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Masterstudiengang

Preventive Medicine, M.Sc. (deutsch)


Start des Programms:Herbst 2016 (Kurzfristige Anmeldung noch möglich!)
Studiendauer:2 Jahre
ECTS-Punkte:60
Abschluss:Master of Science (M.Sc.)
Studiengebühren:für Mitglieder der GSAAM 20.350 EUR,
für Nicht-Mitglieder 22.350 EUR

Kontakt

Dr. Sigrid Müller

Tel: 0351 40470-123
Fax: 0351 40470-110
praevention@di-uni.de 


Der Studiengang ist akkreditiert.

Die demographische Entwicklung der Gesellschaft mit erheblicher Zunahme älterer Menschen führt zu einem dramatischen Anstieg der häufigen und alterungsbedingten sogenannten "Volkskrankheiten". Dazu zählen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Arteriosklerose, Arthrose und Osteoporose, Diabetes Typ II, Altersmalignome, Altersdemenz und vieles mehr. Solche Folgen der sich physiologischerweise entwickelnden Alterungsprozesse werden zunehmend als "Krankheit" definiert. Sowohl Dauer als auch Intensität des "späten Krankseins" sind mit einer hohen Inanspruchnahme der Krankenkassensysteme und häufig mit Invalidität, Abhängigkeit und Pflegebedürftigkeit verbunden, was eine Herausforderung auch für die Pflegesysteme darstellt. Angesichts einer möglichen Lebensspanne von derzeit 120 – 130 Jahren tritt trotz aller heute machbaren medizinischen Hilfen für die Mehrheit der Menschen der Tod um eine Generationsphase von 30 – 40 Jahren zu früh ein. Die Versorgung älterer Menschen kann sich nicht mehr nur auf die Behandlung bereits eingetretener und stark fortgeschrittener Alterserkrankungen beschränken. Als erster Ausweg des Gesundheitssystems wurde die Früherkennung von sich entwickelnden Krankheiten intensiviert. Neu dazu gekommen sind die Bemühungen, bereits eine "aktive Prävention" zu betreiben. Diese umfasst das Aufdecken individueller Risikofaktoren für die Altersgesundheit, die sowohl angeboren (z.B. Punktmutationen) als auch erworben (z.B. "ungesundes Verhalten") sein können und zunehmend günstig beeinflussbar sind. Dazu kommen Präventionsmaßnahmen, die generell die Alterungsprozesse mit ihren Verfallserscheinungen und ihren nachlassenden Reparatursystemen (z.B. Gewerbserneuerung, Selbstheilung) betreffen. Um medizinische Prävention von Alterskrankheiten sinnvoll zu betreiben, ist das Wissen und Verständnis für die durch den Alterungsprozess vermittelten physiologischen und pathologischen Bedingungen eine unabdingbare Voraussetzung. Der Studiengang trägt der multidisziplinären Aufgabe von Prävention Rechnung, in dem zahlreiche Wissenschaftler und universitäre Lehrer ihres jeweiligen Faches als Dozenten lehren. Dieses hohe Niveau der Lehre sichert den Studenten eine absolut zeitnahe, moderne, hochqualifizierte Ausbildung in Prävention mit modernsten didaktischen Lehrmitteln zu wichtigen theoretischen Inhalten und deren praktischer Anwendung. Das praktische "hands on", die Umsetzung der Prävention in die moderne medizinische Praxis, wird dabei besonders berücksichtigt.

Überzeugen Sie sich als Gasthörer
Zum Kennenlernen des Studiengangs können Sie einzelne Studienwochenenden als Gasthörer besuchen. Nutzen Sie die Möglichkeit, um mehr über den Studiengang zu erfahren und die Studienatmosphäre zu erleben, mit den Studenten und Dozenten ins Gespräch zu kommen oder sich einfach zu einem für Sie interessanten Thema weiterzubilden. Die Teilnahmegebühren von 850 Euro pro Studienwochenende sowie ggf. abgelegte Prüfungsleistungen werden Ihnen bei einer späteren Immatrikulation in den Studiengang angerechnet.

Dieser zukunftsweisende Masterstudiengang wird seit September 2007 in Kooperation mit der German Society of Anti-Aging Medicine (GSAAM) – Deutsche Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin e.V. - angeboten.

Die demografische Entwicklung der Gesellschaft mit erheblicher Zunahme älterer Menschen führt zu einem dramatischen Anstieg der häufigen altersbedingten so genannten „Volkskrankheiten“. Dazu zählen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Arteriosklerose, Arthrose und Osteoporose, Diabetes Typ 2, Altersmalignome, Altersdemenz und vieles mehr. Die medizinische Versorgung dieser Erkrankungen beansprucht enorme medizinische und finanzielle Ressourcen.

Die intensive medizinische Forschung trägt dazu bei, dass die Entwicklung dieser Erkrankungen immer frühzeitiger erkannt werden kann. Dazu zählen beispielsweise die Analyse individueller Risikofaktoren wie die genetische Prädisposition, der individuellen Lebensweise und der Lebensumstände. Moderne medizinische Diagnosemethoden ermöglichen eine detaillierte Analyse des Erkrankungsrisikos und des Erkrankungsfortschritts. Gleichzeitig bieten neu entwickelte Therapien die Möglichkeit, Alterungsprozesse mit ihren Verfallserscheinungen zu verlangsamen und individuelle Selbstheilungskräfte zu stärken.

Vor diesem Hintergrund sehen sich alle medizinischen Fachgebiete neuen Herausforderungen gegenüber: Neben der therapeutischen Krankheitsversorgung rückt zunehmend die Bemühung um eine aktive Prävention der physiologisch bedingten Alterungsprozesse und der damit verbundenen Erkrankungen in den Mittelpunkt der medizinischen Betreuung.  Zudem sind von alterungsbedingten Verfallserscheinungen mehr oder weniger alle Gewebe, Organe und Strukturen des Organismus betroffen. Daher ist eine effektive Präventions- und Alterungsmedizin als eine interdisziplinäre Aufgabe aller medizinischen Fachgebiete anzusehen.

Der Masterstudiengang Präventionsmedizin vermittelt aktuelle Kenntnisse der Präventionsmedizin. Der multidisziplinären Aufgabe von Prävention wird Rechnung getragen, indem verschiedenste medizinische Bereiche mit ihren präventionsmedizinischen Maßnahmen einbezogen sind. Die Lehre übernehmen zahlreiche hervorragende Wissenschaftler und universitäre Lehrer aus unterschiedlichen medizinischen Fachbereichen, wodurch eine zeitnahe und hochqualifizierte Ausbildung gesichert wird. Basierend auf der Vermittlung theoretischer Erkenntnisse wird die Umsetzung der Prävention in die moderne medizinische Praxis besonders berücksichtigt.

Der Studiengang richtet sich insbesondere an approbierte Ärztinnen und Ärzte, die als Niedergelassene oder Angestellte oder in Kliniker tätig sind und die ihre Fachkompetenzen im Bereich der Präventionsmedizin für den Einsatz in der medizinischen Praxis erweitern wollen.

Die kompakte Wissensvermittlung mit einem hochqualifizierten Dozententeam wird den aktuellen Anforderungen einer effektiven Weiterbildung gerecht. Die berufsbegleitende Konzeption des Studiengangs ermöglicht den Teilnehmern die Verbindung einer akademischen Weiterbildung mit ihrer beruflichen Tätigkeit. Mit dem erfolgreichen Abschluss dieses innovativen Studiengangs erwerben die Teilnehmer den national und international anerkannten akademischen Titel „Master of Science in Preventive Medicine“. Der Studiengang ist der erste europäische Ausbildungsgang zu einem qualifizierten akademischen Abschluss mit internationaler Graduierung in der klinischen Medizin.

Das Masterstudium erstreckt sich über zwei Jahre und ist in vier Semester unterteilt.

Die Vermittlung der Studieninhalte erfolgt hauptsächlich in Form von Vorlesungen, die u.a. durch Hospitationen und Expertengesprächen ergänzt werden. Das Studium umfasst insgesamt 450 Präsenzstunden. Inhaltlich ist das Studium in verschiedene Module unterteilt, die jeweils am Semesterende mit Prüfungsleistungen abgeschlossen werden.

Das vierte Semester ist der Anfertigung der Masterthesis vorbehalten.

Die Präsenzzeit umfasst ca. sechs Wochenenden pro Semester. Die Lehrveranstaltungen finden in Dresden und München und gegebenenfalls auch anderen Orten statt. Über Ort und Zeit werden die Teilnehmer rechtzeitig vor Semesterbeginn informiert.

Themenschwerpunkte des Masterstudiengangs mit entsprechendem Fokus auf Besonderheiten der Präventionsmedizin und einen multidisziplinären Ansatz:

  • Wissenschaftliche Grundlagen und Forschungsmethodik,
  • betriebswirtschaftliche Grundlagen und Praxismanagement,
  • Physiologie der Alterung,
  • Humangenetik,
  • Umweltmedizin und Immunologie,
  • Ernährungsmedizin inkl. Mikronährstoffmedizin,
  • Sportmedizin,
  • Stress und Folgekrankheiten,
  • Depression, Angst und Suchtstörungen,
  • Coaching in der Prävention,
  • Psychosomatische Medizin,
  • Männergesundheit und Urologie,
  • Frauengesundheit und Gynäkologie,
  • Endokrinologie und Hormone,
  • Präventive Onkologie,
  • Präventive Kardiologie,
  • Präventive Dermatologie,
  • Prävention neurodegenerative Erkrankungen,
  • Präventive Orthopädie, Osteologie, Rheumatologie,
  • zahnmedizinische Aspekte der Prävention.

Überzeugen Sie sich als Gasthörer
Zum Kennenlernen des Studiengangs können Sie einzelne Studienwochenenden als Gasthörer besuchen. Nutzen Sie die Möglichkeit, um mehr über den Studiengang zu erfahren und die Studienatmosphäre zu erleben, mit den Studenten und Dozenten ins Gespräch zu kommen oder sich einfach zu einem für Sie interessanten Thema weiterzubilden. Die Teilnahmegebühren von 850 Euro pro Studienwochenende sowie ggf. abgelegte Prüfungsleistungen werden Ihnen bei einer späteren Immatrikulation in den Studiengang angerechnet.

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. med. Andreas Birkenfeld
Professor für Metabolisch Vaskuläre Medizin in der Medizinischen Klinik III am Universitätsklinikum
Carl Gustav Carus in Dresden, Stoffwechselexperte und u.a. Direktor des Zentrums für Klinische
Studien Schwerpunkt Metabolisches Syndrom GWT-TUD GmbH

Prof. Dr. Dr. med. Aksam Yassin
Professor für Urologie und Sexualmedizin, Leitender Arzt des Instituts für Urologie und Andrologie, Norderstedt/Hamburg

 

Dozenten (Auswahl)

PD Dr. Dipl.-Psych. Pasquale Calabrese
Studium der klinischen Psychologie und Medizin mit den Schwerpunkten Neuropsychologie und klinische Neurologie sowie Biologie in Zürich, Konstanz und Bochum, Department of Psychology and Interdisciplinary Platform Psychiatry and Psychology, Division of Molecular and Cognitive Neuroscience, University of Basel

Dr. phil. Andreas Greiwing
Sportwissenschaftler mit Schwerpunkt Trainingswissenschaften. Seit 2006 Leitung des Leistungsdiagnostik Labors des Zentrums für Sportmedizin Münster. Verschiedene universitäre und private Lehrtätigkeiten u.a. an der Bergischen Universität Wuppertal.

Uwe Gröber
Leiter der Akademie für Mikronährstoffmedizin, Essen Schwerpunkte: Mikronährstoffmedizin, Prävention und Stoffwechsel-Optimierung (Metabolic Tuning), Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Mikronährstoffen, komplementäre Verfahren in der Onkologie und Diabetologie, Leistungsoptimierung im Sport, Autor zahlreicher Publikationen und Fachbücher.

Otto Knes
Biochemiker, Geschäftsführer der SWISSANALYS AG, Tägerwilen, Schweiz, Routinelabor und biomedizinisches Speziallabor mit dem Schwerpunkt präventivmedizinische und komplementärmedizinische Fragestellungen, z.B.. Mikronährstoffe, Stress- und Burnout sowie individualisierte Ernährung.

Annette Kruse-Keirath
seit 1993 tätig als selbständige Unternehmensberaterin für Ärzte und Zahnärzte mit dem Schwerpunkt patienten- und serviceorientierte Praxisführung (erfolgsorientierte Unternehmensplanung, Praxisorganisation, Praxismarketing, Implementierung von Selbstzahlerleistungen, Qualitätsmanagement in der Praxis, Personalmotivation und -führung, Kommunikation und Personal Coaching), Referentin für KZVen und KVen, ärztliche und zahnärztliche Berufsverbände und Unternehmen der Pharma und Dentalindustrie, Dozentin an der Westfälisch-Lippischen Sparkassenakademie und Lehrbeauftragte an der Universität Witten-Herdecke

Dr. rer. nat. Sascha Marrakchi
Psychologischer Psychotherapeut (VT), Leitender Neuropsychologe an der Asklepiosklinik

Barmbek, Psychologe an der Asklepiosklinik Altona (Leiter der Gedächtnissprechstunde) und in der gerontologischen Abteilung der Asklepios Klinik Rissen, Dozent und Fachbereichsleitung für den Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Medical School Hamburg (Fakultät für Humanwissenschaften, wissenschaftlicher Mitarbeiter (Sen. researcher) an der Universität Basel (Fakultät für Psychologie)

Dr. med. Kurt E. Müller
Facharzt für Dermatologie in Isny, Zusatzbezeichung Umweltmedizin, Mitglied des Vorstands

des Deutschen Berufsverbands der Umweltmediziner (dbu), Vorsitzender der European Academy for Environmental Medicine (EUROPEAM), Dozent für Umweltmedizin

Dr. med. Monika Pirlet-Gottwald
Ärztin für Naturheilkunde, Ernährungsmedizinerin, Vizepräsidentin des Zentralverbandes der Ärzte für Naturheilverfahren und Regulationsmedizin e. V. 

PD Dr. med. Alexander Römmler
Facharzt für Frauenheilkunde, gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin. Nach langjähriger Universitätstätigkeit Gründung der gynäkologischen Praxisklinik Hormonzentrum München, intensiv in Lehre, Wissenschaft und Praxis mit den Schwerpunkten Endokrinologie, Prävention und Altersmedizin tätig. Mitgründer und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin e.V. (GSAAM)

Dr. Rüdiger Schmitt-Homm
Physiologe (M.A.) und Gerontologe (Dipl.), freiberuflicher Dozent und Autor. Schwerpunkte: Physiologie und Biochemie von Alterungsprozessen, gerontologische Grundlagenforschung, Prävention, Steuerung kognitiver Prozesse im Altersverlauf.

Dr. med. Ralph Schomaker Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie sowie Facharzt für Allgemeinmedizin. Bis 2007 als Unfallchirurg in der Raphaelsklinik in Münster tätig, anschließend Niederlassung in eigener Praxis, Zentrum für Sportmedizin Münster.

Prof. Dr. med. Peter E. H. Schwarz
Leiter des Bereichs Prävention an der Medizinischen Klinik III des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden; Koordinator des EU-Projektes IMAGE zur Etablierung von Leitlinien, Curricula und Standards zur Diabetesprävention in Europa; Mitglied der United Nations Diabetes Working Group und der Diabetes Policy Working Group Europe

Prof. Dr. med. Alfred Wolf
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Laborfachkunde. Seit 1986 Apl. Professor der Universität Ulm

Prof. Dr. med. Christos C. Zouboulis
Professor für Dermatologie und Venerologie an der FU Berlin. Chefarzt der Hautklinik und des Immunologischen Zentrums am Städtischen Klinikum Dessau, Leiter des Labors für Biogerontologie, Dermato-Pharmakologie und Dermato-Endokrinologie am Institut für klinische Pharmakologie und Toxikologie der Charité

u.v.m.

Voraussetzungen für die Zulassung zum Masterstudiengang sind:

  • Abschluss eines Hochschulstudiums der Humanmedizin oder artverwandter Hochschulabschluss (gleichwertig zu 240 ECTS),
  • eine einschlägige, mindestens einjährige Berufspraxis

Über die Zulassung zum Masterstudiengang wird auf der Grundlage der eingereichten Unterlagen durch die Zulassungskommission des Masterstudiengangs entschieden. Die Zulassungskommission behält sich vor, Bewerber zu einem Eingangsgespräch einzuladen.

Bewerbung

Für Ihre Bewerbung sind folgende Unterlagen erforderlich:

  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Kopie des Abiturzeugnisses
  • Kopie des Hochschulzeugnisses
  • Kopie der Approbationsurkunde
  • Ausgefülltes und unterzeichnetes Anmeldeformular inklusive einer Erklärung über mindestens einjährige Berufstätigkeit
Netzwerkpartner:
  • Staatsschauspiel Dresden
  • Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband
  • MCE AG