Dienstag, 5. Dezember 2017

Bessere Chancen durch Akademisierung

Die Nachfrage nach qualifizierten und motivierten Fachkräften im Gesundheitswesen steigt. Eine Antwort darauf ist die Akademisierung. Arbeitgeber sind künftig gut beraten, ihre Mitarbeiter und Auszubildende auf dem Weg zu einem universitären Abschluss, wie den Bachelor, zu unterstützen. 2011 startete die Dresden International University mit dem ausbildungsintegrierten Bachelorstudiengang für „Physiotherapie, B.Sc.“. Später kamen Pflege“ „Hebammenkunde, B.Sc.“ und seit 2017„Notfallsänitäter/in“ hinzu. Der Praxisbeirat dieser Bachelorstudiengänge betonte nun auf seiner jährlich stattfinden Fachkonferenz die Vorteile der Akademisierung von Gesundheitsfachberufen.

In Deutschland sind nach Auskunft des Bundesgesundheitsministeriums rund 2,7 Millionen Menschen auf Pflege angewiesen. Demgegenüber steht die sinkende Zahl an Pflegekräften. Eine Diskrepanz, die der demografische Wandel in den nächsten Jahren noch verstärken wird. Daher verlangt der Deutsche Pflegerat (DPR) schon seit langem eine Akademisierung innerhalb der Berufsgruppe: „Wir brauchen einen Qualifizierungsschub in der Pflege“, fordert DPR-Vizepräsident Franz Wagner, „Pflegekräfte müssten künftig noch evidenzbasierter arbeiten.“

Auch in anderen Gesundheitsfachberufen steigt die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften denn auch hier mangelt es an Nachwuchskräften. Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Hebammen sollten daher ebenfalls verstärkt an Hochschulen ausgebildet werden, empfiehlt der Wissenschaftsrat. Die Akademisierung ist nach Meinung des Wissenschaftsrats erforderlich, weil die Gesundheitsberufe künftig komplexere Tätigkeiten ausüben werden als heute und auch in einem gewissen Umfang bisher von Ärzten wahrgenommene Aufgaben übernehmen sollen. Dafür müssten die Gesundheitsberufe befähigt werden, ihr Handeln anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse zu reflektieren und die zur Verfügung stehenden Versorgungsmöglichkeiten kritisch auf ihre Evidenzbasierung zu prüfen. Durch den erhöhten Bedarf an Pflegeleistungen und den medizinischen Fortschritt werden die Aufgabenfelder von Pflegekräften, Physiotherapeuten und Notfallsanitätern immer komplexer. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern kämpfen die Gesundheitsfachberufe in Deutschland schon länger mit ihrem schlechten Image. Seit 2011 begegnet die Dresden International University (DIU) diesem Trend - in diesem Jahr startete der erste ausbildungsbegleitende Studiengang „Physiotherapie, B.Sc.“. Seitdem steigen die Teilnehmerzahlen kontinuierlich. Damit Inhalte und Angebote stets den Anforderungen an Gesundheitsfachberufe entsprechen, trifft sich einmal jährlich der Praxisbeirat der Studiengänge und lädt zugleich Krankenhäuser, Kliniken und Fachschulen ein. Durch die Akademisierung durch die DIU soll die steigende Nachfrage be dient und mehr Schulabgänger für diesen Berufszweig gewonnen werden. So berichtet der Absolvent der Physiotherapie Robert Scheffler wie wertvoll das begleitende Studium für ihn war. „Für mich als Berufseinsteiger bietet der international anerkannte Bachelorabschluss viele Perspektiven. Ich konnte für ein halbes Jahr ins Ausland gehen. In den Niederlanden zum Beispiel ist es ganz selbstverständlich, dass Physiotherapeuten studieren.“ Die DIU-Studiengänge ergänzen nicht die klassische Ausbildung sondern stellen vielmehr eine Ergänzung des Angebotes dar „Durch den Bachelor bieten sich viele interessante Entwicklungsmöglichkeiten“, bestätigt auch Frida Regner, Absolventin des Studiengangs „Pflege, B.Sc.“. "Die Kombination aus studierten und ausgebildeten Pflegern bietet eine optimale Versorgung für Pflegebedürftige. Das ist ein gutes Ergebnis", so Frida Regner.

Die Bachelorstudiengänge „Pflege, B.Sc.“, „Physiotherapie, B.Sc.“, „Hebammenkunde, B.Sc.“ und „Notfallsanitäter/in, B.Sc.“ bilden die Grundlage für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben und eine vielversprechende Weiterentwicklung. Interessierte können sich am 27. Januar 2018 zum „DIU LIVE-Tag der offenen Tür“ persönlich davon überzeugen. Im April 2018 starten die neuen Matrikel. Anmeldungen und Informationen können Interessierte über Anna Kojro-Richter anfragen.


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