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Bachelorstudiengang

Ausbildungsintegrierter/berufsbegleitender Bachelorstudiengang Hebammenkunde - in Planung


Start des Programms:16. April 2016
Studiendauer5 Jahre, Teilzeit
ECTS-Punkte180 ECTS
StudienabschlussBachelor of Science (B. Sc.)
Studiengebühr9.900,- Euro
Stipendienvergabe im Rahmen der ausbildungsintegrierten Bachelorstudiengänge
(Antrag zur Stipendienvergabe)
Formblatt zur Bewerbung um ein Stipendium

Kontakt

Dipl.-Btrw. Anna Kojro-Richter

Tel.: 0351 40470-124
Fax: 0351 40470-110
heb@di-uni.de


Der „ausbildungsintegrierte/berufsbegleitende Bachelorstudiengang Hebammenkunde“ richtet sich an Hebammen/ Entbindungspfleger, die sich in Ausbildung befinden. Das Studium bietet parallel zur Berufsausbildung die Möglichkeit, einen ersten akademischen Abschluss zu erwerben.

Zunehmend besteht bei Hebammen/ Entbindungspflegern der Bedarf nach einer akademisch fundierten Grundausbildung. Mit fortschreitenden Erkenntnissen in der Medizin und Veränderungen im Gesundheitswesen ist eine Anpassung der Berufsausbildung für Hebammen/ Entbindungspfleger erforderlich. 

Im fachwissenschaftlichen Studium werden spezielle Bereiche der Hebammentätigkeit vertieft. Für die Bedeutung der professionellen Rolle von Hebammen/ Entbindungspflegern werden das evidenzbasierte Handeln und die Professionalisierung des Berufes thematisiert. Neue Aufgabenfelder in den Bereichen der Prävention sowie Familienarbeit werden erschlossen. Darüberhinaus werden Kompetenzen vermittelt, wissenschaftliche Erkenntnisse in die praktische Tätigkeit der Hebammentätigkeit umzusetzen sowie die eigene Arbeit kritisch zu reflektieren. In Vorbereitung auf die freiberufliche wie auch eine leitende Tätigkeit werden notwendige  Kenntnisse sowie betriebswirtschaftliche, gesundheitspolitische und soziale (softskills) Kompetenzen vermittelt.

Die Lehrveranstaltungen des Bachelorstudienganges finden in Dresden während der Ausbildungszeit ein- bis zweimal monatlich samstags sowie in einer  zweimal jährlichen drei- bis viertägigen Präsenzphase statt. Die letzten vier Semester inklusive Bachelorarbeit finden im berufsbegleitenden Teil an der Dresden International University statt.

Während des Studiums werden 180 ECTS erworben, wobei 90 ECTS aus der Berufsausbildung anerkannt werden. Nach erfolgreicher Teilnahme wird der Titel „Bachelor of Science“ (B. Sc.) verliehen.

Neben einem ausgeglichenen Verhältnis von Präsenz- und Selbststudium bieten die Dozenten vor allem einen praxisorientierten Lehransatz: Die Lehrveranstaltungen finden in Form von Vorlesungen und Seminaren statt. Für den Theorie-Praxis-Transfer werden Exkursionen, Projekte, Praktika und Expertengespräche angeboten. 

Der Studiengang richtet sich an alle, die nicht nur die klassische Hebammenausbildung absolvieren wollen, sondern auch einen wissenschaftlichen Anspruch an ihre therapeutische Arbeit stellen. 

Die Entwicklungen im Gesundheitswesen gehen einher mit steigenden Anforderungen an eine effektive Gesundheitsversorgung. Im Kontext der Professionalisierung des Berufsstandes kann dem durch eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung Rechnung getragen werden. 

Das evidenzbasierte Handeln auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen in Kombination mit klinischer Erfahrung steht im Vordergrund der akademischen Ausbildung auf Bachelorniveau. Wichtige Kompetenzen, die im Rahmen des Bachelorstudienganges vermittelt werden, entsprechen dem Leitbild des „reflektierenden Praktikers“.

Das Studium setzt sich aus einem allgemein wissenschaftlichen Studium und einem fachwissenschaftlichen Teil zusammen. Als Student werden Sie dazu befähigt, wissenschaftliche Erkenntnisse in ihrer praktischen Tätigkeit als Hebamme/ Entbindungspfleger umzusetzen. Wesentliche Bestandteile des Studiums sind die Kompetenzbereiche Wissenschaftliche Methodenkompetenz,  Sozial- und Personalkompetenz, Managementkompetenz und sozialpolitische Kompetenzen. Im fachwissenschaftlichen Studium wird Bezug auf Gesundheitswissenschaften und Prävention, Pädagogik, Familienarbeit sowie Professionalisierung des Berufes genommen.

 

Wissenschaftliche Leitung

  • Prof. Dr. Werner Esswein
  • Prof. Dr. Pauline Wimberger
  • Dr. Franziska Rosenlöcher

Dozenten

  • Matthias Bauer, M.A.
    Sinologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Doktorand, Charité Berlin - Horst-Görtz-Stiftungsinstitut für Theorie, Geschichte und Ethik Chinesischer Lebenswissenschaften (Institutsdirektor Prof. P. U. Unschuld), besonderes Forschungsinteresse: Vermittlung und Rezeption der Chinesischen Medizin in den westlichen Gesellschaften.

  • Stephen Birch, Dr. (Ph.D., Lic.Ac.)
    Akupunktur-Studium u.a. bei Yoshio Manaka in Japan sowie in USA; praktiziert japanische Akupunktur seit 1982; Mitinitiator der Society for Acupuncture Research; seit Ende der 80er Jahre Schwerpunkt „research on acupuncture“ sowie pädiatrische Akupunktur; arbeitete an klinischen Studien über Akupunktur an der Yale-University, Beteiligung an diversen anderen Forschungsprojekten beteiligt (u.a. Harvard Medical School); unterrichtet als Dozent in USA, England, Deutschland und Niederlanden; zahlreiche Veröffentlichungen als Autor und Co-Autor, u.a.: Thieme Almanac 2007 und 2008: Acupuncture and Chinese Medicine (hrsg. mit Michael McCarthy); Japanische Akupunktur, Praktisches Handbuch (mit Junko Ida) (2007); Pocket Atlas of Chinese Medicine (Mitverf.) (2009); Shonishin: Japanese Pediatric Acupuncture (2011); Manakas Quantensprung (2004).

  • Ben van Cranenburgh, Dr.
    Neurowissenschaftler; gründete 1987 das ITON (Institut für angewandte Neurowissenschaft) in Haarlem, das seit 2010 Teil der Fakultät der Bewegungswissenschaft der Freien Universität von Amsterdam ist. Wissenschaftlicher Schwerpunkt: Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Praxis auf den Gebieten Neuro-Rehabilitation, Schmerz, Sport und Musik; Dozent/Referent bei zahlreichen Fortbildungen, Kursen und Kongressen; zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt: Neuro-Rehabilitation (2007); Segmentale Phänomene (2012); Leben nach Hirnschädigung (2012); Buchreihe „Schmerz, warum?“.

  • Dominique Hertzer, Dr. phil. Dr. rer. med. 
    Sinologie-Studium in München, Taiwan, VR China, Studium der Chinesischen Medizin an der LMU München und TCM Klinik Tianjin, seit 1997 Heilpraktikerin in eigener Praxis für TCM; regelmäßige Lehrtätigkeit am Institut für Ostasienkunde (LMU München), der Universität Witten/Herdecke und der Universität Oldenburg; weitere Lehrtätigkeit im Rahmen der AGTCM sowie für das European Institute of Oriental Medicine (EIOM); wissenschaftliche Tätigkeit im Bereich der Theoretischen Grundlagen der Chinesischen Medizin und Philosophie; zahlreiche Veröffentlichungen, u.a.: Das alte und das neue Yijing: Text und Deutung (1996); Das Leuchten des Geistes und die Erkenntnis der Seele. Die medizinische Vorstellung vom Seelischen als Ausdruck philosophischen Denkens – China und das Abendland (2006); „Stress“ im Huangdi Neijing (2006).

  • Li Jie, Dr. (NL), PhD
    Professor an der Shan Dong TCM University in China, lehrt an der Bei Jing TCM University, akademischer Supervisor for The Netherlands Acupuncture Association, Dozent an der Qing Bai TCM Academy (NL), Schwerpunkt Shang Han Lun, Jin Gui Yao Lue and Nan Jing.

  • Werner Klingler, Dr. med., MD, PhD
    Universitätsklinikum Ulm, Klinik f. Anästhesiologie, wissenschaftlicher Aktivität auf dem Gebiet der Neuromuskulären Erkrankungen, Pathophysiologie der myofaszialen und neuromuskulären Übertragung; Mitglied im Executive Commitee of the International Fascia Research Conference 2007, Harvard/USA; Mitarbeit der Forschungsgruppe Faszien der Universität Ulm/Division of Neurophysiology; Autor und Koautor mehrerer Buchkapitel und wissenschaftlichen Publikationen.

  • Jana Rošker, o. Univ. Prof. Dr. 
    Vorstand der Abteilung für Asia- und Afrikastudien; Philosophische Fakultät der Universität Ljubljana Slowenien; Lehr- und Forschungsschwerpunkt: klassische und moderne Sinologie, v.a. in den Bereichen der Methodologie sinologischer Forschung, der traditionellen Chinesischen Logik und der klassischen, sowie der modernen Chinesischen Epistemologie; alljährige Gastvorträge an zahlreichen europäischen, chinesischen und taiwanesischen Universitäten; Organisatorin zahlreicher internationaler Kongresse und Forschungsprojekte; zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt: Traditional Chinese epistemology: The structural compatibility of mind and external world (2012); The ideological foundations of Taiwanese modernity: Mou Zongsan‘s new moral philosophy; Traditional Chinese philosophy and the paradigm of structure (2012); Searching for the way: theory of knowledge in pre-modern and modern China (2008).

  • Hans-Georg Ross, Univ.-Prof. Dr. med.
    Facharzt für Physiologie und für Allgemeinmedizin mit Zusatzbezeichnung „Akupunktur“; Weiterbildungsbefugnis für Akupunktur durch Ärztekammer Nordrhein; war tätig am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin (Göttingen) und an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf auf dem Gebiet der Neurophysiologie; längere Forschungsaufenthalte in London/Kanada (University of Western Ontario) und Calcutta/Indien (Indian Institute for Chemical Biology); Dozent für Akupunktur in Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden; Fellow der Indian Academy for Neurosciences und Emeritus Member der Society for Neuroscience (USA); letzte Veröffentlichungen: Die Balance-Methode in der Akupunktur (mit F. Sulistyo Winarto); Practical Atlas of Tung’s Acupuncture (mit H. McCann).

  • Gernot Rüter, Dr. med.
    Allgemeinmediziner, Akademische Lehrpraxis der Universität Tübingen, Gastdozent im Rahmen des Philosophicums für Mediziner der Universität Würzburg; Forschungsschwerpunkte: Mitinitiator des Projektes HAMLET („Hausarztmedizin als Lebenskunsttherapie“); Letzte Veröffentlichungen u.a.: Würzburger Philosophicum: Warum braucht der praktische Arzt Philosophie? (2010); Überlegungen zu einer personalen Medizin (2011); Ärztliche Interventionen bei Lebensproblemen im Zusammenhang mit Kranksein (mit T. Bohrer); Die personale Medizin wieder entdecken (2012).

  • Gunnar Stollberg, apl. Prof. Dr.
    Professor an der Universität Bielefeld 1987-2010; seit 2010 im Ruhestand; Vortragsreisen zur deutschen Gesundheitspolitik, insbes. im Hinblick auf asiatische Medizinkonzepte, an taiwanesischen Universitäten (2007 und 2010); zahlreiche Veröffentlichungen, darunter: Acupuncture in Western Europe (Thieme Almanac 2007); Globalizing Chinese Medicine. Medical Anthropology: Cross-Cultural Studies in Health and Illness (mit E. Hsu/Hrsg.); Heterodoxe Medizin, Weltgesellschaft und Glokalisierung: Asiatische Medizinformen in Westeuropa (2002); Welche Motivationen haben deutsche Ärztinnen und Ärzte, die Homöopathie, Akupunktur oder Ayurveda auszuüben? Welche Vorstellungen von einem „guten Arzt“ haben sie und ihre Patientinnen und Patienten? (2010);  Gesundheit und Krankheit als soziales Problem (2012).

  • Fransiscus Sulistyo
    Facharzt für Allgemein-Medizin; langjähriger Lehrbeauftragter für Akupunktur, chinesische Phytotherapie und Chinesische Medizin der Universität Witten-Herdecke; Dozent zu Themen der TCM sowie TCM und Reproduktionsmedizin auf Kongressen und Tagungen; Letzte Veröffentlichung: Die Balance-Methode in der Akupunktur (mit Hans-Georg Ross).

Das Studium gliedert sich in einen allgemeinen und einen fachwissenschaftlichen Teil. Dabei werden für jedes Modul Leistungspunkte erworben die dem jeweiligen Arbeitsaufwand entsprechen. Der Nachweis über erworbenes Wissen und Kompetenzen wird durch Prüfungsleistungen erbracht.

Wissenschaftliches Grundlagenstudium

  • Modul 1 - Grundlagen empirischer Sozialforschung
    • Grundlagen und Techniken  Wissenschaftlichen Arbeitens
    • qualitative Sozialforschung
    • quantitative Sozialforschung
    • Statistik
    • Recherche
    • wissenschaftliches Englisch
  • Modul 2 - allgemeine Forschungsanwendung
    • Studientypen
    • Gütekriterien
    • Forschungsethik
    • Recherche konkret
    • Englisch für Gesundheitsfachberufe
  • Modul 3 - Gesundheitswissenschaften
    • Gesundheitswissenschaften
    • Epidemiologie
    • Sozialwissenschaften
    • Gesundheitsökonomie
  • Modul 4 - Managementlehre
    • Grundlage Managementlehre
    • Projektmanagement
    • Qualitätsmanagement
  • Modul 5 - Personal- und Sozialkompetenz
    • Kommunikation / Gesprächsführung
    • Selbstmanagement
    • Führen- und Leiten / Personal- und Sozialkompetenz
    • Konfliktmanagement

  • Modul 6 - Präventionswissenschaften
    • Prävention
    • Gesundheitsförderung
    • Pädagogik /Didaktik
    • Praxisprojekt

Fachwissenschaftliches Studium

  • Modul 7 - Professionalisierung des Hebammenberufes
    • Professionalisierungstheorien
    • Berufsethik
    • Pflegetheorien, Betreuungskonzepte und Organisationsformen
    • Internationale Hebammenarbeit 

  • Modul 8 - Beraten, Entscheiden, Anleiten
    • Beraten und Entscheiden
    • Erwachsenenpädagogik
    • Anleitungssituationen in der Hebammenarbeit
    • Berufspädagogik
  • Modul 9 - Gesundheitssystem und Berufsrecht
    • Finanzierung und Organisation von Gesundheitssystemen
    • Interdependenzen zwischen Wirtschafts- und Gesundheitssystem
    • Sozialgesetzgebung
    • Berufs-, Arbeits-, Haftungs- und Patientenrecht
  • Modul 10 - Evidendzbasiertes Hebammenhandeln
    • Evidenzen
    • Embryologie und Pränataldiagnostik
    • Ultraschall Praxis
    • Biopsychologie
  • Modul 11 - Hebammenarbeit in der Familie
    • Familie in der Gesellschaft
    • Bindungstheorie
    • Kindeswohlgefährdung
    • Familiensystemische Grundlagen für Familienarbeit
    • Familienhebamme
  • Modul 12 - Erweiterte Arbeitsfelder
    • Interkulturelles Handeln
    • Gesundheitsförderung von Frauen
  • Modul 13 - wissenschaftliches Projekt/Bachelorvorbereitung
    • wissenschaftliches Arbeiten
    • wissenschaftliches Schreiben
    • Projektarbeit

  • Modul 14 - Bachelorprüfung

    Zur Aufnahme eines Studiums an der DIU sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

    • Für die Auszubildende:
      Abgeschlossene allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife
      sowie abgeschlossener Ausbildungsvertrag als Hebamme/ Entbindungspfleger

    • Berufsbegleitend:
      Abgeschlossene allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife oder Berufserfahrung und studiengangsbezogene Zulassungsprüfung sowie Abgeschlossene Ausbildung als Hebamme/Entbindungspfleger

     

     

     

     

    Netzwerkpartner:
    • Hunan University (HNU)
    • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
    • Elblandkliniken Meißen-Radebeul