Samstag, 15. Juli 2006

Kunst, Kreativität und Wirtschaft

Hendrik Müller, junger und erfolgreicher Opernregisseur aus Berlin, war zu Gast beim Masterstudiengang Kultur und Management.

Prof. Dr. Rehberg mit Hendrik Müller und KuM-Studenten

Kreativität, Kunst und Wirtschaft

Hendrik Müller, junger und erfolgreicher Opernregisseur aus Berlin war zu Gast beim Masterstudiengang Kultur und Management. Welche Parallelen gibt es zwischen einem Opernregisseur und einem Kulturmanager?

Vielleicht mehr als so mancher der Teilnehmer am Beginn des gestrigen Abends noch dachte: Am Freitag, den 14. Juli, fand gemeinsam mit dem "Internationalen Forum für Kultur und Wirtschaft" eine Diskussionsrunde zu dem Thema "Kreativität, Kunst und Wirtschaft“ in der Motorenhalle des Dresdner Vereins "riesa efau" statt. Zu Gast war Hendrik Müller, ein junger Opernregisseur aus Berlin, der vor kurzem an der Semperoper gemeinsam mit Achim Freyer die "Zauberflöte" einstudierte und in Kürze mit einer eigenen Arbeit an die Sächsische Staatsoper zurückkehren wird. Zudem hat er schon zahlreiche Auszeichnungen und Preise im Bereich der Opernregie gewonnen.

Prof. Dr. Karl-Siegbert Rehberg als Studiengangsleiter des Masterstudiengangs Kultur und Management moderierte den Abend, indem er Hendrik Müller interviewte, Fragen zu seiner Biographie und Arbeitsweise stellte, welche der junge Regisseur in spannender und kurzweiliger Art zu beantworten wusste. Wie geht man an ein so großes Projekt wie die Inszenierung einer Oper oder eine Uraufführung heran? Hendrik Müller zeigte den Zuhörern seinen Weg auf, vom Herantasten über das Material, das zur Verfügung steht – in diesem Fall Text und Komposition, die Räumlichkeiten, die genutzt werden können – klassische Opernhäuser oder „neue“, ausgefallene Spielstätten, bis hin und das nicht zuletzt auch den Mitarbeitern, die ein so umfassendes Gemeinschaftsprojekt überhaupt erst ermöglichen – von den Solisten, über Chormitglieder, Dramaturgen, Ausstatter, Beleuchter etc. Ohne sein gesamtes Team sei ein Regisseur verloren, denn erst die anderen setzen seine Ideen um. An dieser Stelle war es Hendrik Müller auch besonders wichtig zu betonen, wie unentbehrlich eigene Erfahrungen in diesen Bereichen sind. Außerdem wurde deutlich, wie viel im Kreativitätsprozess auch von Intuition, dem Ausprobieren und Verwerfen von Ideen und vor allem dem Dialog mit inspirierenden Gegenübern abhängt. Dieser Schwerpunkt auf Teamarbeit und Dialog, in dem die meisten Ideen erst „kreiert“ und „wahr“ werden, dürfte den meisten Kulturmanagern nicht unbekannt sein.

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