Icon Kultur und Sozialwissenschaften

Wissenschaftliches Symposium des Mastersprogamms Human Communication

Kommunikationspsychologie und -management in Kooperation mit Kleinert - Heidig & Partner - Prozesspsychologen


Datum:10. Juli 2015, 09.00-17.00 Uhr
Ort:Dresden International University, Freiberger Straße 37, 01067 Dresden, Hörsaal
Kosten:150 Euro inklusive Getränke und Mittagsimbiss
Sonderkonditionen für DIU-Absolventen, DIU-Studierende und DIU-Partner
Abschluss:Teilnahmezertifikat

Kontakt

Dipl.-Soz. Tanja Matthes

Tel:  0351 40470-131
Fax: 0351 40470-110
tanja.matthes@di-uni.de


Wie viel Arbeit braucht der Mensch? - Kommunikationspsychologische Beiträge zu Arbeit und Gesundheit.

Burnout sei keine Krankheit, Burnout sei eher eine Art Risikozustand, hat Herbert Rebscher (Vorstandsvorsitzender DAK-Gesundheit) einmal gesagt. Ein Risikozustand ist das Ende einer Reise bis an die persönlichen Grenzen. Was in der Jugend bisweilen reizvoll sein mag, wird auf Dauer zum gesundheitlichen Problem. Das Eigenwillige an Grenzen: Man entdeckt sie erst, wenn man dran oder drüber ist.

Wir gehen noch weiter und fragen: Ist Burnout nicht vielmehr eine eigentlich gesunde Reaktion auf immer mehr Beschleunigung und Arbeitsverdichtung?

Sie denken jetzt vielleicht: Jetzt kommt das Lied von der Work-Life-Balance, der Achtsamkeit.

Aber: Achten wir wirklich auf irgendwas? Oder sind diese Geschichten über bessere Selbstsorge nur allzu gern geglaubte Gemeinplätze, mit denen wir unsere Rennbahn-Lebensläufe schönreden? Wird Wellness nicht selbst zur Rennbahn: immer schneller noch entspannter? Wenn jemand aus dem Tritt gerät oder ganz aus dem Hamsterrad kippt, sagen wir dann nicht, sie oder er hätte zu wenig für sich getan?

Ein selbstbetrügerischer Teufelskreis? Mindestens!

Wir liefern nicht nur wissenschaftliche Vorträge. Unser Ziel: Diskussionen zu ganz praktischen Fragen ("Wie viel Arbeit braucht der Mensch?"), angereichert mit wissenschaftlichen Betrachtungen und bisweilen auch herzlich polemischen Pointen. Wir nehmen den gegenwärtigen Gesundheitsbegriff auseinander und werfen der protestantischen Arbeitsethik ein paar traurige Strophen hinterher. Wir fragen, warum viele Menschen, kurz bevor sie sterben, vor allem eines bereuen - zuviel gearbeitet zu haben. Und wenn Sie wollen, hinterfragen Sie Ihre Prioritäten mit ein paar ebenso kurzen wie lehrreichen Übungen. Kurz: wir diskutieren mit Ihnen wichtige Fragen über die Arbeit und das Leben.

Das Programm

09.00 - 09.30 Uhr: Anmeldung
09.30 - 09.45 Uhr: Begrüßung durch Professor Dr. Herbert Bock, Wissenschaftlicher Leiter des Studiengangs Human Communication (Kommunikationspsychologie)
09.45-10.30 Uhr:   Eröffnungsvortrag - Warum müssen wir arbeiten wollen? (Professor Dr. Matthias Schmidt/Hochschule Zittau/Görlitz)

10.30-10.45 Uhr: Kaffeepause

Schwerpunkt 1: Arbeit: Sinn und Gesundheit

  • 10.45-11.15 Uhr: Die Sinnlosigkeit der Arbeit und die Arbeit an der Sinnlosigkeit (Vortrag von Benjamin Zips/Internationales Hochschulinstitut Zittau)
  • 11.15-11.45 Uhr: Wie viel Arbeit ist eigentlich gesund?! - Ressourcen in der Arbeit (Dr. Sandra Wolf/Technische Universität Dresden)


Schwerpunkt 2: Bigger, better, faster, more… Oder können wir doch anders?

  • 10.45-11.15 Uhr: Nothing else matters (Vortrag von Dr. Martin Krämer/selbständiger Rechtsanwalt)
  • 11.15-11.45 Uhr: Leben. Genießen. Keine Auflösung eines Widerspruchs (Axel Krüger/Unternehmensberater)


11.45-12.00 Uhr: Kaffeepause

Schwerpunkt 3: Gesundheit ohne Arbeit?

  • 12.00-12.30 Uhr: Was macht Langzeitarbeitslose „speziell“? (Professor Dr. Matthias Schmidt/Hochschule Zittau/Görlitz)
  • 12.30-13.00 Uhr: Methoden, Möglichkeiten und Grenzen der Gesprächsführung im Jobcenter (Benjamin Zips/Internationales Hochschulinstitut Zittau)
  • Im Rahmen dieses Schwerpunkts wird das Buch "Gesprächsführung im Jobcenter" vorgestellt.


Schwerpunkt 4: Was ist eigentlich wichtig? Und wie viel ist genug?

  • 12.00-12.30 Uhr: Ein jedes hat seine Zeit: Methoden für die (Neu-)Bestimmung der Work-Life-Balance (Jörg Heidig/Kleinert & Heidig - Prozesspsychologen)
  • 12.30-13.00 Uhr: Eine chrono-ökonomische Herleitung der Suffizienz (Markus Will/Hochschule Zittau/Görlitz)


13.00-14.00 Uhr: Mittagspause

14.00-15.30 Uhr: Workshops mit integrierten Übungsanteilen

  • Workshop 1: „Gesundheitsmanagement 4.0“ - ein nachdenklicher Blick auf die Möglichkeiten eines digitalisierten Gesundheitsmanagements (Ina Jäkel/Freie Dozentin)
  • Workshop 2: Gesund bleiben in Behörden - warum das nicht so einfach ist, und wie es dennoch funktioniert (Jörg Heidig/ Kleinert & Heidig - Prozesspsychologen)


15.30-16.00 Uhr: Abschlussdiskussion (moderiert von Professor Dr. Matthias Schmidt/Hochschule Zittau/Görlitz)

Netzwerkpartner:
  • GSAAM
  • Bayer Technologiy
  • Maritim Hotel & Internationales Congress Center Dresden