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Mittwoch, 26. September 2012

Auf den Spuren der Moderne

Zukünftige Kulturmanager besuchen das Festspielhaus Hellerau und die Ostrale.

Auf den Spuren der Moderne

Auf den Spuren der Moderne

Auf den Spuren der Moderne

Auf den Spuren der Moderne

Auf den Spuren der Moderne

Am Freitag, dem 7. September verließen die Studierenden des Masterprogramms Kultur + Management wieder einmal die Unterrichtsräume der DIU im World Trade Center, um in Dresden auf kulturelle Erkundungstour zu gehen. Dabei standen zwei Exkursionsorte auf dem Tagesplan, die bisher noch nicht zum barocken Standardrepertoire gehören, dennoch aber wichtige Bausteine für die Dresdner Kulturlandschaft sind.

In einer Führung des Deutschen Werkbundes wurde die Entstehung und die wechselvolle Geschichte des Festspielhauses Hellerau erläutert. Das 1911 errichte Gebäude lässt auch heute noch erahnen, welch progressiver Geist zu dieser Zeit dort vorherrschend war. Hervorgegangen aus der engen Verbindung von Arbeiten und Leben, wie sie bezeichnend für die gesamte Entwicklung des Stadtteils Hellerau ist, wurde dieser Ort zur Geburtsstätte des modernen Ausdruckstanzes bevor es im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts ebenfalls als Polizeischule und schließlich als Kaserne genutzt wurde (http://www.hellerau.org/hellerau/geschichte/). Mit dem Abzug der russischen Armee in den 90er Jahren begannen erste Initiativen zur "kulturellen Wiederbelebung" des Geländes, das seitdem kontinuierlich saniert und wieder hergestellt  wurde. Seit 2002 ist das Europäische Zentrum der Künste, einer der Träger des Studiengangs Kultur + Management, der Hauptnutzer dieser kulturellen Spielstätte. Es knüpft mit seinen Programmen im Bereich des modernen Tanzes, der zeitgenössischen Musik und mit den Aufführungen der Forsythe-Company an den innovativen Geist dieses geschichtsträchtigen Ortes an.  

Diesem Ausflug in den Dresdner Norden schloss sich am Nachmittag ein Besuch auf der OSTRALE‘O12 im Dresdner Ostragehege an. Auf dem ehemaligen Schlachthofgelände wird seit sechs Jahren jeden Sommer gattungsübergreifend und interdisziplinär zeitgenössische Kunst präsentiert. Unter dem Titel "Homegrown" beschäftigte sich die diesjährige Schau mit Fragen der Verortung kreativer Impulse in einem zeitlichen, räumlichen und kulturellen Kontext. Nach einer Führung durch die Mitarbeiterin Franka Hässner durch die Futterställe gab es im Anschluss die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Dr. Bernd Kugelberg, Mitglied des Fördervereins Ostrale e.V. Im Mittelpunkt der Diskussion standen vor allem Fragen zur Finanzierung und Förderung zeitgenössischer Kunst sowie dem passenden Marketing. Dabei wurde deutlich, dass nicht nur künstlerische Ideen und Kreativität bei der Umsetzung eines solchen Ausstellungskonzeptes gefragt sind, sondern ebenso das organisatorische Wissen und hohe kommunikative Kompetenzen der Verantwortlichen hinter den Kulissen. Ein durch und durch spannender Tag für die Studenten des Kulturmanagements, die so einen lebendigen Einblick in zukünftige Arbeitsfelder und deren tägliche Herausforderungen erhielten. Herzlichen Dank an Franka Hässner und Dr. Kugelberg  für diese Erfahrung.


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