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Symposium

Dresdner Symposium für Kulturheilkunde


Datum: Freitag, 02. Juni 2017
Uhrzeit: 09.00 bis 16.30 Uhr
Ort: Dresden International University Freiberger Straße 37, 01067 Dresden (World Trade Center)
Kosten: 180,00 Euro (inkl. Imbiss und Getränken)
140,00 Euro für Partner
Abschluss: Teilnahmezertifikat, Fortbildungspunkte (werden bei der Sächsischen Landesärztekammer beantragt)
Anmeldungen: hc@di-uni.de
Anmeldeschluss: 19. Mai 2017

Es ist durch die bahnbrechenden pharmakologischen und medizintechnischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu einer neuen Relation zwischen dem Individuum „Mensch“ und dem Gesamtsystem von Medizin und Medizintechnik gekommen. Technologische Innovationen haben die Grenzen des Machbaren immer mehr verschoben und den Menschen zunehmend zu einem Objekt an der Schnittstelle von Nano- und Gentechnologie, Pharmakologie sowie Informatik reduziert. Stichworte wie Transhumanismus, Mensch 2.0 und human enhancement sind bereits eng mit konkreten Entwicklungen in der gegenwärtigen Medizin und im Gesundheitssystem verbunden.

Die Balance zwischen Technik und Menschlichkeit zu halten, ist eine zentrale Herausforderung humaner medizinischer Heilverfahren der Zukunft. Dabei zeigen Forschungsgebiete, wie Psychosomatik, Psychoneuroimmunologie und Epigenetik in beeindruckender Weise, dass auch kulturelle und geistige Faktoren einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Gesundheit und Krankheit des Menschen haben. Der Mensch muss also gerade in der heutigen Medizin in seiner Ganzheit gesehen werden und Heilung kann nicht nur durch einen monokausalen Denkansatz erklärt werden.

Ziel des Symposiums ist es, in Impulsvorträgen und praktischenWorkshops einen Überblick über die genannten Entwicklungen und Herausforderungen in der Medizin zu geben, sowie mit einem besonderen Fokus auf die Thematik der chronischen Schmerzen die besonderen diagnostischen und therapeutischen Verfahren alternativer Heilmethoden vorzustellen sowie einen praktischen Bezug herzustellen. Damit soll ein Beitrag für eine Heilkunde der Zukunft geleistet werden, welche die Erfahrung der antiken Didaktik weiterführt, dass letztendlich die Natur heilt, Menschen und Technologie aber Impulse geben. Den hierfür passenden Rahmen kann die integrative Medizin, Kultur und Heilkunst schaffen.

Die Kultur ist in dieser Hinsicht– wie der Philosoph Christoph Quarch es ausdrückte – ein „Gewächshaus“, „worin die Seele dem begegnet, was sie heilen und gedeihen lasst: ein Begegnungsraum für das wirkliche Leben.“

Freitag, 02. Juni 2017 (Änderungen vorbehalten)

9.00 – 09.15 Uhr

Eröffnung und Begrüßung

Präsidentin der DIU

09.15 – 12.45 Uhr

 

09.15-10.00 Uhr

10.00-10.45 Uhr

Plenarvorträge zur Einführung in die Thematik

 

 

 

09.15-10.00 Uhr: Prof. Hartmut Schröder
Chronische Schmerzen – Kann Kultur heilen?

10.00-10.45 Uhr: Prof. Thomas Loew
Kulturschauplatz Gehirn – Neurobiologische Aspekte chronischer Schmerzen

11.15-12.00 Uhr: Prof. Roland Benedikter
Transhumanismus und Medizin – Mensch 2.0 und Körper 2.0 ohne Schmerzen?

12.00-12.45 Uhr: Podiumsdiskussion mit den Referenten

10.45 – 11.15 Uhr

Kaffeepause

 

12.45 – 13.30 Uhr

Mittagspause

 

13.30 - 14.00 Uhr

Veranstaltung

Vorstellung der Themen der drei Workshops durch Impulsvorträge

14.00 - 15.45 Uhr

 

Workshops

 

Workshop I. Story-Telling bei chronischen Schmerzen (Dr. Joachim Friedmann)
Geschichten sind eine Art Modus der inneren Vorstellungswelt. In der Methode des Erzählens treffen sich Patient und Therapeut in einer bewusst arrangierten und definierten kommunikativen Aktivität in der es darum geht, Erfahrungen, Gedanken und Thematiken zum Ausdruck zu bringen. Durch die gewonnenen Erkenntnisprozesse können Heilimpulse gesetzt werden.

Workshop II. Klangbehandlung und Arbeit mit innere Bildern bei chronischen Schmerzen (Prof. Hartmut Schröder und Dr. Gesine Petereit)
Seit Menschengedenken werden Klänge für Zwecke der Heilung eingesetzt. Im modernen Gesundheitswesen ist die Musiktherapie noch eine vergleichsweise junge und adjuvante Behandlungsmethode. Sie integriert und erweitert die etablierten medizinischen und psychotherapeutischen Therapien. Im Workshop werden die praktische Arbeit mit Monochord und Klangliege sowie das Arbeiten mit Inneren Bildern in der Schmerztherapie vorgestellt.

Workshop III. Multimodale Schmerztherapie in der Praxis – eine Falldiskussion - (Prof. Antje Bergmann)
Unter dem Motto „Von Fall zu Fall – von Idee zu Idee“ werden das komplexe Thema Schmerz für den Hausarzt und dessen Herangehensweise in der Praxis reflektiert. Im Dialog werden besonders herausfordernde Fälle der Schmerzbehandlung besprochen sowie Möglichkeiten der Lösung diskutiert

15.45 – 16.30 Uhr

Abschlussdiskussion und Ausblick

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

 

 

 

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