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Mittwoch, 19. Oktober 2016

Der Masterstudiengang „Krankenhauspharmazie“ – Ein Erfahrungsbericht

Zwei Jahre berufsbegleitendes Studium liegen hinter der DIU-Absolventin Anette Woermann. In einem Interview für die Zeitschrift Krankenhauspharmazie berichtete sie von ihren Erfahrungen im Masterstudiengang „Krankenhauspharmazie“ an der privaten Weiterbildungsuniversität der TU Dresden.

Die Chefapothekerin der Zentralapotheke der Marienhospital Gelsenkirchen GmbH Anette Woermann ist Absolventin des DIU-Masterstudiengangs „Krankenhauspharmazie“. Dr. Jörg Brüggmann, Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung des Studiengangs, sprach mit ihr über ihre Erfahrungen, die sie in dem zweijährigen, berufsbegleitenden Masterstudium sammelte.

Im Folgenden ein Auszug aus dem Interview, das in der September Ausgabe 2016 der Zeitschrift Krankenhauspharmazie (KPH Nr. 9 (2016), S. 406-407) erschienen ist.

Was hat Sie trotz Ihrer Erfahrung und Ihres Wissens dazu bewegt, sich erneut auf die universitäre „Schulbank“ zu setzen?
Im DRG-Zeitalter sind wir Krankenhausapotheker täglich gefordert, Arzneimittel unter ökonomischen Gesichtspunkten auszuwählen und dennoch für den jeweiligen Patienten eine optimale Therapie zu erreichen. Damit dies qualitätsgesichert im ganzen Team gelingt, habe ich unsere Apotheke bereits im Jahr 2000 als eine der ersten Krankenhausapotheken nach DIN EN ISO zertifizieren lassen. Seit 2013 ist unsere Apotheke auch als Arzneimitteltherapiesicherheits-qualifizierte Apotheke zertifiziert. Doch Zertifizierungen und die eigene Erfahrung bilden nur die Grundlage für das tägliche Tun. Um auch beim Wissen auf dem aktuellen Stand zu sein, habe ich mich entschieden, den Studiengang Krankenhauspharmazie M. Sc. zu belegen.

Krankenhausapotheker sind ja wie Ärzte dazu angehalten, sich kontinuierlich fortzubilden. Dazu werden vorwiegend Fortbildungsveranstaltungen besucht. Wo lag für Sie der wesentliche Unterschied zwischen diesen vielseitigen Veranstaltungen und dem Masterstudium?
Der Stundenumfang und die Modulbeschreibungen des Masterstudienganges zeigen bereits, dass die Lehrinhalte sehr gründlich bearbeitet werden. Während in anderen Fort- bzw. Weiterbildungen verschiedene Sachverhalte aufgrund der begrenzten Zeit nur angerissen werden können, zeichnet sich der Masterstudiengang durch die Tiefe der Wissensvermittlung und die extrem kleine Gruppe der Studienteilnehmer aus.

Gab es Themen oder Module aus dem Curriculum, die für Sie neu oder besonders wertvoll waren?
Als besonders wertvoll habe ich das Update der Therapieleitlinien diverser Krankheitsbilder empfunden. Ebenso wurden die Methoden der Klinischen Pharmazie sehr vertiefend behandelt. Bereichernd waren auch die Management-Seminare (angefangen von der Krankenhausfinanzierung bis hin zum Personalmanagement). In Statistik und Biometrie habe ich viele neue Aspekte gelernt, die dann auch für die Masterarbeit hilfreich waren.“

Der Masterstudiengang „Krankenhauspharmazie“ richtet sich an approbierte Apotheker, die bereits Erfahrungen in einer öffentlichen oder Krankenhausapotheke vorweisen können. Schwerpunkte des Studiums sind die Arzneimitteltherapie, die Gesundheits- und Pharmakoökonomie, das Krankenhaus-, Apotheken-, Personal- und Qualitätsmanagement sowie rechtliche Grundlagen. Für den Studienstart am 3. April 2017 sind noch Plätze für ein Teilstipendium verfügbar! Weitere Informationen erhalten Sie von der Projektmanagerin des Studiengangs Nadine Uhlig.


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