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Freitag, 27. April 2012

Masterstudiengang Krankenhauspharmazie

Präsenzwoche vom 16.-20. April 2012 in Frankfurt/Main auf dem Campus Riedberg - Bericht einer Teilnehmerin

Präsenzwoche Krankenhauspharmazie

Präsenzwoche Krankenhauspharmazie

Bilder: A.Weygand

Durch die Kooperation der DIU mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Masterstudiengang Krankenhauspharmazie finden regelmäßig Präsenzwochen im Rhein-Main-Gebiet statt.

Die Präsenzwoche vom 16.04. bis 20.04.2012 führte uns in das Biozentrum der Goethe – Universität auf den Campus Riedberg.

Die Themen des 2. Semesters waren wieder sehr vielfältig. Schwerpunkte waren die Anforderungen an die Arzneimitteltherapie von speziellen Patientengruppen, und durch die anstehende Änderung der Apothekenbetriebsordnung sehr aktuell geworden - die Arzneimittelherstellung und -analytik.

Wie wir feststellen mussten, geht es neben den reinen Fakten auch um die Vermittlungen von Begrifflichkeiten, was immer wieder am Beispiel des GMP (Good Manufactoring Practice)  deutlich wurde. Des Weiteren führte Prof. Schipp uns sehr anschaulich durch die Statistik und Biometrie – „that`s the story“. Wir wissen jetzt, wie häufig eine Gruppe von 11 Personen mit einem Glas anstoßen muss, damit jeder mit jedem angestoßen hat.

Im Rahmen der Vorlesung zur Personalisierten Medizin gewährte uns Prof. Dingermann Einblick in sein eigenes, speziell aufgearbeitetes Genom. Ausführlich erläuterte er, wie eine solche Genom-Analyse erfolgt. Die Auswertung liefert Daten über Risiken für Erkrankungen, aber auch über die Stoffwechselaktivitäten einzelner Enzyme.  Dies ist besonders für die Einnahme von Arzneimitteln interessant, da Überaktivität zum schnellen Abbau und damit u.a. zur Wirkungslosigkeit, oder aber zu langsamen Abbau, und damit u.a. zur Anreicherung von Arzneistoff im Körper führen kann. Erhebliche Nebenwirkungen können die Folge sein.

Dieser wissenschaftliche Fortschritt erweitert die Möglichkeiten der Diagnose, dem Vorbeugen und der Behandlung von Krankheiten. Allerdings stellt sich damit die grundsätzliche Frage, ob man alles wissen möchte, was man heute wissen könnte?

Schon traditionell gibt es ein "After Uni Programm". Diesmal wurde ein Ausflug zur  " Luminale 2012" unternommen. Die Luminale ist eine alle zwei Jahre stattfindende Ausstellung, auf der Licht die Hauptrolle spielt. Es werden durch Licht Objekte geschaffen oder vorhandene in neuem Licht präsentiert. (Foto Palmengarten).

Der andere Abend diente dem Kennenlernen hessischen Kulturgutes, es wurde eine typische Äppelwoi-Wirtschaft besucht. (Foto)

Am letzten Tag stand die Besichtigung des Fresenius-Auslieferungslagers in Friedberg auf dem Programm. Wir konnten uns von den Dimensionen des Lagers überzeugen, 73.000 Palettenstellplätze. Von diesem Standort wird Deutschland, aber auch die ganze Welt beliefert. Beeindruckend auch die ausgefeilte Kommissionierung und die Tonnen an Ware, die das Lager werktäglich verlassen.

Fazit: insgesamt eine arbeitsreiche, aber interessante Woche.

A.Weygand


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