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Masterstudiengang

Präventionsmedizin, M.Sc.


Start des Programms:14. Oktober 2010
Studiendauer:2 Jahre
ECTS-Punkte:60
Abschluss:Master of Science (M.Sc.)
Studiengebühren:für Mitglieder der GSAAM 20.350 EUR, für Nicht-Mitglieder 22.350 EUR

Kontakt

Dipl.-Volksw. Simone Krautz

Tel: 0351 463-32179
Fax: 0351 463-33956
praevention@di-uni.de


  • Dieser Studiengang wurde durch ZEvA akkreditiert

Die demographische Entwicklung der Gesellschaft mit erheblicher Zunahme älterer Menschen führt zu einem dramatischen Anstieg der häufigen und alterungsbedingten sogenannten "Volkskrankheiten". Dazu zählen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Arteriosklerose, Arthrose und Osteoporose, Diabetes Typ II, Altersmalignome, Altersdemenz und vieles mehr. Solche Folgen der sich physiologischerweise entwickelnden Alterungsprozesse werden zunehmend als "Krankheit" definiert. Sowohl Dauer als auch Intensität des "späten Krankseins" sind mit einer hohen Inanspruchnahme der Krankenkassensysteme und häufig mit Invalidität, Abhängigkeit und Pflegebedürftigkeit verbunden, was eine Herausforderung auch für die Pflegesysteme darstellt. Angesichts einer möglichen Lebensspanne von derzeit 120 – 130 Jahren tritt trotz aller heute machbaren medizinischen Hilfen für die Mehrheit der Menschen der Tod um eine Generationsphase von 30 – 40 Jahren zu früh ein. Die Versorgung älterer Menschen kann sich nicht mehr nur auf die Behandlung bereits eingetretener und stark fortgeschrittener Alterserkrankungen beschränken. Als erster Ausweg des Gesundheitssystems wurde die Früherkennung von sich entwickelnden Krankheiten intensiviert. Neu dazu gekommen sind die Bemühungen, bereits eine "aktive Prävention" zu betreiben. Diese umfasst das Aufdecken individueller Risikofaktoren für die Altersgesundheit, die sowohl angeboren (z.B. Punktmutationen) als auch erworben (z.B. "ungesundes Verhalten") sein können und zunehmend günstig beeinflussbar sind. Dazu kommen Präventionsmaßnahmen, die generell die Alterungsprozesse mit ihren Verfallserscheinungen und ihren nachlassenden Reparatursystemen (z.B. Gewerbserneuerung, Selbstheilung) betreffen. Um medizinische Prävention von Alterskrankheiten sinnvoll zu betreiben, ist das Wissen und Verständnis für die durch den Alterungsprozess vermittelten physiologischen und pathologischen Bedingungen eine unabdingbare Voraussetzung. Der Studiengang trägt der multidisziplinären Aufgabe von Prävention Rechnung, in dem zahlreiche Wissenschaftler und universitäre Lehrer ihres jeweiligen Faches als Dozenten lehren. Dieses hohe Niveau der Lehre sichert den Studenten eine absolut zeitnahe, moderne, hochqualifizierte Ausbildung in Prävention mit modernsten didaktischen Lehrmitteln zu wichtigen theoretischen Inhalten und deren praktischer Anwendung. Das praktische "hands on", die Umsetzung der Prävention in die moderne medizinische Praxis, wird dabei besonders berücksichtigt.

Dieser zukunftsweisende Masterstudiengang wird seit September 2007 in Kooperation mit der German Society of Anti-Aging Medicine (GSAAM) – Deutsche Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin e.V. - angeboten.

Die demografische Entwicklung der Gesellschaft mit erheblicher Zunahme älterer Menschen führt zu einem dramatischen Anstieg der häufigen altersbedingten so genannten „Volkskrankheiten“. Dazu zählen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Arteriosklerose, Arthrose und Osteoporose, Diabetes Typ 2, Altersmalignome, Altersdemenz und vieles mehr. Die medizinische Versorgung dieser Erkrankungen beansprucht enorme medizinische und finanzielle Ressourcen.

Die intensive medizinische Forschung trägt dazu bei, dass die Entwicklung dieser Erkrankungen immer frühzeitiger erkannt werden kann. Dazu zählen beispielsweise die Analyse individueller Risikofaktoren wie die genetische Prädisposition, der individuellen Lebensweise und der Lebensumstände. Moderne medizinische Diagnosemethoden ermöglichen eine detaillierte Analyse des Erkrankungsrisikos und des Erkrankungsfortschritts. Gleichzeitig bieten neu entwickelte Therapien die Möglichkeit, Alterungsprozesse mit ihren Verfallserscheinungen zu verlangsamen und individuelle Selbstheilungskräfte zu stärken.

Vor diesem Hintergrund sehen sich alle medizinischen Fachgebiete neuen Herausforderungen gegenüber: Neben der therapeutischen Krankheitsversorgung rückt zunehmend die Bemühung um eine aktive Prävention der physiologisch bedingten Alterungsprozesse und der damit verbundenen Erkrankungen in den Mittelpunkt der medizinischen Betreuung.  Zudem sind von alterungsbedingten Verfallserscheinungen mehr oder weniger alle Gewebe, Organe und Strukturen des Organismus betroffen. Daher ist eine effektive Präventions- und Alterungsmedizin als eine interdisziplinäre Aufgabe aller medizinischen Fachgebiete anzusehen.

Der Masterstudiengang Präventionsmedizin vermittelt aktuelle Kenntnisse der Präventionsmedizin. Der multidisziplinären Aufgabe von Prävention wird Rechnung getragen, indem verschiedenste medizinische Bereiche mit ihren präventionsmedizinischen Maßnahmen einbezogen sind. Die Lehre übernehmen zahlreiche hervorragende Wissenschaftler und universitäre Lehrer aus unterschiedlichen medizinischen Fachbereichen, wodurch eine zeitnahe und hochqualifizierte Ausbildung gesichert wird. Basierend auf der Vermittlung theoretischer Erkenntnisse wird die Umsetzung der Prävention in die moderne medizinische Praxis besonders berücksichtigt.

Der Studiengang richtet sich insbesondere an approbierte Ärztinnen und Ärzte, die als Niedergelassene oder Angestellte oder in Kliniker tätig sind und die ihre Fachkompetenzen im Bereich der Präventionsmedizin für den Einsatz in der medizinischen Praxis erweitern wollen.

Die kompakte Wissensvermittlung mit einem hochqualifizierten Dozententeam wird den aktuellen Anforderungen einer effektiven Weiterbildung gerecht. Die berufsbegleitende Konzeption des Studiengangs ermöglicht den Teilnehmern die Verbindung einer akademischen Weiterbildung mit ihrer beruflichen Tätigkeit. Mit dem erfolgreichen Abschluss dieses innovativen Studiengangs erwerben die Teilnehmer den national und international anerkannten akademischen Titel „Master of Science in Preventive Medicine“. Der Studiengang ist der erste europäische Ausbildungsgang zu einem qualifizierten akademischen Abschluss mit internationaler Graduierung in der klinischen Medizin.

Das Masterstudium erstreckt sich über zwei Jahre und ist in vier Semester unterteilt.

Die Vermittlung der Studieninhalte erfolgt hauptsächlich in Form von Vorlesungen, die u.a. durch Hospitationen und Expertengesprächen ergänzt werden. Das Studium umfasst insgesamt 558 Präsenzstunden. Inhaltlich ist das Studium in verschiedene Module unterteilt, die jeweils am Semesterende mit Prüfungsleistungen abgeschlossen werden.

Das vierte Semester ist der Anfertigung der Masterthesis vorbehalten.

Die Präsenzzeit umfasst pro Semester ca. acht Wochenenden (freitags bis sonntags). Die Lehrveranstaltungen finden in Dresden und München und gegebenenfalls auch anderen Orten statt. Über Ort und Zeit werden die Teilnehmer rechtzeitig vor Semesterbeginn informiert.

Themenschwerpunkte des Masterstudiengangs mit entsprechendem Fokus auf Besonderheiten der Präventionsmedizin und einen multidisziplinären Ansatz:

  • Wissenschaftliche Basislehre (u.a. Epidemiologie),
  • rechtliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen (u.a. Abrechnung, Organisationsformen, Praxismanagement),
  • Physiologie der Alterung (Gerontologie, Genetik),
  • Stammzellentherapie und regenerative Medizin,
  • apparative und labormedizinische Diagnostik,
  • Ernährungsmedizin,
  • Sportmedizin,
  • allgemeine und spezielle Onkologie,
  • Kardiologie,
  • Stress und Folgekrankheiten, betriebliche Prävention,
  • Coaching in der Prävention,
  • Orthopädie und Osteologie,
  • Männergesundheit und Urologie,
  • Frauengesundheit und Gynäkologie,
  • Endokrinologie,
  • Immunseneszens, Inflamming,
  • Umweltmedizin,
  • Krankenhausrecht,
  • neurodegenerative Erkrankungen,
  • Dermatologie sowie
  • Mund-, Kiefer- und Zahnalterung.

Wissenschaftliche Leitung

  • Dr. med. Claudia Hennig
    Fachärztin für Allgemeinmedizin, Vorstand der Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin e.V. (GSAAM)
  • Professor Dr. med. Alfred Wolf
    Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Laborfachkunde, seit 1986 Apl. Professor der Universität Ulm 

Dozenten (Auswahl)

  • Prof. Dr. med. Aloys Berg
    Facharzt für Laboratoriumsmedizin und für Physikalische und Rehabilitative Medizin bei Zusatzspezifikationen für Sportmedizin und Ernährungsmedizin (DAEM), seit 1974 Mitarbeiter der Abt. Sportmedizin am Universitätsklinikum Freiburg, heute als stellvertretender Abteilungsleiter sowie Leiter des Bereichs Sporternährung am Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Freiburg
  • Prof. Dr. med. Hans K. Biesalski
    Lehrstuhlinhaber und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaften an der Universität Hohenheim
  • Dr. med. Wolf Bleichrodt
    Marineoffizier, Medizinstudium, Niederlassung 1977 als Gynäkologe in München–Solln; Anerkennung gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin; Tätigkeit als Medizinjournalist; 1998 Mitgründer der Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin e.V. (GSAAM)
  • PD Dr. Dipl.-Psych. Pasquale Calabrese
    Studium der klinischen Psychologie und Medizin mit den Schwerpunkten Neuropsychologie und klinische Neurologie sowie Biologie in Zürich, Konstanz und Bochum, seit 1995 Leiter der Abteilung für Neuropsychologie und Verhaltensneurologie und der neuropsychologischen Lehr- und Forschungsambulanz an der Universitätsklinik Bochum
  • Dipl.-Ing. Guido Fiolka
    Mitgründer und Geschäftsführer des Coaching Center Berlin, Wissenschaftlicher Leiter und Dozent von Coach-Ausbildungen an der Integral Coach Academy in Berlin
  • Annette Kruse-Keirath
    Seit 1993 als selbständige Unternehmensberaterin für Ärzte und Zahnärzte mit dem Schwerpunkt patienten- und serviceorientierte Praxisführung (erfolgsorientierte Unternehmensplanung, Praxisorganisation, Praxismarketing, Implementierung von Selbstzahlerleistungen, Qualitätsmanagement in der Praxis, Personalmotivation und -führung, Kommunikation und Personal Coaching) tätig
  • Prof. Dr. med. Hildebrandt Kunath
    Institut für Medizinische Informatik und Biometrie an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden
  • PD Dr. med. Stefan Möhlenkamp
    Internist und Kardiologe und habilitierter Oberarzt in der Klinik für Kardiologie am Westdeutschen Herzzentrum Essen, Forschungsschwerpunkte: bildgebende und nichtbildgebende Verfahren zur Früherkennung kardiovaskulärer Erkrankungen, insbes. KardioCT
  • Dr. med. Kurt E. Müller
    Facharzt für Dermatologie in Isny, Zusatzbezeichung Umweltmedizin, Mitglied des Vorstands des Deutschen Berufsverbands der Umweltmediziner (dbu), Vorsitzender der European Academy for Environmental Medicine (EUROPEAM), Dozent für Umweltmedizin
  • Dr. med. Carsten Nolte
    Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Rettungsmedizin. Seit 1999 Praxis für Innere Medizin, Kardiologie, Sportkardiologie und Gefäßheilkunde in Pirna sowie Akademische Lehrpraxis der med. Fakultät der TU Dresden. Seit 2008 Ärztlicher Leiter EPIDAURUS- Privatpraxis für Prävention, Diagnostik u. Therapie
  • Dr. med. Bernhard Peikert
    Facharzt für Anästhesie, u.a. Dozent für Weiterbildungen auf dem Gebiet für Traditionelle Chinesische Medizin für Ärzte und therapeutisches Personal
  • Dr. Iris-Katharina Penner
    Fakultät für Psychologie, Basel, Oberassistentin am Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Methodologie (Prof. Dr. K. Opwis)
  • PD Dr. med. Alexander Römmler
    Facharzt für Frauenheilkunde, gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin. Nach langjähriger Universitätstätigkeit Gründung der gynäkologischen Praxisklinik Hormonzentrum München, intensiv in Lehre, Wissenschaft und Praxis mit den Schwerpunkten Endokrinologie, Prävention und Altersmedizin tätig. Mitgründer und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin e.V. (GSAAM)
  • Dr. med. Ralph Schomaker
    Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie sowie Facharzt für Allgemeinmedizin. Bis 2007 als Unfallchirurg in der Raphaelsklinik in Münster tätig, anschließend Niederlassung in eigener Praxis
  • Prof. Dr. med. Peter E. H. Schwarz
    Leiter des Bereichs Prävention an der Medizinischen Klinik III des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden; Koordinator des EU-Projektes IMAGE zur Etablierung von Leitlinien, Curricula und Standards zur Diabetesprävention in Europa; Mitglied der United Nations Diabetes Working Group und der Diabetes Policy Working Group Europe
  • Prof. Dr. med. Frank Sommer
    Professor für Männergesundheit, Urologe, Androloge und Sportmediziner, tätig an der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf
  • PD Dr. med. habil. Matthias Weck
    Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie und Rehabilitationswesen, Leitung der Abteilung für Innere Medizin, Diabetes, Stoffwechsel und Endokrinologie der Bavaria Klinik Kreischa
  • Prof. Dr. med. Alfred Wolf
    Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Laborfachkunde. Seit 1986 Apl. Professor der Universität Ulm
  • Prof. Dr. Dr. med. Aksam A. Yassin
    Facharzt für Urologie/Andrologie & medikamentöse Tumortherapie Leitender Arzt Institut für Urologie & Andrologie der Segeberger Kliniken, Norderstedt-Hamburg
  • Prof. Dr. med. Christos C. Zouboulis
    Professor für Dermatologie und Venerologie an der FU Berlin. Chefarzt der Hautklinik und des Immunologischen Zentrums am Städtischen Klinikum Dessau, Leiter des Labors für Biogerontologie, Dermato-Pharmakologie und Dermato-Endokrinologie am Institut für klinische Pharmakologie und Toxikologie der Charité

u.v.m.

Voraussetzungen für die Zulassung zum Masterstudiengang sind:

  • Der Abschluss eines Hochschulstudiums der Humanmedizin,
  • die Approbation als Arzt bzw. Ärztin sowie
  • eine einschlägige, mindestens zweijährige Berufspraxis.

Über die Zulassung zum Masterstudiengang wird auf der Grundlage der eingereichten Unterlagen durch die Zulassungskommission des Masterstudiengangs entschieden. Die Zulassungskommission behält sich vor, Bewerber zu einem Eingangsgespräch einzuladen.

Bewerbung

Für Ihre Bewerbung sind folgende Unterlagen erforderlich:

  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Kopie des Abiturzeugnisses
  • Kopie des Hochschulzeugnisses
  • Kopie der Approbationsurkunde
  • Ausgefülltes und unterzeichnetes Anmeldeformular inklusive einer Erklärung über mindestens zweijährige Berufstätigkeit
Netzwerkpartner:
  • GSAMM
  • Bayer Technologiy
  • Klinikum Chemnitz