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Montag, 10. Dezember 2012

Zukünftige Kulturmanager besuchen Bautzen

Am Donnerstag dem 8. November 2012 tauschten die Studierenden des Masterstudiengangs Kultur + Management wieder einmal die Unterrichtsräume im World Trade Center gegen die kulturelle Praxis.

Zukünftige Kulturmanager besuchen Bautzen

Zukünftige Kulturmanager besuchen Bautzen

Zukünftige Kulturmanager besuchen Bautzen

Zukünftige Kulturmanager besuchen Bautzen

Zukünftige Kulturmanager besuchen Bautzen

Im Rahmen des Moduls „Kulturpolitik und Kulturförderung“ führte die Exkursion in diesem Jahr nach Bautzen. In einer eindrucksvollen Führung wurde die Geschichte des Gefängnisses Bautzen II vorgestellt, in dem auch der Schriftsteller Walter Kempowski als politischer Häftling untergebracht war. Ein einstündiger Stadtrundgang im Anschluss ließ uns mehr über die wechselvolle Geschichte Bautzens und den sich im Stadtbild widerspiegelnden Wechsel der historischen Zugehörigkeiten erfahren. So gehört der Bautzner Dom zu einer der wenigen Simultankirchen Deutschlands. Nach einer kurzen Mittagspause erwartete uns der Intendant des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Lutz Hillmann zu einer kurzen Besichtigung des Saales.  Im Probenraum  stellte er anschließend die Geschichte sowie die Struktur und Organisation seines Hauses dar, das deutschlandweit aufgrund seiner sorbischen Produktionen im Bereich des Schauspiels sowie des Puppentheaters einmalig ist. In seinen Ausführungen wurde vor allem die verschiedensten Formen der Finanzierung kommunaler Theater anschaulich verdeutlicht. Unsere nächste Station war das 2009 wiedereröffnete Stadtmuseum Bautzen, in dem uns der Leiter Dr. Jürgen Vollbrecht in einer Übersichtsführung zunächst das Haus und seine Sammlungen präsentierte.  Das Museum zeigt auf seiner Ausstellungsfläche von ca. 2.400 Quadratmeter zahlreiche Objekte der verschiedensten Sammelgebiete und kann somit als Universalmuseum verstanden werden. Das diese Zahl von über 400.000 Einzelobjekten, die größtenteils im Depot lagern, auch gleichzeitig die Problematik des Museums ausmacht, erläuterte Dr. Vollbrecht im anschließenden Gespräch mit den Studenten.

Fazit: Bautzen ist nicht nur durch seine Lage und sein kulturelles Angebot einen Ausflug wert, sondern verdeutlicht in vielfältiger Perspektive den kulturpolitischen Alltag und die damit verbundenen Herausforderungen kommunaler Kulturträger. Wir danken allen Gesprächspartner sehr herzlich für Ihre Zeit und die Auskunftsbereitschaft.


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