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Mittwoch, 31. Mai 2017

Dobro Poschalowatsch – Herzlich willkommen! Kulturmanager erkunden Sankt Petersburg.

Eine Stadtbesichtigung mit dem Boot, die Leningrader Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch als Ballett, das Russische Museum, der Yussupow-Palast, die Eremitage, das Ethnografische Museum sowie die Staatliche Universität Sankt Petersburg – die diesjährige Exkursion nach Sankt Petersburg bot den Studierenden des Masterstudiengangs „Kultur + Management“ ein abwechslungsreiches Programm. Die Projektmanagerin Tanja Matthes berichtet von der erlebnisreichen Woche in Russland.

Die diesjährige Studienakademie des Masterprogramms „Kultur + Management“ fand vom 8. bis zum 12. Mai 2017 statt. Nach Amsterdam, London, Rom und Kopenhagen folgte in diesem Jahr eine Exkursion in Dresdens Partnerstadt Sankt Petersburg. Begleitet vom wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr. Karl-Siegbert Rehberg und Studienkoordinatorin Tanja Matthes machten sich 11 Studierende auf den Weg, um im Rahmen des Moduls „Management kultureller Institutionen“ mehr über die kulturelle Landschaft und Kulturorganisation Russlands zu erfahren.

Ein erstes Kennenlernen der Stadt erfolgte vom Boot aus. Während einer 90-minütigen Kanalfahrt gewannen wir nicht nur einen Eindruck der Stadt, sondern erfuhren viele Details über die wechselvolle Historie Sankt Petersburgs. Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der traditionellen Feierlichkeiten zum Tag der Befreiung. Mit einem Schnellboot verließen wir die Stadt und reisten nach Peterhof, der von Peter dem I. gebauten Palastanlage am Meer. Im Rahmen einer Führung hatten wir die Möglichkeit, die verschiedensten Bauten und Parkanlagen zu besichtigen. Gleichzeitig bot sich dort bereits die Gelegenheit, Fragen zu Strukturen und zur Finanzierung dieses Weltkulturerbes zu stellen. Nach der Rückkehr in die Stadt war noch Zeit die Stadt in Feiertagslaune zu erleben, bevor wir am Abend im Mariinsky-Theater die Aufführung der Leningrader Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch als Ballett besuchten.

Am Mittwoch erwartete uns das Team des Russischen Museums, das in verschiedenen Vorträgen die Struktur, die Programme sowie die Öffentlichkeitsarbeit des Hauses vorstellte. Dieses Kunstmuseum ist die zentrale Weiterbildungsinstitution für den Nachwuchs des russischen Museumswesens. Nach einer kurzen Mittagspause in der hauseigenen Kantine führte uns Dr. Boiko durch einen Teil der Ausstellung. Am Nachmittag besuchten wir den Yussupow-Palast am Ufer der Moika. Der ehemalige Wohnsitz der russischen Adelsfamilie Yussupow mit eigenem Konzertsaal und Theater stellt sehr eindrucksvoll die Fülle und Pracht der Zarenzeit dar. Im Anschluss an die Führung durch die Kuratorin Valentina Nabok diskutierten wir die aktuellen Herausforderungen insbesondere der Finanzierung solcher Kulturdenkmäler.

Die Besichtigung der Eremitage stand am nächsten Tag auf unserem Besuchsprogramm. In einer Überblicksführung lernten wir einen kleinen Teil kennen und gingen mit dem Vorsatz, auf jeden Fall wieder zu kommen. Nach einem kurzen Stopp bei Pirogi oder Pelmeni trafen wir uns im Ethnografischen Museum wieder – dem zentralen historischen Museum. Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Direktorin und der Vorstellung eines aktuellen Ausstellungsprojektes über die Bewohner in der Arktis ergab sich eine Diskussion über die grundlegende Ausrichtung ethnografischer Museen vor dem Hintergrund kolonialer Eroberungen. Anschließend besichtigten wir die Dauerausstellung und hatten die Möglichkeit, in Form einer Meisterklasse landestypische Puppen zu nähen.

Den Abschluss unseres Programms bildete der Besuch an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg im Fachbereich Museumsforschung. Im Rahmen dieses offiziellen Austausches referierte Prof. Rehberg anhand des Beispiels der Frauenkirche über Rekonstruktionsdebatten – ein verbindendes Thema zwischen Deutschland und Russland. In der anschließenden Diskussionsrunde mit Lehrenden und Studierenden des Fachbereiches gab es für beide Seiten Gelegenheit, sich mit den verschiedenen Sichtweisen und Theorieansätzen vertraut zu machen.

Diese Reise wurde mit Mitteln des DAAD-Programms zur Steigerung der Mobilität deutscher Studierenden (Promos) gefördert.

Der Masterstudiengang „Kultur + Management“ wird in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Sächsischen Staatsoper Dresden, dem Staatsschauspiel Dresden, dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden sowie Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden angeboten. Namhafte und erfahrene Dozenten aus der Wissenschaft und Praxis, eine einwöchige Studienakademie sowie ein Projektstudium machen das Masterstudium zu einem akademisch anspruchsvollen und praxisorientierten Studienangebot. Der nächste Zustieg ist am 19. Oktober 2017 möglich. Fragen zum Studium und zur Bewerbung richten Interessierte bitte an die Projektmanagerin Tanja Matthes.


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