Mittwoch, 21. Dezember 2011

Zweite Veröffentlichung einer Masterarbeit im Studiengang Medizinrecht

Wir gratulieren Frau Claudia Holzner zu ihrem Beitrag in der Diskussion rund um das Thema „Das Krankenhaus als Ersatz für die Arztpraxis“

Das Masterprogramm Medizinrecht wird seit 2006 an der DIU angeboten. Inzwischen haben 28 Teilnehmer einen LL.M. im Medizinrecht in Dresden erworben. In diesem Jahr wurde die zweite Masterarbeit aus den Reihen unserer Absolventen veröffentlicht. Über die erste Veröffentlichung der Arbeit von Herrn Wünschmann berichteten wir im Februar dieses Jahres.
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Frau Holzner ist Rechtsanwältin, lebt in Hamburg und hat im März 2009 das Studium Medizinrecht sowie die entsprechende Fachanwaltsweiterbildung an der DIU aufgenommen. Sie studierte mit viel Engagement. Seit 2010 vertrat sie den Kurs als Kurssprecherin und wurde zum studentischen Mitglied des außerordentlichen Prüfungsausschusses an der DIU gewählt. Im Herbst  2010 meldete sie ihre Masterthesis an, die sie von Herrn Rechtsanwalt Immen aus Dresden betreuen ließ. Herr Immen ist seit Gründung des Studienganges als Dozent für Vertragsarztrecht tätig und betreute bereits die erste veröffentlichte Masterarbeit von Herrn Wünschmann. Herr Immen ist Inhaber einer auf Medizinrecht spezialisierten Kanzlei in Dresden und ein ausgewiesener Fachmann auf dem Rechtsgebiet des Vertragsarztrechtes.

Frau Holzner untersuchte in ihrer Arbeit die Auswirkungen des Paragraphen 116 b II im Sozialgesetzbuch V. Das Thema der Arbeit lautete: „Das Krankenhaus als Ersatz für die Arztpraxis“. Sie wurde auf das Thema im Rahmen des Studiums und bei dem Besuch einer sozialrechtlichen Fachveranstaltung in Hamburg aufmerksam. Zum Zeitpunkt der Anmeldung der Masterarbeit herrschte Verunsicherung und Unkenntnis der Rechtslage, da unklar war, wie in Fällen der Bestimmung eines Krankenhauses nach § 116 b II SGB V verfahren werden könne. Zahlreiche Klagen von Vertragsärzten waren und sind an den deutschen Sozialgerichten zu § 116 b II SGB V anhängig. Darüber hinaus wurde dieses Thema in allen einschlägigen juristischen Werken und Fachzeitschriften diskutiert.

Im Augenblick der Verteidigung der Arbeit im Juli diesen Jahres wurde die Thematik aufgrund des sich derzeit im Gesetzgebungsverfahren befindlichen Versorgungsstrukturgesetzes noch aktueller. Herr Professor Kern, wissenschaftlicher Leiter des Studiengangs und Zweitkorrektor der Arbeit, stellte nach der Verteidigung den Kontakt zum Leipziger Universitätsverlag her. Dann ging alles zügig: Nach wenigen formalen Umarbeiten standen bereits die Druckfahnen. Mit großer Freude hat die Universität im Oktober 2011 von der zweiten Veröffentlichung eines Absolventen ihres LL.M. Studienganges erfahren.

Franziska Ramisch
Projektmanagerin „Medizinrecht LL.M.“


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