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Freitag, 8. Mai 2009

DIU Expertin für TCM als Gesprächspartnerin in den Medien

Frau Davaarjargal Yumjee Mätz war Gast in der Sendung „Hauptsache Gesund“ des Mitteldeutschen Rundfunk (MDR).

Frau Davaarjargal Yumjee Mätz, Ärztin für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) an der der TCM-Ambulanz der Dresden International University war die gefragte Expertin in der Sendung „Hauptsache Gesund“ im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR).

Den Kompletten Artikel zur Sendung können Sie hier einsehen:

MDR - Hauptsache Gesund | 07.05.2009 | 21:00 Uhr

Zungendiagnose

Die Zunge ist ein ausgesprochen wichtiges Organ. Durch viele Verknüpfungen mit dem Gehirn und anderen Körperregionen, spiegelt sie den Zustand vieler innerer Organe wider. Man muss die Zeichen nur richtig deuten können.

Die Zunge hat viele Aufgaben. Sie ist unser Geschmacksorgan, transportiert die Nahrung im Mund und ist für das Sprechen unverzichtbar. Ihre Beschaffenheit erlaubt vielfältige Rückschlüsse auf unseren Gesundheitszustand.

Die Zunge durchziehen vier große Nerven, die für den Geschmack, für Hitze-, Kälte- oder Schmerz-Empfinden sowie die Beweglichkeit der Zunge verantwortlich sind. Diese sind mit den Hirnnerven verbunden, die das Gehirn und gleichzeitig auch die inneren Organe versorgen. Damit ist die Zunge mit vielen Körperregionen vernetzt. Kein Wunder, dass viele Krankheiten deshalb Spuren auf der Zunge hinterlassen. Oftmals dadurch, dass die Nerven veränderte Wachstums-Impulse an das Zungengewebe und die Schleimhaut geben. Dann kommt es zum Beispiel zu weichen Verhornungen (Zungen-Beläge), zu starker Durchblutung der Zunge (Rot-Färbung) oder anderen Veränderungen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zählt die Zungendiagnose zu einer der wichtigsten und aussagekräftigsten Untersuchungsmethoden, auch für Davaarjargal Yumjee Mätz von der TCM-Ambulanz der Universitätsklinik Dresden. Die Ärztin für chinesische Medizin schaut sich die Zunge ihrer Patienten immer ganz genau an und begutachtet den Zungenbelag und seine Farbe. An der Zunge erkennt die TCM-Ärztin verschiedene Krankheiten – alles ohne moderne Technik, wie sie sagt: "Bei Erkrankungen innerer Organe ändert sich der Zungenbelag. Und das jeweils an ganz bestimmten Stellen." Die Zunge ist wie eine Landkarte, die Organe sind die verschiedenen Orte. An der Zungenspitze sitzt das Herz, dicht dahinter die Lunge. An der so genannten Zungenwurzel, befinden sich Nieren und Blase. Die Mitte steht für Milz und Magen. Die Zungenränder werden der Leber und der Gallenblase zugeordnet.

Durch diese Unterteilung und die Begutachtung nach Belag und Farbe kann die Ärztin eine Diagnose stellen. Zahnabdrücke und Beläge am Zungenrand können nach den Worten von Davaarjargal Yumjee Mätz beispielsweise auf eine Gallenerkrankung hinweisen: "Wenn die Zungenwurzel sehr dunkel ist und schwarzen Belag aufweist, ist dies ein Hinweis auf Nierenschädigungen und Nierenentzündungen. Hat die Zungespitze eine dunkelrote Farbe bedeutet das, der Patient hat Herz-Kreislauf-Beschwerden, ein Herzleiden", so die TCM-Ärztin. Um solche Diagnosen stellen zu können, ist eine lange Ausbildung nötig. In China müssen Studenten während ihres Studiums 15.000 bis 20.000 Zungen angesehen haben, bevor sie als Zungendiagnostiker zugelassen werden.

Ein Foto zur Begutachtung reicht nicht aus. Neuerdings bieten Ärzte auch Ferndiagnosen mittels Kamera per Internet an. Davon ist abzuraten. Der Arzt muss immer die bewegliche Zunge des Patienten genau unter die Lupe nehmen.

(Quelle: http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/6342541.html)

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