Aktuelles

Mittwoch, 18. Januar 2012

Master-Studium der ZfP in Dresden – das Erfolgsmodell wird erweitert

Eine erstklassige Ausbildung legt das Fundament für eine aussichtsreiche Karriere - das gilt heute mehr denn je.

Masterstudiengang „Zerstörungsfreie Prüfung“

Der Masterstudiengang „Zerstörungsfreie Prüfung“ startete im April 2011 mit 15 Studenten aus Forschung und Industrie.

Wer sich all diesen Herausforderungen erfolgreich stellen will, kommt mit einem klassischen Erststudium oder einer grundständigen Berufsausbildung allein oft nicht mehr aus. Lebenslange Bildung und Qualifizierung zu Bewältigung der neuen Herausforderungen und Lösung innovativer Aufgaben ist notwendig, um ein hohes Maß an Erfolg und Zufriedenheit im Beruf zu erlangen. Dies gilt insbesondere auch auf dem Sektor der zerstörungsfreien Prüfung. Eine Vielzahl neuer Werkstoffe und Werkstoffkombinationen erfordern die Anpassung und Entwicklung bekannter Methoden und damit völlig neues Wissen. Zerstörungsfreie Prüfungen mit verschiedenen Verfahren sind heute existenzieller Bestandteil von Qualitätssicherung und –kontrolle in vielen Bereichen der gewerblichen Wirtschaft. Die von der DGZfP angebotenen Stufenkurse für Prüfer sind etabliert und eine gute Basis für die betriebliche Praxis. Zunehmend müssen jedoch komplette Prüfstrategien entwickelt und umgesetzt werden. Für das benötigte ingenieurtechnische Personal stand bisher in Deutschland keine adäquate Ausbildung zur Verfügung.

Diese Lücke schließt nun ein seit dem Sommersemester 2011 von der Dresden International University (DIU) und dem Fraunhofer- Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren, Institutsteil Dresden (IZFP Dresden) angebotener berufsbegleitender, universitärer Studiengang zum „Master of Science in nondestructive testing“.

Die Kompetenzen erwerben die Studenten in multimedialen, netzgebundenen Lehr- und Lernformen, durch Präsenzveranstaltungen am Hochschulort und im Selbststudium. Gerade die netzbasierte Wissensvermittlung mit einem engen Kontakt zwischen Dozenten und Studenten macht das besondere dieses Studiengangs aus und stellte in dieser Form auch für die DIU Neuland dar. Die Studierenden erarbeiten sich im 2-Wochen-Rythmus den Lehrstoff einzelner Komplexe und lösen dazu Aufgaben und beantworten Fragen in Form der Hausaufgaben. Der Austausch erfolgt über den DIU-eigenen Server. Videokonferenzen geben ihnen die Möglichkeit, kurz vor den Präsenz- und damit Prüfungswochen offene Fragen im direkten Kontakt mit den Lehrkräften zu besprechen. Vor Ort erfolgen dann klassische Vorlesungen, Übungen, Praktika und natürlich zum Abschluss die Prüfungen in den einzelnen Fächern.

Der erste Jahrgang hat das gesamte Modell aufgeschlossen umgesetzt und die Module 1 und 2 bereits erfolgreich absolviert. Für diese Studierenden galten als Zugangskriterium 240 Leistungspunkte (LP) nach dem Europäischen Kredit-Transfer-System. Nunmehr wird dieses Studium einem breiteren Kreis von Interessierten geöffnet und steht nach der Genehmigung durch das Ministerium Absolventen mit mindestens 180 LP offen. Gerade für Bachelor-Absolventen aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften stellt dieser Ausbildungsweg eine interessante Alternative zum klassischen Uni-Master dar. Im Studienschema wird deutlich, dass diese Studenten zunächst gemeinsam mit den 240ern studieren und zusätzlich die Module 7 und 8 belegen. Das eine umfasst Praktika aus dem beruflichen Umfeld, während der diese Studenten ein Thema pro Semester aus dem Unternehmen bearbeiten und dazu einen Bericht verfassen und verteidigen. Im Modul 8 kann aus einem breiten Angebot an Lehrveranstaltungen ausgewählt werden. Besonders interessant dürften die Stufenkurse der DGZfP sein, die dafür sorgen, dass die Absolventen am Ende nicht nur über ein breites theoretisches Wissen verfügen, sondern auch tatsächlich mal „geprüft“ haben. Der BC-Kurs war auch bisher schon Bestandteil des Studiums.

Der „Master in Zerstörungsfreier Prüfung“ deckt auf diese Weise ein sehr zukunftsorientiertes Berufsfeld ab und kann eine praxisnahe Alternative zur konventionellen Fachkräftesuche darstellen. So vergibt beispielsweise das Fraunhofer IZFP Dresden für besonders gute Absolventen Stipendien, die zum einen die Finanzierung des Studiums als auch eine Teilzeittätigkeit am Institut beinhalten. Mit der Bearbeitung konkreter Praktikumsthemen aus dem Forschungsalltag setzen die Studenten ihr erworbenes Wissen sofort um und erhalten im Gegenzug wichtige Impulse für ihre Ausbildung.

Dieses Modell könnte durchaus Vorbildwirkung in der Industrie entfalten und so das Sponsoring von Studenten für die einschlägigen Unternehmen interessant machen.

Der neue Kurs startet im April 2012!

Kontakt

Dr. Böhm
Tel.: 0351 40470-150
Fax: 0351 40470-110
mathias.boehm@di-uni.de
Freiberger Str. 37
01067 Dresden.


« Vorheriger Artikel -  zur Übersicht
Netzwerkpartner: