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Freitag, 27. März 2009

Studiengang Kultur + Management in Italien

Anfang März reisten die Studierenden zuerst nach Trento, einer Provinzhauptstadt mit glorreicher Vergangenheit.

In das von schneebedeckten Wipfeln umgebene  Etschtal zog es Anfang März die Studierenden des Studienganges Kultur und Management im Rahmen ihrer Studienfahrt. Das Ziel der Reise  war die Provinzhauptstadt Trento, deren glorreiche Vergangenheit bis in die vorrömische Zeit zurückreicht.

Der erste Tag begann mit einem Vortrag von Frau Maestri, der Kulturbeauftragten der Stadt Trento und der Region Trentino. Sie empfing die Gruppe in einem kleinen Saal des Rathauses und stellte die städtische Kulturarbeit vor. Dabei hob sie die Besonderheiten bei der Finanzierung von kulturellen Projekten hervor –in der unabhängigen Provinz verbleiben 95% des örtlichen  Steueraufkommens. Diese Mittel können direkt wieder investiert werden. Die Region hat daher vergleichsweise gute finanzielle Möglichkeiten zur Unterstützung der Kultur.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es gemeinsam mit dem Zug in das etwa 25 km südlich gelegene Rovereto. Hier folgte eine Führung durch das neu errichtete MART. Im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung standen einzelne Werke futuristischer Künstler, welche im direkten Vergleich zu thematisch ähnlichen Werken anderer Künstler verschiedener Kunstrichtungen gezeigt wurden. So wurden bestehende Parallelen erkennbar.

In der unweit des MART gelegenen „Casa Depero“ wurde den Studierenden einer der ersten international agierenden „Selbstvermarkter“ des Kunstbetriebs vorgestellt. Fortunato Depero entwarf nicht nur das Design der Campari-Flasche, sondern arbeitete u.a. für die amerikanische Vogue und kreierte Spielzeug, Möbel und Wandbehänge. Zahlreiche seiner Werke sind in seiner ehemaligen Wirkungsstätte zu sehen.

Am nächsten Morgen hielt Herr Ferrandi, Direktor des Historischen Museums der Region Trentino in Trento einen Vortrag über sein Museum. Die Einrichtung, für welche gerade ein neues Domizil errichtet wird, greift in zahlreichen Sonderausstellungen aktuelle Themen auf und erläutert diese mit ihrem historischen Hintergrund. Nach einem kleinen Besuch im historischen Archiv wurden die Studierenden mit einem kleinen Imbiss überrascht.

Nach dieser Erfrischung ging es weiter in das Castello del Buonconsiglio, wo die Leiterin der Museumspädagogik bereits auf die Gruppe wartete. Sie erläuterte die Aufgaben ihres Hauses, einem Verbund von vier verschiedenen Schlössern. Besucher sind hauptsächlich Familien und Schulklassen, wechselnde Sonderausstellungen ziehen aber auch anderes Publikum an. Beim Gang durch den ehemaligen Bischofspalast wurden die besonderen Schwierigkeiten, mit welchen die Museumsleitung bei der Neukonzeption von Ausstellungen zu kämpfen hat sichtbar. In den überreich dekorierten Renaissancesälen ist es nicht einfach eine Ausstellung wirkungsvoll zu präsentieren. Viele Besucher schauten mehr auf die Decken, als auf die präsentierten Objekte, so die Vortragende.

Am Nachmittag folgte eine spannende Stadtführung durch Trento mit Frau Schute. Sie wirbelte unermüdlich mit der Gruppe durch die Stadt und wusste die Studenten mit zahlreichen interessanten Details zu fesseln.

Der Samstagmorgen begann mit einem Vortrag zur Bedeutung der Universität Trentos. Herr Prof.Scaglia, Vizerektor der „Università degli Studi di Trento“ hob dabei besonders die Besonderheiten der Universität heraus, welche nicht nur die erste soziologische Fakultät Italiens beherbergt, sondern auch als einzige Universität Italiens aus einer solchen hervorgegangen ist. Heute hat die Universität sieben verschiedene Fakultäten und arbeitet an zahlreichen internationalen Projekten mit. Sie beherbergt auch das einzige Microsoft Research Centre in Europa.

Herr Prof. Scaglia, welcher auch an der Technischen Universität Dresden als Gastprofessor tätig ist, wünschte der Gruppe eine gute Heimreise nach Dresden, in das, wie er es nannte, „geheime Herz Deutschlands“.

Bevor es aber soweit war, ging es mit dem Zug erst einmal nach Verona, der Stadt von Romeo und Julia. Dort empfing Frau Montresor die Studierenden zu einer Stadtführung unter blaustem italienischem Himmel. Unter anderem wurde die „Arena die Verona“ besichtigt, ein Amphitheater, in welchem jedes Jahr im Sommer  aufwendig inszenierte Opern aufgeführt werden.

Mit einem gemeinsamen traditionellen italienischen Abendessen ging die ereignisreiche Studienfahrt in Trento am Samstag zu Ende.

» Universität Trento

» MART

» Historisches Museum der Region Trentino

» Castello del Buonconsiglio

» Opernfestival Verona

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