Montag, 7. November 2011

KuMas in der Stadt der Moderne

Am 13. Oktober gingen die Studierenden des Masterstudiengangs "Kultur + Management" auf die alljährliche „Kulturpolitische Exkursion“.

KuMas in der Stadt der Moderne

KuMas in der Stadt der Moderne

KuMas in der Stadt der Moderne

Am 13. Oktober gingen die Studierenden des Masterstudiengangs Kultur-Management  in aller Frühe auf die alljährliche „Kulturpolitische Exkursion“. Ziel 2011 war Chemnitz, die „Stadt der Moderne“.

Nach einem geführten „Spaziergang durch die Innenstadt“ galt unser erster Besuch dem Chemnitzer Kulturkaufhaus DasTietz. Das 1913 als Warenhaus vom Architekten Wilhelm Kreis entworfene und erbaute Gebäude wurde 1938 nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten geschlossen und diente in den folgenden Jahren verschiedenen Zwecken, u.a. als Lager. Nach dem Krieg und dem Wiederaufbau wurde das Haus wieder Warenhaus. Nach dem Auszug der Kaufhof AG im Jahr 2001 suchten die Chemnitzer Stadtväter eine neue Nutzung für das Haus – und schufen dabei einen  außergewöhnlichen Ort der heute die Neue Sächsische Galerie, das Museum für Naturkunde mit dem Steinernen Wald, die Stadtbibliothek mit über 350.000 Medien sowie die Volkshochschule unter einem Dach vereint. Mit Herrn Hastreiter  erkundeten wir das vielseitige Haus und erfuhren einiges zu den (kultur-)politischen Hürden die überwunden werden mussten um das heutige Tietz zu schaffen. Alle Abteilungen wurden besucht, hier gaben die Leiter der einzelnen Einrichtungen Einblick in die Besonderheiten ihrer Häuser.

Eine kleine Mittagspause folgte und schon stand der zweite Besuch auf dem Programm. Wir hatten das große Glück und ganz besondere Vergnügen Frau Ingrid Mössinger in den Kunstsammlungen Chemnitz zu treffen. Frau Mössinger nahm sich trotz ihres zum Bersten gefüllten Terminkalenders Zeit für uns und erzählte von ihrem unermüdlichen Einsatz, die Kunst den Menschen in Chemnitz näher zu bringen. Ständig erweitert sie die Sammlung und entwickelt hervorragende Sonderausstellungen. Die Kunstsammlungen Chemnitz sind eine städtische Einrichtung und so trifft Frau Mössinger bei ihren innovativen Projekten trifft sie immer wieder auch auf Widerstand in der Stadt von dem sie sich aber nie aufhalten lässt. Dank ihrer Energie und ihrem Verhandlungsgeschick konnte die Stadt Chemnitz 2007 ein neues Museum eröffnen, dass die Sammlung Gunzenhauser präsentiert.

Ganz begeistert von Frau Mössingers Ausführungen konnten wir dann auch noch einen Blick in die aktuelle Sonderausstellung  Thema „Renoir – wie Seide gemalt“ und die dazugehörige Ausstellung „Samt und Seide“ mit französischen Stoffe aus der Zeit Renoirs werfen. Danach erwartete uns das Museum Gunzenhauser zu einer ausführlichen Kunstbetrachtung.

Um 18:00 Uhr verabschiedeten wir uns von der Stadt der Moderne und machten uns auf den Weg zurück ins Elbflorenz.


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