Mittwoch, 15. Februar 2017

Kommunikationskompetenz als Gesundheits- und Wertschöpfungsfaktor

Kommunikationskompetenz ist im privaten und beruflichen Kontext eine der wichtigsten Schlüsselkompetenzen. Professor Dr. Herbert Bock, Wissenschaftlicher Leiter des Masterstudiengangs „Human Communication – Kommunikationspsychologie und -management“ an der Dresden International University, erläutert was Kommunikationskompetenz ausmacht.

Um die Herausforderungen im Beruf als Führungskraft zu meistern sind neben den fachlichen Kompetenzen – etwa als Ingenieur oder Betriebswirt – auch Soft Skills erforderlich. Damit gemeint sind besonders kommunikative Kompetenzen. Zum Profil einer wirksamen Kommunikationskompetenz gehören selbstverständlich kommunikative Basics wie differenzierte rhetorische Fähigkeiten, die Beherrschung des Instrumentariums kommunikativer Gesprächsführungstechniken sowie eine ausgeprägte Präsentationspräsenz. Das Wirkungsspektrum einer humanistisch orientierten Kommunikationskompetenz reicht allerdings weit über die situationsangemessene Formulierung „knackiger“ Botschaften hinaus. Zu den beruflich immer mehr geforderten Soft Skills gehören ausgeprägte Fähigkeiten zu verhandeln, zu überzeugen, zu verkaufen, zuzuhören, zu vermitteln und zum angemessenen Feedback.

Eine derart umfassende Kommunikationskompetenz ist den Wenigsten in die Wiege gelegt. Auch ein Wochenendseminar wird keine nachhaltige Kompetenzsteigerung erbringen können, eher schon die Einsicht in die Notwendigkeit des Mehr an Wissen und Training über kommunikative Prozesse, die alle beruflichen und privaten Netzwerke durchziehen und sie in ihrer Qualität prägen.

Kommunikationskompetenz – so wie wir sie verstehen – erschließt ihre erfolgsträchtigen Möglichkeiten in enger Verknüpfung mit und der Reflexion der persönlichen Kommunikationsgeschichte und damit auch einer Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, mit ihren Stärken ebenso wie mit ihren „blinden Flecken“. Im Prozess der persönlichen Weiterentwicklung ihrer persönlichen Kommunikationsgewohnheiten in Richtung „innere Stimmigkeit“ festigt sich nicht nur die Basis für eine wirkungsvolle Kommunikationsfähigkeit. Gleichzeitig erwächst damit die Einsicht in eine Kommunikationskompetenz als Gesundheitsfaktor, aufgrund der zunehmenden persönlichen Achtsamkeit und der intensiveren Achtsamkeit für kommunikative Hindernisse.

Die Wirksamkeit einer professionellen Kommunikationskompetenz wird jedoch erst dann optimiert, wenn wir auch die Ecken und Kanten unserer Kommunikationspartner besser einschätzen können. Dies ist bekanntermaßen schon privat von Vorteil, beruflich geradezu unerlässlich, wenn Sie es – in welcher Branche auch immer - mit den unterschiedlichsten Menschen und deren speziellen Persönlichkeitsstilen zu tun haben. Wenn Sie etwa als Leiter einer Abteilung Ihre Mitarbeiter auch aufgrund Ihrer Kommunikationskompetenzen zu einem leistungsstarken Team zusammen führen können, dann erweist sich die Kommunikationskompetenz in ihrer Wirkung auch als Wertschöpfungsfaktor!

Die Psychologie hat mit Erkenntnissen zu Kommunikations- und Persönlichkeitsstilen sowie zu Persönlichkeitsstörungen bedeutsame Beiträge erarbeitet, deren Studium und Berücksichtigung sich auch zur erfolgreichen Bewältigung der kommunikativen Aufgaben im beruflichen Alltag von Führungskräften eignet.

Mit dem Masterstudium „Human Communication – Kommunikationspsychologie und -management“ bietet die Dresden International University ein entsprechendes Studienangebot, das die wissenschaftlichen Standards eines Masterstudiums zu den Themen Kommunikationspsychologie und Kommunikationswissenschaft mit den praktischen Erfordernissen eines berufsbegleitenden Aufbaustudiums verbindet. Zielgruppe sind Personen, die bereits ein abgeschlossenes Studium gleich welcher Fachrichtung aufweisen, Berufserfahrung mitbringen und an einer nachhaltigen Weiterentwicklung ihrer persönlichen Kommunikationskompetenzen interessiert sind.

Weitere Informationen erhalten Sie von der Projektmanagerin des Studiengangs Tanja Matthes. Der nächste Zustieg ist am 17. März 2017 möglich.

Autor: Prof. Dr. Herbert Bock, Wissenschaftlicher Leites des Mastertudiengangs „Human Communication – Kommunikationspsychologie und -management“ 


« Vorheriger Artikel -  zur Übersicht
Netzwerkpartner:
  • IKK classic
  • Universitätsklinikum Dresden
  • GWT