Dienstag, 25. April 2017

Erlöst uns die Digitalisierung 4.0 von 'Lebenslangem Lernen'?

Unter dem Titelthema „Wir leben Transfer“ widmet sich der aktuelle Dresdner Transferbrief verschiedenen Transferakteuren, die zu der Bedeutung des Wissens- und Technologietransfers Stellung nehmen.

Drei bis vier Mal im Jahr veröffentlichen die TU Dresden, die TechnologieZentrumDresden GmbH, die IHK Dresden sowie die GWT-TUD GmbH den sogenannten „Dresdner Transferbrief“. Ziel ist es, regionalen Unternehmen anwendungsbereite Forschungsergebnisse zu liefern. Die erste Ausgabe im Jahr 2017 widmet sich dem Titelthema „Wir leben Transfer“. Sie enthält unter anderem einen Artikel von Dr. Reinhard Kretzschmar, Geschäftsführer der DIU, zum Thema „Erlöst uns Digitalisierung 4.0 von 'Lebenslangem Lernen'?“.

„Frühzeitig erkannten Rektor und Kanzler der TUD, dass das Motto 'Lebenslanges Lernen' – wenn man es ernst meint – einer professionellen, institutionellen Umsetzung bedarf. Einerseits sollte eine nachhaltige akademische 'Einbettung' in die TUD erfolgen, andererseits konnten keine personellen und finanziellen Ressourcen bereitgestellt werden. Der marktwirtschaftliche Ansatz für das DIU-Modell erforderte die Nachfrage nach akademischer Weiterbildung in der Gesellschaft, speziell in der Wirtschaft, zu ermitteln und insbesondere in Formaten von Bachelor- und Masterstudiengängen anzubieten. […]

Schaut man zurück, dann hat die DIU einen erfolgreichen – wenn auch manchmal erfahrungsreichen – Weg zurückgelegt. Permanent müssen staatliche Regeln (z.B. Akkreditierung) und marktwirtschaftliche Erfordernisse koexistieren. Netzwerke sind die Quelle neuer, nachgefragter Bildungsprodukte und in der Regel der Ort von interessierten Zielgruppen. Aktuell beschäftigt sich die DIU z. B. damit, was 'Digitalisierung 4.0' für die DIU selbst bedeutet. (Weiter-) Bildung muss konkrete, qualitativ hochwertige Angebote für die Zukunft bereitstellen. Dieser innovative Zusammenhang stellt hohe Anforderungen an die DIU selbst und muss in einem weiteren Schritt an die Akteure (Studierende, Dozenten usw.) 'transportiert' werden.

Wenn die Bildungswelt Teil eines weltweiten Globalisierungsprozesses ist, müssen Konzepte zügiger umgesetzt werden und nicht an den Grenzen von Sachsen und Deutschland enden. Die DIU hat im Jahr 2017 mehr als 30 Prozent internationale Studierende. Das ist eine Stärke, die permanent erhebliche innovative Anstrengungen erfordert! Bildung als Wert muss in Deutschland wieder einen höheren Stellenwert einnehmen. Persönliche Investitionen – nicht nur finanzieller Art – müssen einen individuellen Nutzen generieren. Die DIU will und muss hier ihren eigenen nachvollziehbaren Beitrag leisten. Digitalisierung ist für die einen der erhoffte Eintritt ins Schlaraffenland und für andere eine menschenentleerte Zukunft. Künstliche versus menschliche Intelligenz! Keiner weiß es (wie immer) sicher...! Es wird an uns liegen, wie die Entwicklung verläuft. Die Zusammenhänge und damit die Lösungen werden komplexer und komplizierter! Wissen ist für diesen Prozess unabdingbar.“ (Dr. Reinhard Kretzschmar IN: Dresdner Transferbrief, 2017).

Die komplette Ausgabe des Dresdner Transferbriefes finden Sie hier.


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