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Masterstudiengang

Health Care Management, MBA


Start des Programms:12. November 2010
Studiendauer:2 Jahre
ECTS-Punkte:60
Abschluss:Master of Business Administration (MBA)
Studiengebühren:17.000 EUR

Kontakt

Dipl.-Volksw. Simone Krautz

Tel: 0351 463-32179
Fax: 0351 463-33956
hcm@di-uni.de


  • ZEvA akkreditiert
  • TU Dresden
  • Health Care Management

Für das Gesundheitswesen gilt heute der klassische Satz: Nichts ist so beständig wie der ständige Wandel. Die hohen Kostensteigerungen und die Anstrengungen, durch unterschiedliche Maßnahmen die Effizienz des gesamten Systems zu erhöhen, führen zu Herausforderungen, wie sie bisher noch nie gegeben waren. Die Einführung von Fallpauschalen (DRGs) und die Überlegungen in Richtung Indikations- und Behandlungspfade haben einerseits Auswirkungen auf Veränderungen im medizinischen und pflegerischen Bereich. Zusätzlich werden soziale und volkswirtschaftliche Faktoren beeinflusst. Zugleich machen sie den Einsatz von wirkungsvollen betriebswirtschaftlichen Konzepten und Managementinstrumenten im Krankenhaus erforderlich,  sogar unumgänglich. Das Aneignen von neuem Wissen und das Umsetzen von innovativen Konzepten werden dadurch zu einer wesentlichen Erfolgsvoraussetzung für alle Akteure im Gesundheitswesen.

Sieht man sich heute führende Zeitschriften der Krankenhauspraxis an, dann werden dort Inhalte vermittelt, die in der Vergangenheit überhaupt nicht thematisiert wurden. Genau hier setzt der Masterstudiengang "Health Care Management" an: Allen im Gesundheitswesen in maßgeblicher Funktion Tätigen wird eine postgraduale Weiterbildung geboten, die einerseits das breite interdisziplinäre Spektrum der Themen aufgreift und andererseits zugleich durch interaktives Lernen in überschaubaren Gruppen die Analysefähigkeit schärft und die Umsetzungsfähigkeit fördert.

Neben der Vermittlung akademischen Wissens sind insbesondere Beiträge von praktisch Tätigen elementarer Bestandteil unseres Bildungsangebotes. Die hier vermittelten Inhalte sollen zur wissenschaftlichen Fundierung praktischer Tätigkeit, zur Ausweitung der Perspektiven sowie zur direkten praktischen Umsetzung in die tägliche Routine nutzbar sein.

Das Ziel des Studienganges ist die Ausbildung von Managern, die die notwendigen Prozesse im Gesundheitswesen in den nächsten Jahren mitgestalten und positiv verändern wollen. Dieser Studiengang ermöglicht den Teilnehmern eine interdisziplinäre Ausbildung auf dem Gebiet der Gesundheitsökonomie. Im Zentrum der Lehre stehen wissenschaftliche Grundlagen der operativen Steuerung und der Finanzierung, strategisches Management sowie Versorgungsmodelle des Gesundheitsbereichs. Der Studiengang vermittelt die komplexe Realität des Gesundheitswesens durch Praxisorientierung und wissenschaftliche Fundierung. Dazu werden die Teilnehmer in aktuelle Forschungsprojekte im gesundheitsökonomischen Bereich eingebunden. Es werden wirtschaftswissenschaftliche und gesundheitsökonomische Instrumente und Methoden zur Bewertung von Gesundheitsleistungen dargestellt, um Managementkompetenzen unter Berücksichtung vielfältiger rechtlicher Rahmenbedingungen zu erlangen.
 
Der Studiengang richtet sich an alle, die Interesse haben, an den Entwicklungen im Gesundheitswesen teilzunehmen und mitzuwirken:

  • Ärzte, die eine Weiterbildung im Bereich Management anstreben,
  • Fach- und Führungskräfte Kassenärztlicher Vereinigungen, Ärztekammern, ärztlicher Fachgesellschaften und Berufsorganisationen,
  • Koordinatoren der Krankenversicherungen,
  • ärztliche Mitarbeiter der pharmazeutischen Industrie,
  • leitende Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wie z.B. Juristen, Techniker, Naturwissenschaftler sowie Mitarbeiter der Verwaltung,
  • Wissenschaftler, Manager und Unternehmensberater, die sich auf medizinischem Sektor spezialisieren wollen.

Erwerb eines international anerkannten akademischen Abschlusses

Nach erfolgreichem Bestehen der Prüfungen, einschließlich der Disputation der Masterthesis, erhalten die Teilnehmer des Studiengangs den international anerkannten Abschluss der Technischen Universität Dresden "Master of Business Administration in Health Care Management (MBA HCM)" als speziellen Master of Business Administration.

Ärzte können mit Besuch des zweijährigen Studiengangs Fortbildungspunkte bei der Sächsischen Landesärztekammer erwerben.

Zwei Jahre berufsbegleitendes Studium mit einem Gesamtumfang von ca. 558 Unterrichtseinheiten:

  • Sechs Module - zwei Module pro Semester,
  • monatlich findet ein Kurswochenende (Freitag/Samstag) sowie einmal im Semester eine Präsenzphase über neun Tage einschließlich Klinikpraktikum, Expertengespräche, Foren statt.

 Der Studiengang ist in sechs Module gegliedert, die die Inhaltsschwerpunkte nach sachlich-organisatorischen Gesichtspunkten kombinieren und integrieren. Die einzelnen Module bestehen jeweils aus vier Vorlesungsreihen mit je zwei Semesterwochenstunden. Prüfungsmodalitäten regelt die vom Ministerium bestätigte Prüfungsordnung. Weitere Informationen zum Studienablauf und -inhalt bietet die bestätigte Studienordnung.

Modul 1: Finanzierung und Organisation von Gesundheitssystemen 

Es werden fundierte, eher volkswirtschaftlich ausgerichtete Kenntnisse in den Grundlagen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Richtlinien der Gesundheitsfinanzierung und -politik werden vermittelt, des Weiteren:

  • Gesundheitsmärkte und -institutionen,
  • Vergütung/Entlohnung von Gesundheitsleistungen,
  • Gesundheitspolitik und Versicherungssysteme.

Modul 2: Krankenhausmanagement 

Vermittlung von grundlegenden Managementkenntnissen, insbesondere die Umsetzung und Wirkung der Einführung des AR-DRG-Systems in Krankenhäusern als Basis eines neuen deutschen Krankenhausfinanzierungssystems, des Weiteren:

  • Unternehmensführung und Steuerung in gesundheitspolitischen Einrichtungen,
  • Lean Management als Managementmodell, prozessorientierte Organisation im Krankenhaus,
  • Psychologie der Organisation, Personal- und Führungskräfteentwicklung,
  • Grundlagen des Controlling, Kosten- und Leistungsrechnung, Datenerfassung und Berichtswesen,
  • Kostenmanagement, Prozesskostenrechnung, BSC,
  • Auswirkungen der DRGs, Krankenhaus-Controlling, Medizin-Controlling und Krankenhaus-Finanzierung,
  • Budgetierung, Leistungs- und Kalkulationsaufstellung sowie gesetzliche Anforderungen an das Krankenhaus.

Modul 3: Strategisches Management und Versorgungsmodelle 

Es wird ein umfassender, volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich ausgerichteter Einblick in das Management als komplexer Prozess gegeben, neue Versorgungsstrukturen und -modelle des Gesundheitssystems sowie Rollen und Interessen der im Gesundheitswesen Agierenden werden analysiert.

Weitere Schwerpunkte sind:

  • Gesundheitsmärkte und Wettbewerbskräfte,
  • Profit-Center-Strukturen, Führungsorganisation der Krankenhausverwaltung,
  • Marketing und Kundenorientierung im Krankenhaus bzw. in REHA- und Pflegeeinrichtungen,
  • Managed Care, Disease-Management, Praxismanagement,
  • erfolgskritische Prozesse in der Arztpraxis.

Modul 4: Qualitätsmanagement und rechtliche Grundlagen 

Ein umfassender Überblick über Instrumente und Umsetzung des Qualitätsmanagements sowie praxisorientierte Vermittlung der rechtlichen Grundlagen sind Ziele dieses Moduls. Im Einzelnen werden behandelt:

  • Begriffe, Definitionen, Anforderungen, Elemente und Werkzeuge, Selbstbewertung und Zertifizierung (EFQM, TQM, u.a.),
  • Messung von Patientenzufriedenheit, Qualitäts- und Zufriedenheitsurteile bei Patienten, Patientenbindung, Mitarbeiterzufriedenheit,
  • praktische Umsetzung von Qualitätsmanagement am Beispiel integrierter und ambulanter Versorgung,
  • Rechte, Pflichten von Mitarbeitern und Vorgesetzten (Haftung), Dokumentation, Patientenrechte, Sozialgeheimnis und Datenschutz, Recht als Rahmen für Management,
  • ärztliches Berufsrecht/Grundzüge des Arzthaftungsrechts.

Modul 5: Evaluierung von Gesundheitsleistungen

Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten zum besseren Verständnis und Durchführung von Evaluierungsstudien. Schwerpunktthemen sind:

  • Einführung und Notwendigkeit von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen,
  • Elemente der Gesundheitsökonomie,
  • nutzentheoretische Lebensqualitätsmessung,
  • biometrische Theorie und Übung,
  • Studiendesign und spezifische Datenquellen in der Epidemiologie sowie Epidemiologie ausgewählter Erkrankungen.

Modul 6: Prozessgestaltung und -optimierung

Hier sollen Kenntnisse über neue Informationstechniken und der Umgang mit diesen vermittelt sowie Verbesserungen der Kommunikations- und Informationskultur im Krankenhaus oder in anderen Einrichtungen des Gesundheitssystems vorgestellt werden, des Weiteren:

  • Prozessmanagement, Optimierung von Behandlungspfaden/Clinical Pathways,
  • KIS, PACS, RIS,
  • Internet- und Intranetstrategien,
  • Krankenhauslogistik (z.B. Materialflussanalysen, Erstellung von Abfall- und Wertstoffentsorgungskonzepten),
  • Patienteninformationssysteme (z.B. elektronische Patientenakte) und
  • Personalmanagementinformationssysteme.

Wissenschaftliche Leitung:

  • Prof. Dr. med. D. Michael Albrecht
    Medizinischer Vorstand,
    Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
  • Prof. Dr. rer. pol. Armin Töpfer
    Fakultät Wirtschaftswissenschaften,
    Lehrstuhl für BWL - insbesondere Marktorientierte Unternehmensführung,
    TU Dresden

Dozenten:

  • Michael Domrös
    Leiter Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) e.V., AEV-Arbeiter-Ersatzkassenverband e.V. Landesvertretung Thüringen
  • Dr. Stefan Drauschke
    Aufsichtsratsvorsitzender der GÖK Consulting AG und Inhaber des Beratungsunternehmens NextHealth
  • Dr. Maria Eberlein-Gonska
    Geschäftsbereich Qualitätsmanagement, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
  • Prof. Dr. Werner Esswein
    Fakultät Wirtschaftswissenschaften  Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik - insbesondere Systementwicklung, TU Dresden
  • Bernd Garzinsky
    Seniorberater Management + Marketing Consulting GmbH Kassel
  • Ralf Hanusch
    Abteilung Medizinische Dokumentation HUMAINE, Vogtland Klinikum Plauen GmbH
  • Dr. Hartmut Hohensee
    Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie
  • Dr. Hans-Georg Hunger
    Geschäftsführer Kreiskrankenhaus Greiz GmbH
  • Dr. Holger Knoth
    Leiter Klinik-Apotheke, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
  • Prof. Dr. Joachim Kugler
    Medizinische Fakultät - Professur für Public Health, Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden
  • Prof. Dr. med. Hildebrand Kunath
    Medizinische Fakultät - Institut für Medizinische Informatik und Biometrie, Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden
  • Prof. Dr. Rainhart Lang
    Fakultät Wirtschaftswissenschaften - Professur BWL V - Organisation und Arbeitswissenschaft, TU Chemnitz
  • Prof. Dr. Rainer Lasch
    Fakultät Wirtschaftswissenschaften - Lehrstuhl für BWL - insbesondere Logistik, TU Dresden
  • Prof. Dr. Wolfgang Niederlag
    Leiter Zentraler Klinikservice, Städtisches Krankenhaus Dresden Friedrichstadt
  • Prof. Dr. Volker Penter
    Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Partner, Audit Commercial Clients KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft
  • Rainer Pesch
    Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht, Dresden
  • Dr. Thorsten Randt
    Facharzt für Chirurgie, 1. Vorsitzender der Gesellschaft für Fußchirurgie e.V.
  • Prof. Dr. Bernhard Schipp
    Fakultät Wirtschaftswissenschaften - Professur für Quantitative Verfahren - insbesondere Ökonometrie, TU Dresden
  • Prof. Dr. Olaf Schlimpert
    Leiter der Medizinischen Informatik, Klinikum Chemnitz gGmbH
  • Dr. Ralf Schönherr
    Verwaltungsdirektor Universitäts Kinder-Frauenzentrum, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
  • Prof. Dr. Marcel Thum
    Fakultät Wirtschaftswissenschaften - Lehrstuhl für VWL - insbesondere Finanzwissenschaft, TU Dresden
  • Prof. Dr. Armin Töpfer
    Fakultät Wirtschaftswissenschaften - Lehrstuhl für VWL - insbesondere Finanzwissenschaft, TU Dresden
  • Prof. Dr. Wolfgang Uhr
    Fakultät Wirtschaftswissenschaften - Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik - insbesondere Informationssysteme in Industrie und Handel, TU Dresden

Zum Studium im Master-Studiengang Health Care Management kann nur zugelassen werden, wer

  1. einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss auf in der Regel wirtschaftswissenschaftlichem oder medizinischem oder technischem oder naturwissenschaftlichem Gebiet (Gleichwertig zu 240 ECTS) oder

  2. einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss auf in der Regel wirtschaftswissenschaftlichem oder medizinischem oder technischem oder naturwissenschaftlichem Gebiet (Gleichwertig zu 180 ECTS) und zusätzlich Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen auf einem der genannten Gebiete in einem Umfang gleichwertig zu 60 ECTS nachweist
    und

  3. eine mindestens einjährige berufspraktische Erfahrung im Gesundheitssystem nachweist,
    sowie

  4. im Zulassungsgespräch bzw. anhand seiner beigebrachten Unterlagen den Nachweis von grundlegenden Kenntnissen auf den Gebieten der Wirtschaftswissenschaften und der Medizin erbracht hat.
Netzwerkpartner:
  • TUDIAS
  • Weber Rohrleitungsbau
  • Hertel