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Mittwoch, 12. Mai 2010

„Notre Dame“ Kultur + Management zu Besuch in der Semperoper

Auf Einladung der Chefdramaturgin der Semperoper besuchten die Studierenden des Masterstudienganges Kultur + Management gemeinsam die Oper „Notre Dame“

Opernbesuch des Masterstudiengangs Kultur + Management

Fragt man jemanden nach seinen Assoziationen zu „Notre Dame“, wird ein jeder antworten: „Das ist doch die Kathedrale in Paris!“ Hat man einen Literaturkenner vor sich, verweist dieser mit großer Wahrscheinlichkeit noch auf den Roman "Notre-Dame de Paris. 1482“ von Victor Hugo. Und spricht man mit einem Opernbesucher, kann er von Franz Schmidts Werk „Notre Dame“ berichten. Zu letzterer Gruppe gehören nun auch wir – die Studenten des Master-Studienganges „Kultur + Management“ der DIU.

Auf Einladung der Chefdramaturgin der Semperoper Frau Prof. Dr. Reinsberg treffen wir uns am 21. April um 18.00 Uhr im Kellerrestaurant der Oper zur Einführung in das Werk. Eine weise Entscheidung, wie sich herausstellen wird. Denn als der Vorhang aufgeht, erwartet uns nicht etwa die Kulisse einer gotischen Kathedrale um 1500 oder die Straßen von Paris, sondern ein grell beleuchteter und in Neonfarben gehaltener Hinrichtungsraum. Auf dem Hinrichtungsstuhl in der Mitte – die Zigeunerin Esmeralda mit platinblonden Locken à la Marilyn Monroe und in einem orangefarbenen Sträflingsoverall. Sie nimmt uns mit auf eine Reise in ihre jüngsten Erinnerungen: gefangen zwischen vier Männern, die alle ihre ganz eigenen Sehnsüchte in diese Frauenfigur hineinprojizieren, ist sie es am Ende, die zum Tode verurteilt wird.

Die Musik unterstreicht die Tragik dieser Rolle mit dramatischer Eindringlichkeit und Schwere. Sie geht unter die Haut – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wir sitzen in der ersten Reihe im Parkett und erleben so die Entfaltung der Musik aus nächster Nähe. Zuweilen überdeckt sie gar den Gesang, was dem Stück jedoch keinen Abbruch tut. Hier gehen die Meinungen unter uns allerdings auseinander und auch sonst bleiben einige offene Fragen. Doch für deren Klärung bleibt auch noch Zeit, schließlich ist der Abend noch nicht zu Ende.
Nach dem Stück ziehen wir weiter in das Restaurant des Societätstheaters in der Dresdner Neustadt. Dort stößt auch Frau Prof. Dr. Reinsberg zu uns und nun kann es losgehen. Bei Essen und Wein und in lockerer Atmosphäre nutzen wir die Gunst der Stunde, der Dramaturgin der Produktion "Notre Dame" all die Fragen zu stellen, die uns noch auf der Seele brennen. Dabei erfahren wir darüber hinaus auch viele interessante Details zur Entstehungsgeschichte der Inszenierung von „Notre Dame“ an der Semperoper.

So lautet das Fazit des Abends: ein rundum gelungener Opernbesuch, der, neben Genuss und Vergnügen, für einen regen Austausch über Stoff und Musik des Werkes sorgt und mit vielen neuen Informationen für uns aufwartet. Am Ende sind wir uns alle einig: Na, wenn dass nicht nach einer Wiederholung ruft!

Carina Helfers, Studentin im Masterstudiengang Kultur + Management


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