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Sonntag, 1. August 2010

Unser Sommerausflug 2010 oder mit dem LLM Medizin & Recht nach: Meißen!

Schon vor ewig langer Zeit, damals als Studentin in Heidelberg, habe ich immer wieder begeisterte Berichte über die altehrwürdige und durch eine besondere Ausstrahlung sich auszeichnende Stadt in Sachsen, das bezaubernde Meißen, gehört.

Studiengang Medizinrecht in Meißen

Studiengang Medizinrecht in Meißen

Studiengang Medizinrecht in Meißen

Studiengang Medizinrecht in Meißen

Studiengang Medizinrecht in Meißen

Studiengang Medizinrecht in Meißen

Die Leute, die direkt nach der Grenzöffnung die Möglichkeit hatten, diesen wunderschönen Ort zu besuchen und kennenzulernen, taten wirklich allesamt dasselbe: sie schwärmten.

Das berühmte Porzellan der Meißener Manufaktur, das weiße Gold, war wohl jedem Bürger dieser nun glücklicherweise geeinten Republik ein Begriff und die Berichte darüber, wie unsagbar viele Westdevisen gegen nur einen einzigen Teller der Meißener Zwiebelmusterserie eingetauscht und unter Lebensgefahr nach Westdeutschland „entführt“ wurden, nahmen kein Ende und blieben ob ihres Duftes nach Abenteuer und Geheimnis ebenfalls unendlich interessant.

Als im Rahmen des LLM Programmes Medizin und Recht und noch viel mehr in Anbetracht der Freundschaften unter den Studierenden der Wunsch aufkam, die mehrwöchige Sommerpause an der DIU durch einen gemeinsamen Ausflug einzuläuten, war das Wunschziel somit unverzüglich gefunden. Meißen sollte es sein!

Nach der schriftlichen und mündlichen Prüfung Ende Juli bei Herrn Professor Dr. Kern, machten wir uns direkt anschließend alle auf den Weg. Die Stadt begrüßte uns mit bestem Wetter. Bereits die Ankunft am Bahnhof in Meißen und der Blick auf die schöne alte Häuserkulisse an der Elbe und die höher gelegene Albrechtsburg versetzte uns in Urlaubsstimmung.

Heiterkeit machte sich breit, als wir das zentral gelegene Hotel am Markt bezogen, in dem wir alle Unterkunft gefunden hatten und das mit seinem Straßencafe, den pastellfarben getünchten Stadthäusern ringsumher, der Kopfsteinpflaster-Piazza und den schönen Sonnenschirmen ein Ambiente bot, welches dem Ortskern einer mittelalterlichen toskanischen Stadt in nichts nachsteht.

Gekrönt wurde dies von einem vergnügten Abend in einem Gartenrestaurant an der Albrechtsburg, das einen wundervollen Ausblick über die verwinkelten Gassen und die vielen bunten Dächer der Stadt bot.

Am nächsten Morgen versammelten wir uns, um die Manufaktur kennnenzulernen. Bereits der Spaziergang dorthin übertraf unsere Erwartungen. Wir wanderten durch kleine Sträßchen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein schien und waren einfach nur entzückt.

Ebenso über die Meißener Weinberge, die in der Sonne lagen und mit ihren Sandsteineinfassungen und den uralten ausgetretenen Treppchen so idyllisch aussahen.

Der Besuch der Porzellanmanufaktur hat uns Einblicke in die Welt der Porzellanherstellung gegeben, wie man sie in dieser Form wohl nirgends sonst auf der Erde vermittelt bekommt.

Die Exponate des Museums sind eindrucksvoll und legen Zeugnis ab über die Wandelbarkeit des Geschmacks durch die vergangenen 350 Jahre. Denn dieses große Jubiläum feiert die Manufaktur in 2010.

Wir bewunderten die prächtige Kunst, die uns geboten wurde und stellten uns die Frage, wie mühselig und kompliziert allein die Herstellung einer mit Blütenknospen verzierten Schale gewesen sein musste, da doch jede Arbeitstätigkeit an einem Meißener Serviceteil von Hand ausgeführt wurde und auch heute noch wird.

Ganz besonders hervorzuheben ist das edle Restaurant der Manufaktur, wo wir am Mittag ein dreigängiges Menü auf Meißener Porzellan zu uns nahmen. Es ist ganz schlicht und modern gehalten und bildet somit einen reizvollen Kontrast zu den Exponaten. Von dem Sommermenü waren alle Teilnehmer begeistert - viele sagten, sie würden gerne einmal wiederkommen.

Nach der Wanderung zurück zum Hotel und durch die Stadt hinab an das Ufer der Elbe kletterten wir auf den Dampfer in Richtung Dresden Elbflorenz. In gemächlichen drei Stunden, die gleichwohl viel zu schnell vergingen, haben wir uns in Ruhe unterhalten und das letzte Studienjahr Revue passieren lassen.

Die Kulisse am Elbufer, welche der über einhundert Jahre alte Dampfer der sächsischen Dampfschiffahrts-gesellschaft passiert, ist unsagbar schön und romantisch.

Am Ende des Wochenendes waren alle Teilnehmer sich im Ergebnis einig: Es war ein wunderschöner kleiner gemeinsamer Urlaub - es hat Freude bereitet.

Weiteres Ergebnis:
.....es schwärmen nun noch mehr Leute von Meißen; die hatten Recht damals in Heidelberg.

 

Autor: Claudia Holzner; Rechtsanwältin / Hamburg

 

 


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