG:

Prof. Dr.-Ing. habil. Horst Brunner                                 
Senior Consultant bei der Verkehrsunfallforschung an der TU Dresden GmbH


DOZENTEN (Auswahl):

Dipl.-Ing. Henrik Liers
Geschäftsführer der Verkehrsunfallforschung an der TU Dresden GmbH

Prof. Dr.-Ing. habil. Egon Christian von Glasner
Präsident der europäischen Vereinigung für Unfallforschung und Unfallanalyse e.V.

Prof. Dr.-Ing. habil. Rolf Schmidt
Institut für Festkörpermechanik an der TU Dresden

Prof. Dr.-Ing. Christian Lippold
Professur für Gestaltung von Straßenverkehrsanlagen an der TU Dresden

Prof. Dr.-Ing. Reinhold Maier
Professur für Straßenverkehrstechnik an der TU Dresden

Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Scheffler
Fakultät Kraftfahrzeugtechnik an der Westsächsischen Hochschule Zwickau

Dipl.-Ing. Dieter Scheunert
Centerleiter Produktsicherheit der Daimler AG Stuttgart

Prof. Andree Seeck
Leiter der Abteilung Fahrzeugtechnik bei der Bundesanstalt für Straßenwesen und Präsident des Euro NCAP (European New Car Assessment Programme)

Dr.-Ing. Thomas Schwarz
Politikbeauftragter der Audi AG

Dr. techn. Thomas Kinsky
Senior Expert Regulatory Requirements der Adam Opel AG

Prof. Dr. med. habil. Jan Dreßler
Direktor Institut für Rechtsmedizin an der Universität Leipzig

Prof. Dr.-Ing. Günther Prokop
Ordinarius für Kraftfahrzeugtechnik an der TU Dresden; geschäftsführender Gesellschafter der Auto Mobil Forschung Dresden GmbH

Dipl.-Ing. Jürgen Bönninger
Geschäftsführer der FSD Fahrzeugsystemdaten GmbH

Eines der Hauptanliegen der DIU ist eine optimale Verbindung von Theorie und Praxis. In Form eines Industriebeirates wurde ein Gremium geschaffen, das die Anforderungen der Branche an die Studieninhalte formuliert. Die Mitglieder des Beirates haben beratende und vertriebsunterstützende Funktionen und geben wesentliche Impulse für die Qualifikationsziele und Weiterentwicklung des Studienganges.

Folgende Unternehmen und Personen sind derzeit im Beirat organisiert:

  • Prof. Dr.-Ing. habil. Horst Brunner, Wissenschaftlicher Leiter
  • Dipl.-Ing. Dieter Scheunert, Daimler AG
  • Prof. Andre Seeck, Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Dipl.-Ing. Clemens Klinke, DEKRA SE
  • Dipl.-Ing. Patrick Fruth, TÜV SÜD Auto Service GmbH
  • Dr.-Ing. Thomas Schwarz, Audi AG
  • Prof. Klaus Kompass, BMW Group
  • Dipl.-Ing. Andreas Georgi, Robert Bosch GmbH
  • Dr. Matthias Kühn, Unfallforschung der Versicherer (UDV)
  • Dipl.-Ing. Jürgen Bönninger, FSD Fahrzeugsystem daten GmbH
  • Dipl.-Ing. Henrik Liers, Verkehrsunfallforschung an der TU Dresden GmbH
  • Prof. Dr.-Ing. Mark Gonter, Volkswagen AG
  • Dr. Ulrich Bremer, DIU.

Zum Studium im Masterstudiengang kann zugelassen werden, wer

  • einen ersten berufsqualifizierenden Fachhochschul- oder Hochschulabschluss im Rahmen eines in der Regel dreijährigen Studiums in der Bundesrepublik Deutschland (gleichwertig zu mindestens 180 ECTS) vorzugsweise auf dem Gebiet der Natur- oder Ingenieurwissenschaften

und

  • eine einschlägige mindestens einjährige Berufstätigkeit vorweisen kann.

Im Bedarfsfall kann zusätzlich ein Zulassungsgespräch durch die Wissenschaftliche Leitung des Masterstudiengangs durchgeführt werden. In dem Zulassungsgespräch kann der Bewerber seine persönliche Eignung und seine Motivation für das Studium darlegen.

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